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Landesseminar des Fördervereins Chemie-Olympiade e.V. 2018

IChO 18Auch in diesem Jahr lud der Förderverein Chemie-Olympiade e.V. 15 erfolgreiche TeilnehmerInnen der ersten Runde der Internationalen Chemie-Olympiade (IChO) 2018 zu einem Landesseminar an der Universität Kaiserslautern im Zeitraum vom 18.02. bis zum 21.02.2018 ein.

Zu den SchülerInnen aus den Jahrgangsstufen 11 bis 13 aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland gehörten auch zwei Schüler des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums, Yannik Spitzley (Jgst. 12) und Annika Könntgen (Jgst. 13).
„Vier Tage umgeben von 14 anderen Chemiebegeisterten in meinem Alter, betreut von drei ebenso begeisterten Chemiestudenten und erfolgreichen Teilnehmern der vergangenen Runden der Internatio-nalen Chemie-Olympiade… das kann ja nur gut werden!“, dachte ich mir und meldete mich zu dem Landesseminar des Fördervereins Chemie-Olympiade an.
Nachdem der Sonntag erst einmal zum Kennenlernen diente und eine interaktive Schmiedevorstellung der einzige Programmpunkt für diesen Tag bleiben sollte, brachen wir am nächsten Morgen alle ge-meinsam mit dem Bus Richtung Universität Kaiserslautern auf.
Ein eigens für uns reservierter Seminarraum und ein daneben liegendes Labor sollten für die nächsten zwei Tage der Mittelpunkt unseres Schaffens sein. Ein paar Stapel Aufgaben und Versuchsvorschriften später bekam jeder einen Laborkittel und eine Schutzbrille und ab ging es in das Labor.
In Zweierteams und eigenständig war es nun unsere Aufgabe, die auf dem Material beschriebene Syn-these so genau wie möglich durchzuführen. Nach einigen Minuten Materialsuchen und „Hey, weißt DU was ein QUICKFIT ist?“ war alles fachmännisch aufgebaut. Das konzentrierte Abmessen, Umschütten, Rühren und Hinzugeben konnte nur durch die vorgeschriebene Wartezeit von zwei Stunden unterbro-chen werden (…und dem Mittagessen). Und wenn man schon mal aus dem Labor raus war, konnte man sich direkt mit dem theoretischen Teil beschäftigen.
Denn wir sollten nicht nur sehen, wie die praktische Arbeit in einem Labor außerhalb der Schule so aussehen kann, sondern auch an der einen oder anderen Stelle noch etwas lernen. Zu bearbeiten waren Aufgaben aus den vergangenen Jahren IChO. Diejenigen unter uns, die sofort einen Plan hatten, wie das Ganze funktionieren musste und mit Fachbegriffen und Formeln um sich warfen, verblüfften zugegebenermaßen den etwas größeren Teil von uns, der zwar eine leise Ahnung hatte, worum es geht, den Erklärungen der Betreuer am Ende der Denkzeit aber doch sehr dankbar war. Wer könnte die Antworten auch besser erklären, als drei kompetente Studenten, von denen einer die Aufgaben teilweise sogar mitentwickelt hatte?
Am Ende des Tages und zurück im Labor, schafften wir es, sogar länger bleiben zu dürfen, als geplant. Die Synthese stand fast vor der Vollendung und keiner von uns wollte ein unvollendetes Werk im Labor zurücklassen. Immerhin wollten wir am nächsten Tag auch untersuchen, wie rein das Produkt war und damit auch, wie exakt wir wirklich gearbeitet hatten.
Der nächste Tag verlief ähnlich. Neben einer neuen Synthese überprüften wir die Reinheit unseres gestrigen Produktes mit einem IR-Spektrum (was ich besonders interessant fand, denn das Gerät hatte ich vorher nur in der Theorie kennengelernt) und lernten in dem theoretischen Teil mehr über Elektro-chemie, Reaktionskinetik, Mechanismen und „Sowas muss man halt wissen“.
Zu unserem großen Erstaunen wurden wir zwischendurch sogar mit spontanen Führungen durch ver-schiedene Fachbereiche überrascht. Von physikalischer, über organische und anorganische Chemie zeigten uns verschiedene Studenten ihre Forschungslabore und die vielfältigen Möglichkeiten, die die von uns so geliebte Naturwissenschaft in unserer Zukunft bereithält.
Am Ende der vier Tage standen 15 Schüler und Schülerinnen, die viel gelernt hatten und im Labor tat-sächlich annehmbare Produkte hervorgebracht hatten (trotz gelegentlicher Unsicherheiten, wie überhit-zende Lösungen oder solche, die tiefrot anstatt durchsichtig wurden und ein wenig mysteriös gequalmt haben), und die den Spaß an der Chemie ganz sicher nicht verloren haben.
Bericht von Annika Könntgen

Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

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