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Workshop Geschichte „30 Jahre Deutsche Einheit“

WorkshopGe 20Am 14.01.2020 fand am Kurfürst-Balduin-Gymnasium zum ersten Mal ein Workshop im Fach Geschichte statt, der einen wirklichen Höhepunkt für die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Geschichte der Jahrgangsstufen 11 und 12 darstellte.

Der Schulleiterin Christiane Hofmann war es gelungen, mit Oberst Professor Dr. Rogg eine absolute Koryphäe für diesen Workshop zu gewinnen. Oberst Professor Dr. Rogg war von 2010-2017 Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden und wechselte 2017 an die Führungsakademie der Bundeswehr nach Hamburg, wo er bereits seit 2013 Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr Hamburg mit dem Schwerpunkt Militärgeschichte ist.
Unter dem Thema „30 Jahre Deutsche Einheit“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Analyse des Films „Good Bye, Lenin!“ auseinander, wobei der Dozent des Workshops auf eine sehr aktive Mitarbeit nicht nur der Schülerinnen und Schüler der beiden Leistungskurse, sondern auch der Fachlehrer Fabian Haas und Horst-Werner Sackenheim setzte. „Good Bye, Lenin!“ beschäftigt sich mit dem komplexen Thema des Mauerfalls 1989 und den Schritten zur deutschen Wiedervereinigung, wobei die Ereignisse anhand der fiktiven Geschichte der Ostberliner Familie Kerner reflektiert werden. Nachdem die Mutter des Protagonisten am 40. Jahrestag der DDR aufgrund eines Herzinfarkts ins Koma gefallen ist und auf der Intensivstation eines Krankenhauses den Fall der Mauer „verschlafen“ hat, versucht ihr Sohn nach ihrem Aufwachen - da jede Aufregung für die kranke Mutter bedrohlich sein könnte - ihr die Ereignisse zu verschweigen und die
DDR auf 79 m² wiederaufleben zu lassen. Die Schülerinnen und Schüler sollten den Blick vor allem auf die Rolle der Medien im Hinblick auf Fiktion, Wirklichkeit und Wahrheit, auf die Darstellung der DDR und des Westens in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht und die Rolle von Wahrheit und Lüge lenken. Dass der Einbruch des Kapitalismus in die „heile“ Welt des Sozialismus die Protagonisten in einen Strudel von Selbstfindungsprozessen stieß, die prototypisch für einzelne Bevölkerungsgruppen der DDR stehen könnten, konnte von den Schülerinnen und Schülern sehr gut herausgearbeitet werden. Auch das Verschwinden der DDR-Alltagskultur und das Vergessen einstiger Werte und Lebenseinstellungen wurden durch dieses unterrichtliche Herangehen an die Thematik sehr anschaulich erkennbar, so dass durch diese mediale Vermittlung von Geschichte der Workshop in der abschließenden Diskussion von den Teilnehmenden als sehr ertragsreich beurteilt wurde.
Der Leiter des Workshops, Oberst Prof. Dr. Rogg, zeigte sich sehr angetan von der guten Arbeitsatmosphäre und der regen Beteiligung aller Schülerinnen und Schüler, und letztendlich gaben alle Beteiligten zu erkennen, dass dieser Vormittag äußerst gewinnbringend gewesen sei.

Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

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