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Beeindruckende Aufführung der Theater AG

WelleHomepageDie Theater AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in Münstermaifeld hat sich in den letzten Monaten intensiv mit der Problematik befasst, wie faschistoides Denken und Handeln unter Jugendlichen entstehen und sich etablieren kann. Das Ergebnis präsentierten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler sehr beeindruckend und zum Nachdenken anregend in der Aufführung des Romans „Die Welle“ von Morton Rhue. Dabei boten sie an einem Tag gleich zwei Vorstellungen, am Vormittag für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8-10, am Abend für alle an der Thematik Interessierten.

„Die Welle“ beruht auf einer wahren Geschichte und zeigt, wie schnell faschistoides Denken und Handeln normal werden kann. Der High School-Lehrer Ben Ross (sehr überzeugend und facettenreich dargestellt von Dennis Lossen) zeigt seiner Klasse im Geschichtsunterricht erschreckende Bilder von Konzentrationslagern aus der Nazi-Zeit. Als die Schüler schockiert ihren Lehrer fragen, wie es möglich war, dass eine Minderheit eine Mehrheit einschüchtern und beherrschen konnte, beschließt dieser ein Experiment zu starten.
Die Klasse (Jakob Bergmaier, Elisa Kaiser, Emely Junker, Tobias Uth, Oliver Meiner, Tara Zerwas, Felix Frieb-Preis, Benedikt Galic, Gregory Mumm), normalerweise kaum zu zügeln und in mehrere Gruppen unterteilt, akzeptiert, dass Ben Ross fortan Disziplin und Gemeinschaft als neue Tugenden und sogar einen genau festgelegten Gruß verlangt. Sie schätzen das Gefühl, eine Einheit mit besonderen Privilegien statt bloß eine Klasse zu sein. Ben Ross hat „Die Welle“ geschaffen. Als die Schüler jedoch neue Mitglieder anwerben, gerät das Experiment zunehmend außer Kontrolle, die Welle regiert schließlich die Schule. An diesem Punkt fängt Laurie (deren Empathie gepaart mit Intelligenz und Weitsicht sehr beeindruckend von der jungen Schauspielerin Elisa Kaiser verkörpert wurde), die von Anfang an bei der Welle beteiligt war, als erste und einzige an, diese zu hinterfragen und vertraut sich ihren Eltern (Antonia Elwig und Pascal Trapp) an, die sie in ihrer Kritik ermutigen.
Bei dem Versuch, ihrem Freund David (dessen zwiespältige Gefühle Jakob Bergmaier mitreißend darstellt) und ihrer besten Freundin Amy (Emely Junker) die Augen zu öffnen, kommt es zum Streit. Währenddessen artet das Projekt immer weiter aus. Die einzigen Schüler, die die Gefahr erkennen, sind Laurie und ihre Freunde Alex (Alina Neumes) und Carl (Gero Strobel) von der Schülerzeitung. Sie starten einen weiteren Versuch, die Schüler wach zu rütteln und schreiben einen Artikel.
Nicht nur die Schüler sind der Welle verfallen, auch Ben Ross steigert sich immer mehr hinein und ignoriert das Flehen seiner Frau (Selina Ternes) sowie die Bedenken der Schuldirektorin Owens (Lea Kittsteiner).
Das Experiment wird immer mehr zum Selbstläufer, bis Mitglieder der Welle sogar handgreiflich werden. Schließlich schlägt David sogar Laurie, als diese erneut etwas gegen die Welle sagt. Dieser Zwischenfall rüttelt ihn jedoch wach und er unterstützt Laurie bei ihrem Kampf gegen die Welle.
Gemeinsam gelingt es den beiden, Ben Ross von der Beendigung des Experimentes zu überzeugen. Dieser beruft daraufhin eine Versammlung ein, in der er den Schülern zeigt, was aus ihnen geworden ist. Er beginnt mit einem Bild von Adolf Hitler, den er ihnen als ihren Führer vorstellt, geht über eine Aufreihung von Diktatoren und endet bei einem Bild, dass wohl alle sehr zum Nachdenken anregte: Faschismus steckt in jedem.
Neben den Akteuren sowie den zahlreichen Statisten der Theater AG trugen viele Mitschülerinnen und Mitschüler durch ihre Unterstützung beim Aufbau, der Technik, der Beleuchtung sowie bei den Kostümen und beim Schminken zum Gelingen der Aufführung bei. Ein großes Lob geht an die Regisseure Stefan Kliemt, Christina Miquel und Maren Unstedde, welchen es erneut gelungen ist, aus den jungen Darstellern das schauspielerische Talent heraus zu kitzeln, was zusammen mit ihren Inszenierungsideen in einem wunderbaren Theaterstück mündete. Die zahlreichen Zuschauer dankten es ihnen trotz der ernsten Thematik an vielen Stellen mit herzlichem Lachen und langem Applaus.

 

 

 

 

 

 

Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

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