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Fair(trade) für Afrika

FairfürAfrika 19Wie ist es, wenn man in Benin zur Schule geht? Wie kann man selbst afrikanische Trommeln basteln? Wie kann man ohne teure Instrumente gemeinsam Rhythmen lebendig werden lassen? Was macht die „Aktion Tagwerk“ für die Menschen in Afrika? Und: Hast Du schon mal „Mujanja“ oder „Zip, Zap, Zup“ gespielt?

Diesen und vielen weiteren Fragen sind die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5b, 8c und 10b an ihrem Wandertag am vorletzten Schultag des Schuljahres nachgegangen. Bei tropischen Temperaturen fiel es leicht, sich an Afrika anzunähern. „Schon um 4 oder 5 Uhr morgens müssen Schulkinder in Afrika aufstehen und dann wartet erst einmal Hausarbeit auf sie, bevor sie ein oder sogar zwei Stunden zur Schule laufen müssen“, berichtete Guidigansou Rodrigue aus seiner Heimat Benin. Er lebt seit neun Jahren in Deutschland, hat hier studiert und spricht fließend Deutsch. Und er berichtete authentisch vom Leben seiner Neffen und Nichten in der Heimat. Während die älteren Schülerinnen und Schüler seinem Bericht lauschten, bastelten die jüngeren Trommeln aus Blumentöpfen und Butterbrotpapier. Anschließend wurden die Trommeln noch mit echt afrikanischen Mustern bemalt. In einem Klassenraum wartete derweil der Schlagzeuger Jonas Heinrich, ein ehemaliger Schüler des KuBaGym, auf die Klassen. „Table-drumming“ stand auf dem Programm, 45 Minuten führte er jede Klasse in die Kunst des Trommelns ein. Gemeinsam wurden nach einer kurzen Einweisung in die richtige Handhaltung und Schlagtechnik mit Drumsticks  immer komplexere Rhythmen auf den Tischplatten ausprobiert. Während die einen teils wild trommelten, recherchierten die anderen im Computerraum, welche Länder wo in Afrika liegen und lösten Quizfragen.  
Dass sich unterrichtlich und auch außerunterrichtlich mit “Eine-Welt-Themen" beschäftigt wird, hat am Kurfürst-Balduin-Gymnasium Tradition. So existiert bereits seit mehreren Jahrzehnten eine Partnerschaft mit dem Institut St. Aloys in Ruanda. Und seit über zehn Jahren engagieren sich Schülerinnen und Schüler der Schule bei der Aktion Tagwerk. Die Schule ist eine anerkannte “Fairtrade-School". Bei der Einführung in das Tagesprogramm zeigte sich, dass vielen Schülerinnen und Schülern inzwischen “Fairtrade” ein vertrauter Begriff ist. Neu war für die meisten von ihnen die Vielfalt der Projekte der Aktion Tagwerk in Ruanda. In einem Film wurde gezeigt, wie Schülern, Kinderfamilien oder ledigen Müttern in Projekten der Hilfsorganisation neue Chancen eröffnet werden. Bei allen neuen Informationen sollte aber der Spaß nicht zu kurz kommen und so wurden Spiele aus Afrika auf dem Schulhof ausprobiert. Mit Kreide wurden Kreise auf die Pflastersteine gezeichnet, in die Mitte symbolisch ein blauer See. „Mujanja“ bedeutet „ins Wasser springen“ und wer da nicht schnell genug in die Mitte kam, war ausgeschieden. Nach und nach durchliefen alle Klassen das Programm des Wandertages und erhielten so einen intensiven Einblick in Aspekte des Lebens auf unserem Nachbarkontinent.
Der gesamte „Fair für Afrika“-Tag wurde von der „Fairtrade AG“ am KuBaGym vorbereitet, die auf diesem Wege auf die unterschiedlichen Lebensbedingungen in Afrika und Europa hinweisen will und auf die Notwendigkeit, den Menschen in Afrika eine faire Bezahlung für ihre Produkte zukommen zu lassen. So wurde an diesem Tag auch deutlich, warum am KuBaGym fair gehandelte Schokolade aus dem „Fairtrade“-Automaten kommt, warum die Schul-Shirts aus fair gehandelter Baumwolle gewebt sind und warum neue Bälle im Sportunterricht, Blumen am Valentinstag oder Schoko-Nikoläuse vor Weihnachten ebenfalls aus fairem Handel kommen.

Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

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