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Donnerstag, 02 Februar 2017 10:46

„Und das bei uns in Münstermaifeld – Wahnsinn!“ Empfehlung

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AcousticGuitarEs war ein Ausruf der Begeisterung, der einem Zuschauer entfuhr, als die Konzertpause begann. Und es war ein Konzert, das nur mit viel Engagement und Risikobereitschaft seitens des Kulturvereins Naunheim und der organisatorischen Mithilfe des Gymnasiums Münstermaifeld in das Forum des letzteren geholt werden konnte: Die „Acoustic Guitar Night“ bringt vier Weltklasse-Acts im Bereich der sechs Saiten jeweils einen Abend auf die Bühne, und was in diesem Zusammenhang „Weltklasse“ bedeutet heißt, das wurde den zahlreichen Zuschauern im Laufe des berauschenden Abends immer klarer.

Uli Warnecke eröffnete den Reigen mit hochmelodiösen, fein gesponnenen und atmosphärisch zauberhaften Eigenkompositionen, die die Gitarre zu einem tragbaren Kammerorchester machen, ohne dabei jemals in die mitunter beklagte Steifheit des klassischen Spiels zu verfallen. Einen völlig überraschenden Kontrast dazu bildeten Erick Manana & Dama, zwei Stars aus Madagaskar, die bereits mit den ersten Gitarrentönen das wahrmachten, was sie sich vorgenommen hatten: als Geschenk den deutschen Zuhörern die Sonne ihrer Heimat zu bringen. Mit wunderbar heiterem Spiel und fast traumwandlerischen Gesangsduetten zu ganz neuen und ebenso eingängigen Rhythmen und Grooves spielten die beiden ansteckend lockeren Afrikaner sich sofort in die Herzen des Publikums.
Die Pause kam und ging, und danach wollte es, wien Zuhörer später sagte, „einfach nicht schlechter werden“. Peter Finger selbst, der Initiator der gesamten Tour, dessen Virtuosität als Ein-Mann-Orchester auf einer Gitarre zu preisen Worte kaum ausreichen, zog mit drei Titeln sämtliche Register an Spieltechnik und Gefühl: trocken abgedämpfte Töne, mit reichem Vibrato versehene Klangkaskaden, elegische und unglaublich rasante Passagen, Augenblicke der Stille, irische Träumereien, beschwingter Jazz-Walzer und treibende Jig wechselten sich so rasch ab und auf einem solch hinreißenden Niveau, dass man nach einer guten halben Stunde glaubte, all dem kaum zehn Minuten gelauscht zu haben.
Doch als der Osnabrücker auf der Bühne Platz machte für zwei Australierinnen, versprach er mit einem „Wirbelwind an Musikalität“ keineswegs zu viel. Die Hussy Hicks (zwei Gitarren, zwei Stimmen) mit ihren poppigen Folk-Balladen, ihrem knalligen Blues und zum Abschluss ihrem völlig abgedrehten Country brachten den Saal zum Kochen.
Doch das war noch nicht der Abschluss des Abends insgesamt: Alle sechs Musiker betraten noch einmal die Bühne für einen gemeinsamen Song (einmal im gewohnten Gewand, dann in Madagaskar-Version), der das ganze Konzert passend zusammenfasste: „What A Wonderful World“. Die einhellige Meinung im Publikum: Die „Acoustic Guitar Night“ kann nicht nur wiederkommen nach  Münstermaifeld – sie muss!

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