+49 (0) 2605 98 01 0 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

TodNilHomepageMit dem 1937 verfassten Stück „Tod auf dem Nil“ von Agatha Christie hob sich wieder einmal der Vorhang für eine Aufführung der Theater-AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in der Münstermaifelder Stadthalle. Am Wochenende vor den Osterferien nahmen die jungen Darstellerinnen und Darsteller ihr Publikum mit auf eine Kreuzfahrt durch Ägypten, die wohl alle Zuschauer mit sich riss.
Das mit großem Engagement eingeübte Stück wurde nicht nur beeindruckend gespielt, sondern hatte auch einige überraschende Wendepunkte und regte jeden zum Rätseln an.
Die junge, hübsche Millionenerbin Kay Ridgeway (Anne Steiner) hat sich Hals über Kopf in den eher weniger wohlhabenden Simon Mostyn (Arne Emrich) verliebt und ihn geheiratet. Auf ihrer Hochzeitsreise werden sie jedoch immer wieder von Jaqueline "Jacky" Severac (Luci Münstermann), der Ex-Verlobten des Bräutigams, verfolgt, bis sie schließlich eine Kreuzfahrt über den Nil antreten. Doch wie der Zufall es will, sind alle hasserfüllten Neider von Kay, inklusive Jacky, ebenfalls auf dem Schiff, und begleiten das frisch vermählte Paar auf ihrer Reise. Dazu gehören unter anderem ihr Onkel Domherr Hudson (Till van Loo), der sich erhofft, das Geld selber zu erben, ihre Dienerin Louise (Catherine Pree), welche ihre Herrin nicht besonders gut leiden kann, und die Autorin Miss Winterbottom (Christiane Königs), welche einen ehrlosen Artikel über Kay verfasst hat und daraufhin von ihr verklagt wurde.
Es kommt, wie es kommen muss: Während die betrunkene Jacky Simon vor Wut in das Bein schießt und Dr. Madea (Joy Böffgen), Smith (Jan Liesenfeld) und Christina Grand (Amelie Glück) sowohl den Verletzten verarzten, als sich auch um die aufgelöste Jacky kümmern, wird Kay ermordet. Nun ist der Spürsinn der mitreisenden Privatdetektivin Olivia Baker (Lara Böddener) gefragt, der die schwere Aufgabe zufällt, den Täter zu finden. Was dieses erschwert: Alle Anwesenden hatten ein Motiv. Sowohl die eifersüchtige Jacqueline, die verachtende Miss Winterbottom, Kays Onkel Domherr Hudson, wie auch Louise oder der mitreisende Smith, der Kay vorher schon als Parasit bezeichnete.
Die Ermittlungen beginnen: Die Mordwaffe wird aufgefunden, die tödliche Schusswunde am Kopf von Kay wird inspiziert und Theorien werden aufgestellt. Je tiefer die Detektivin in die verwickelte Affäre eintaucht, desto verzwickter wird es. Als die Lösung zum Greifen nahe scheint, wird die verdächtige Louise, die den Mord mit angesehen hat, erschossen. Am Ende kommt dann schließlich der überraschende Wendepunkt. Es war der angeblich trauernde Simon selber, der Kay erschossen hat. Er hatte sie bloß geheiratet, um an das Vermögen zu kommen und ein glückliches Leben mit Jacky führen zu können, von welcher der gesamte Plan stammte. Simons Verletzung war nur vorgetäuscht, er erschoss seine Frau, während sich alle um Jacky kümmerten. Dann schoss er sich selbst ins Knie, um nicht verdächtig zu wirken. Der Mord an Louise wurde von Jacqueline verübt, nachdem diese zu erkennen gegeben hatte, dass sie den beiden als Zeuge gefährlich werden könne. Als Olivia Baker dies herausfindet, sieht Jacky keinen anderen Ausweg, als sich und ihren Geliebten zu erschießen, womit das Stück endet.
Die Inszenierung unter der Regie von Maren Unstedde, Tina Miquel und Stefan Kliemt, die erneut ein für die Mitglieder der Truppe passendes Stück gefunden, diese mit viel Fingerspitzengefühl gekonnt geführt und in eine Aufführung eingebunden haben, war überaus spannend, lebhaft und zum Miträtseln anregend. Nicht nur die Schauspielerinnen und Schauspieler, sondern auch viele hinter den Kulissen haben mit großem Eifer zu dem Erfolg beigetragen. Dazu gehören unter anderem das Schminkteam, ehemalige Schülerinnen und Schüler, das Technikteam und die Souffleusen. Der Erlös von 1650 Euro, welcher durch Eintrittsgeld, Spenden und Zuschuss der Schule zusammen kam, wird an das Kinderheim TLC in Johannesburg in Südafrika gespendet.

Mittwoch, 26 April 2017 09:40

Englisches Theater am KuBa

geschrieben von

EnglischTheaterHomepageZum wiederholten Male gastierte das Tourneetheater Theatre@School mit den Stücken „The Magic Shop“ und „5xW“ am Kurfürst-Balduin-Gymnasium. So erlebten die Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 6 und 9 Englischunterricht der besonderen Art.
Ihnen bot sich die einmalige Chance, englischen Muttersprachlern, sog. native speakers, zu begegnen. Das Schauspielduo Mary Ann Wall und Aaron Jones überzeugte in unterschiedlichen Rollen: zum Beispiel als 11-jähriger Junge Marc, der sich für Zauberei interessiert, als große Zauberin Mrs. Mariany oder als Gwen und Jason, zwei Jugendliche, die sich zufällig in einem Waschsalon begegnen. Die Akteure sorgten sowohl mit witzigen Dialogen als auch durch die Beteiligung des Publikums für viel Gelächter und gaben zwischendurch immer wieder ihre Gesangskünste zum Besten, sodass Schüler und Lehrer begeistert waren. In einem sich anschließenden Podiumsgespräch konnten die Lernenden Fragen an die Schauspieler stellen. Dieser sehr gelungene Vormittag soll nicht der letzte seiner Art gewesen sein.

Mittwoch, 26 April 2017 09:37

Beeindruckende Aufführung der Theater AG

geschrieben von

WelleHomepageDie Theater AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in Münstermaifeld hat sich in den letzten Monaten intensiv mit der Problematik befasst, wie faschistoides Denken und Handeln unter Jugendlichen entstehen und sich etablieren kann. Das Ergebnis präsentierten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler sehr beeindruckend und zum Nachdenken anregend in der Aufführung des Romans „Die Welle“ von Morton Rhue. Dabei boten sie an einem Tag gleich zwei Vorstellungen, am Vormittag für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8-10, am Abend für alle an der Thematik Interessierten.
„Die Welle“ beruht auf einer wahren Geschichte und zeigt, wie schnell faschistoides Denken und Handeln normal werden kann. Der High School-Lehrer Ben Ross (sehr überzeugend und facettenreich dargestellt von Dennis Lossen) zeigt seiner Klasse im Geschichtsunterricht erschreckende Bilder von Konzentrationslagern aus der Nazi-Zeit. Als die Schüler schockiert ihren Lehrer fragen, wie es möglich war, dass eine Minderheit eine Mehrheit einschüchtern und beherrschen konnte, beschließt dieser ein Experiment zu starten.
Die Klasse (Jakob Bergmaier, Elisa Kaiser, Emely Junker, Tobias Uth, Oliver Meiner, Tara Zerwas, Felix Frieb-Preis, Benedikt Galic, Gregory Mumm), normalerweise kaum zu zügeln und in mehrere Gruppen unterteilt, akzeptiert, dass Ben Ross fortan Disziplin und Gemeinschaft als neue Tugenden und sogar einen genau festgelegten Gruß verlangt. Sie schätzen das Gefühl, eine Einheit mit besonderen Privilegien statt bloß eine Klasse zu sein. Ben Ross hat „Die Welle“ geschaffen. Als die Schüler jedoch neue Mitglieder anwerben, gerät das Experiment zunehmend außer Kontrolle, die Welle regiert schließlich die Schule. An diesem Punkt fängt Laurie (deren Empathie gepaart mit Intelligenz und Weitsicht sehr beeindruckend von der jungen Schauspielerin Elisa Kaiser verkörpert wurde), die von Anfang an bei der Welle beteiligt war, als erste und einzige an, diese zu hinterfragen und vertraut sich ihren Eltern (Antonia Elwig und Pascal Trapp) an, die sie in ihrer Kritik ermutigen.
Bei dem Versuch, ihrem Freund David (dessen zwiespältige Gefühle Jakob Bergmaier mitreißend darstellt) und ihrer besten Freundin Amy (Emely Junker) die Augen zu öffnen, kommt es zum Streit. Währenddessen artet das Projekt immer weiter aus. Die einzigen Schüler, die die Gefahr erkennen, sind Laurie und ihre Freunde Alex (Alina Neumes) und Carl (Gero Strobel) von der Schülerzeitung. Sie starten einen weiteren Versuch, die Schüler wach zu rütteln und schreiben einen Artikel.
Nicht nur die Schüler sind der Welle verfallen, auch Ben Ross steigert sich immer mehr hinein und ignoriert das Flehen seiner Frau (Selina Ternes) sowie die Bedenken der Schuldirektorin Owens (Lea Kittsteiner).
Das Experiment wird immer mehr zum Selbstläufer, bis Mitglieder der Welle sogar handgreiflich werden. Schließlich schlägt David sogar Laurie, als diese erneut etwas gegen die Welle sagt. Dieser Zwischenfall rüttelt ihn jedoch wach und er unterstützt Laurie bei ihrem Kampf gegen die Welle.
Gemeinsam gelingt es den beiden, Ben Ross von der Beendigung des Experimentes zu überzeugen. Dieser beruft daraufhin eine Versammlung ein, in der er den Schülern zeigt, was aus ihnen geworden ist. Er beginnt mit einem Bild von Adolf Hitler, den er ihnen als ihren Führer vorstellt, geht über eine Aufreihung von Diktatoren und endet bei einem Bild, dass wohl alle sehr zum Nachdenken anregte: Faschismus steckt in jedem.
Neben den Akteuren sowie den zahlreichen Statisten der Theater AG trugen viele Mitschülerinnen und Mitschüler durch ihre Unterstützung beim Aufbau, der Technik, der Beleuchtung sowie bei den Kostümen und beim Schminken zum Gelingen der Aufführung bei. Ein großes Lob geht an die Regisseure Stefan Kliemt, Christina Miquel und Maren Unstedde, welchen es erneut gelungen ist, aus den jungen Darstellern das schauspielerische Talent heraus zu kitzeln, was zusammen mit ihren Inszenierungsideen in einem wunderbaren Theaterstück mündete. Die zahlreichen Zuschauer dankten es ihnen trotz der ernsten Thematik an vielen Stellen mit herzlichem Lachen und langem Applaus.

Donnerstag, 02 Februar 2017 10:48

Beeindruckendes Weihnachtskonzert des KuBa-Gymnasiums

geschrieben von

HI MM Weihnachtskonzert KuBaGym DSC9386Ein rundum gelungenes Weihnachtskonzert erlebten die Besucher, die am 3. Adventssonntag noch einen Platz in der überfüllten Stiftskirche von Münstermaifeld finden konnten. Die Chöre des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums und die mitwirkenden Instrumentalisten unter der Gesamtleitung von Ulrich Bauer begeisterten die Zuhörer
mit einem sehr vielfältigen und anspruchsvollen Programm.

Der große gemischte KuBa-Chor eröffnete das Programm mit bekannten Adventsliedern und beeindruckte sofort durch seinen homogenen Klang, seine klare Diktion und seinen ausdrucksvollen Vortrag. Die feierliche Wirkung dieses Auftakts wurde erhöht durch die Andernacher Kantorin Elke Schäfgen an der Orgel.

Als Hauptwerk des Abends erklang eines der berühmtesten weihnachtlichen Chorwerke, der Zyklus „A Ceremony of Carols“ von dem englischen Komponisten Benjamin Britten. Mit diesem anspruchsvollen Werk stellten sich die Sopran- und Altstimmen des KuBa-Chores, in dem auch viele Ehemalige mitsingen, einer ganz besonderen Herausforderung, und die gut 40 Sängerinnen (und drei Jungen im Sopran 2) bewältigten diese Herausforderung mit Bravour. Die beiden Chorsängerinnen Tabea Adams und Alisha Scholl sangen die schwierigen Solopartien souverän und ausdrucksstark.
Die Begleitung durch eine Harfe verleiht dem Werk einen aparten klanglichen Reiz. Stephanie Zimmer, die exzellente Harfenistin der Rheinischen Philharmonie Koblenz, meisterte die immensen Anforderungen ihres Parts mit all ihrem professionellen Können. Sie zauberte nicht nur höchst subtile und filigrane Klänge aus ihrem Instrument, sondern sorgte an einigen Stellen mit vollgriffigen Akkorden und Arpeggien für geradezu berauschende Wirkungen.

Die 60 Kinder des Unterstufenchores sangen mit bemerkenswerter Frische und spürbarer Freude Weihnachtslieder aus verschiedenen  Ländern, und dies überwiegend in den Originalsprachen. Es war erstaunlich, wie die jungen Sängerinnen und Sänger neben deutschen Liedern auch Lieder in englischer, italienischer und spanischer Sprache souverän und überwiegend auswendig vortrugen. Die Begleitung durch ein schuleigenes Instrumentalensemble mit Patrick Schwörer und Katharina Hommes (Querflöten), Brigitte Bauer (Bratsche), Florian Wilbert (Klavier) und Dilara Deneri (Bassgitarre) sorgte nicht nur für eine sichere Basis, sondern auch für eine besonders farbige und lebendige Wirkung der Liedvorträge.

Im letzten Teil des Konzerts trat der KuBa-Chor nochmals in seiner vollen gemischten Besetzung auf. Sehr fröhlich und vital sang der Chor a cappella zwei weihnachtliche Spirituals. Das freudige und rhythmisch beschwingte Gloria Festiva von der amerikanischen Komponistin Emily Crocker erhielt durch den Klavierbegleiter Florian Wilbert eine besonders effektvolle Wirkung, und danach konnte der Chor mit dem festlich jubilierenden Christmas Carol „Hark! The Herald angels sing“ nochmals seine ganze Strahlkraft entfalten.

Zum Abschluss des beeindruckenden Konzerts sangen die 120 Sängerinnen und Sänger der beiden Chöre und die Konzertbesucher gemeinsam das Lied „Tochter Zion“.

Donnerstag, 02 Februar 2017 10:46

„Und das bei uns in Münstermaifeld – Wahnsinn!“

geschrieben von

AcousticGuitarEs war ein Ausruf der Begeisterung, der einem Zuschauer entfuhr, als die Konzertpause begann. Und es war ein Konzert, das nur mit viel Engagement und Risikobereitschaft seitens des Kulturvereins Naunheim und der organisatorischen Mithilfe des Gymnasiums Münstermaifeld in das Forum des letzteren geholt werden konnte: Die „Acoustic Guitar Night“ bringt vier Weltklasse-Acts im Bereich der sechs Saiten jeweils einen Abend auf die Bühne, und was in diesem Zusammenhang „Weltklasse“ bedeutet heißt, das wurde den zahlreichen Zuschauern im Laufe des berauschenden Abends immer klarer.

Uli Warnecke eröffnete den Reigen mit hochmelodiösen, fein gesponnenen und atmosphärisch zauberhaften Eigenkompositionen, die die Gitarre zu einem tragbaren Kammerorchester machen, ohne dabei jemals in die mitunter beklagte Steifheit des klassischen Spiels zu verfallen. Einen völlig überraschenden Kontrast dazu bildeten Erick Manana & Dama, zwei Stars aus Madagaskar, die bereits mit den ersten Gitarrentönen das wahrmachten, was sie sich vorgenommen hatten: als Geschenk den deutschen Zuhörern die Sonne ihrer Heimat zu bringen. Mit wunderbar heiterem Spiel und fast traumwandlerischen Gesangsduetten zu ganz neuen und ebenso eingängigen Rhythmen und Grooves spielten die beiden ansteckend lockeren Afrikaner sich sofort in die Herzen des Publikums.
Die Pause kam und ging, und danach wollte es, wien Zuhörer später sagte, „einfach nicht schlechter werden“. Peter Finger selbst, der Initiator der gesamten Tour, dessen Virtuosität als Ein-Mann-Orchester auf einer Gitarre zu preisen Worte kaum ausreichen, zog mit drei Titeln sämtliche Register an Spieltechnik und Gefühl: trocken abgedämpfte Töne, mit reichem Vibrato versehene Klangkaskaden, elegische und unglaublich rasante Passagen, Augenblicke der Stille, irische Träumereien, beschwingter Jazz-Walzer und treibende Jig wechselten sich so rasch ab und auf einem solch hinreißenden Niveau, dass man nach einer guten halben Stunde glaubte, all dem kaum zehn Minuten gelauscht zu haben.
Doch als der Osnabrücker auf der Bühne Platz machte für zwei Australierinnen, versprach er mit einem „Wirbelwind an Musikalität“ keineswegs zu viel. Die Hussy Hicks (zwei Gitarren, zwei Stimmen) mit ihren poppigen Folk-Balladen, ihrem knalligen Blues und zum Abschluss ihrem völlig abgedrehten Country brachten den Saal zum Kochen.
Doch das war noch nicht der Abschluss des Abends insgesamt: Alle sechs Musiker betraten noch einmal die Bühne für einen gemeinsamen Song (einmal im gewohnten Gewand, dann in Madagaskar-Version), der das ganze Konzert passend zusammenfasste: „What A Wonderful World“. Die einhellige Meinung im Publikum: Die „Acoustic Guitar Night“ kann nicht nur wiederkommen nach  Münstermaifeld – sie muss!

Mittwoch, 11 Januar 2017 13:43

Blick über den Tellerrand hinaus

geschrieben von

TheaterAG2016Bereits das fünfte Jahr in Folge nutzen die Ensemblemitglieder der Theater–AG des Kurfürst–Balduin–Gymnasiums in Münstermaifeld ihre alljährliche Theater–Aufführung, um für einen guten Zweck zu sammeln.
Im März 2011 erschütterte die Katastrophe von Fukushima die Welt und regte die jungen Münstermaifelder Schauspieler in der Schlussphase ihrer Probenarbeit zu einer spontanen Hilfsspendenaktion an, die sie nach den beiden gelungenen Vorstellungen initiierten. Und was 2011 entstanden war, das sollte in den darauffolgenden Jahren zu einer festen Tradition werden. Immer wieder suchten sie sich ein konkretes Projekt, für das sie ihre Zuschauer zu einer großherzigen Spende baten.
In diesem Jahr nun hatten sich die schauspielbegeisterten Schülerinnen und Schüler ein Projekt in Nigeria ausgesucht. Die Wahl fiel insofern leicht, weil ein ehemaliges Mitglied der Theater–AG ein freiwilliges soziales Jahr in diesem Land absolvierte.
Johanna lebte seit Sommer letzten Jahres in Awgu, Nigeria und unterrichtete in einer Schule Deutsch. Neben ihrer Arbeit in der Schule, engagierte sie sich auch im Chor und lernte durch den Kontakt mit Einheimischen das Leben und die Kultur ihres „Gastlandes“ kennen und schätzen.
Die Spende wurde an den Bischof der Region übermittelt. Ein Teil des Geldes wird für das örtliche Krankenhaus verwendet, um Bedürftigen die Behandlung zu ermöglichen. Darüber hinaus werden Schüler von hauptsächlich weiterführenden Schulen mit diesem Geld durch Stipendien unterstützt.
Und so freuten sich alle, dass zur Unterstützung dieses Projektes an den beiden Aufführungsabenden im April insgesamt 1725,19 Euro gesammelt werden konnten, die Gleichaltrigen zur Linderung ihrer Nöte zur Verfügung gestellt werden können.
Solidarität endet eben nicht an unseren Ortsschildern, sondern ein Blick über den Tellerrand hinaus zeigt, dass es uns trotz unserer eigenen kleineren und größeren Sorgen doch recht gut geht und dass es große Freude bereiten kann, andere Menschen zu unterstützen.

Montag, 05 September 2016 14:49

Emil und die Detektive am KuBa-Gym

geschrieben von

EmilHomepageDie Unterstufen-Theater-AG hatte auch in diesem Jahr zur Aufführung in den alten Musiksaal eingeladen und entführte die trotz des heißen Sommerwetters zahlreich erschienenen Zuschauer in die Großstadt Berlin.

Was braucht eine mitreißende Detektivgeschichte? Einen jugendlichen Helden und einen gefährlichen Verbrecher. Erich Kästners Kinderbuchklassiker „Emil und die Detektive“ ist eine spannende und temporeich erzählte Abenteuergeschichte über Freundschaft und Solidarität zwischen Kindern unterschiedlicher sozialer Herkunft und das aufregende Leben in der Großstadt.
Zum ersten Mal ist Emil Tischbein, sehr authentisch dargestellt von Elias Tetzlaff, aus Neustadt in wichtiger Mission unterwegs. Er soll in den Ferien für einige Tage in die Großstadt Berlin reisen, um Verwandte zu besuchen. Emil lebt bei seiner Mutter in liebevollen, aber bescheidenen Verhältnissen, was durch die Darstellerin Ciara Sesterhenn glaubhaft vermittelt werden konnte. Dennoch gibt seine Mutter ihm einen Umschlag mit 140 Mark mit auf die Reise. Den Großteil des Geldes soll er der Großmutter geben, einen kleinen Teil darf er behalten. Eine Zugfahrt ganz allein kann ziemlich aufregend sein, vor allem, wenn sich ein eigenartiger Mann namens Grundeis neben Emil setzt und sich ständig bemüht, diesen in ein Gespräch zu verwickeln. Die Rolle des Grundeis wurde von Marlon Schlipper verkörpert, dem es gelang, sowohl die Tücke als auch den Charme des Taschendiebes zum Ausdruck zu bringen. Und tatsächlich: Kaum ist Emil ein wenig eingenickt, wird er zum Opfer eines gemeinen Diebstahls.   
Als er bemerkt, dass sein Geld gestohlen wurde, sieht er gerade noch, wie der Dieb aus dem Zug springt und läuft sofort hinterher. Da er in seiner Heimatstadt an einem Streich beteiligt war, bei dem ein Denkmal „verschönert“ wurde, traut er sich nicht, zur Polizei zu gehen. Somit bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich dem dubiosen Grundeis an die Fersen zu heften – und das quer durch das riesige Berlin.  
Zur gleichen Zeit erwarten ihn seine Großmutter und die Cousine Pony Hütchen (Elisa Kaiser) am Blumenstand im Bahnhof Friedrichstraße. Dabei zeigen Katharina Gründel, die Darstellerin der Großmutter, sowie Elisa Kaiser, die Darstellerin von Pony Hütchen, hervorragend, dass auch schon zu Kästners Zeiten das lose Mundwerk der Jugend die ältere Generation zur Verzweiflung bringen kann. Aber Emil kommt nicht, auch nicht mit dem nächsten Zug. Während die Großmutter und Pony Hütchen noch überlegen, was sie tun sollen, hat Emil sich schon in eine aufregende Verfolgungsjagd gestürzt.   
Zum Glück bekommt Emil bald Unterstützung, von Gustav mit der Hupe, temperamentvoll und mit „Berliner Schnauze“ verkörpert von Mandy Große, und seinen Jungs, die einen Detektivklub gründen. Es folgt eine berauschende Verfolgungsjagd durch den Großstadtdschungel, der von allerlei aufgeweckten Kindern bevölkert wird. So wird eine Telefonzentrale eingerichtet und verschiedene Beobachterposten werden eingenommen. Als Grundeis schließlich in einer Bank das Geld umtauschen will, stellt Emil ihn zur Rede und kann den Diebstahl schließlich beweisen. Mit Hilfe eines mehr oder weniger kompetenten Kommissars, humorvoll auf die Bühne gebracht von Emely Junker, kann mit Grundeis schließlich ein lange gesuchter Eisenbahndieb gefasst werden.
Überraschend und mitreißend – die Aufführung der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler unter der Regie von Beate Falterbaum machte Spaß. Besonders beeindruckte die in atemberaubender Schnelligkeit wechselnde, aber dennoch immer liebevoll bis ins Detail gestaltete Bühnenausstattung. Zur gelungenen Aufführung trugen außerdem die technische Unterstützung durch Marvin Heil sowie der Einsatz des bewährten Schminkteams um Stefanie Seibert bei. Das Publikum dankte der jungen Truppe mit lang anhaltendem Beifall für die gelungene und kurzweilige Aufführung.

Montag, 05 September 2016 14:14

(Schul-)Theater at its best

geschrieben von

TheaterCyranoGleich am ersten Wochenende nach den Osterferien hatte die Theater-AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums zu ihrer alljährlichen Aufführung in die Münstermaifelder Stadthalle eingeladen. Der Vorhang hob sich in diesem Jahr für Edmond Rostands romantisch-heroische Tragikomödie „Cyrano de Bergerac“, ein auf Grund des Inhalts wie der Sprache sehr anspruchsvolles Stück.

Die Handlung ist einem breiten Publikum spätestens seit dem Film mit Gérard Dépardieu bekannt. Cyrano de Bergerac ist ein Kämpfer und Degenfechter, an dessen Fähigkeiten niemand heranreicht. Zugleich ist er aber auch Dichter, Erfinder, Philosoph und einer der brillantesten Köpfe von Paris. Gabriel Ackermann, der den Cyrano verkörperte, meisterte eindrucksvoll den hohen sprachlichen Anspruch sowie den beeindruckenden Umfang seiner Textrolle. Durch sein facettenreiches Spiel zog er die Zuschauer in seinen Bann und rührte sie am Ende gar zu Tränen. So sehr sich dem Zuschauer in der Figur Cyranos nach innen ein galanter Charakter präsentiert, so harsch und eigenwillig verhält er sich gegenüber der Außenwelt. Stets zu einem Duell aufgelegt, zieht er nicht nur einmal den Unmut seines Vorgesetzten Graf Guiche auf sich, dessen Kälte und Intriganz, überzeugend von Dennis Lossen aus der Textmasse herausgespielt, das Publikum erschaudern ließ. Seine feine Innenseite präsentiert Cyrano nur seinem engsten Vertrauten Le Bret, einfühlsam und empathisch dargestellt von Malte Emrich. Ursache dieser Zwiespältigkeit ist ein körperlicher Makel Cyranos, er besitzt ein nicht gerade dezentes Riechorgan.
Cyrano de Bergerac liebt seine schöne Cousine Roxane, die Catherine Pree sehr anmutig verkörperte und durch die Darstellung ihrer tragischen Fehlentscheidung die Zuschauer rührte. Verunsichert von seinem hässlichen Aussehen wagt Cyrano nicht, der Angebeteten seine Liebe zu gestehen. Als er sich schließlich doch ein Herz fasst, kommt sie ihm zuvor und offenbart ihm, ohne etwas von seinen Gefühlen zu ahnen, dass sie sich, obwohl sie bisher noch kein Wort mit ihm gewechselt habe, in den Schönling Christian de Neuvillette verliebt habe. Arne Emrich spielte überzeugend den verzweifelten Verliebten und brachte das Publikum durch die Darstellung der naiven Unbeholfenheit ebenso zum Lachen als auch in Rührung bei der Einsicht, dass Roxane Cyrano liebt.  
Christian de Neuvillette dient bei den Gascogner Kadetten (Alina Gilles, Amelie Glück, Chris-tiane Königs, Rebecca Sevenich, Tara Zerwas) im gleichen Regiment wie de Bergerac. Da Roxanes Auserwählter geistig zu ungelenk ist, um romantische Briefe zu schreiben, bietet ihm Cyrano de Bergerac hochherzig seine Hilfe an und verleiht auf diese Weise seiner heimlichen Liebe sprachlichen Ausdruck. Roxane ist hingerissen von den vermeintlichen Briefen Christians, der jedoch in tatsächlichem Kontakt mit ihr erstaunlich wenig Schöngeistiges zu sagen weiß, wenn es ihm nicht durch Cyranos Mund souffliert wird.
Verwickelt geht die Handlung weiter, in der Cyrano mehr als einmal Christian in seinem Werben unterstützt, ja sogar die Hochzeit der beiden organisiert, um einer Vermählung Roxanes mit Graf Guiche zuvorzukommen, der ebenfalls ein Auge auf die junge Frau geworfen hat.
Vor Zorn und Eifersucht rasend, rächt sich dieser, indem er die Gascogner Kadetten samt de Bergerac und de Neuvillette in den Krieg an die vorderste Front schickt. Dennoch gelingt es Cyrano, in Christians Namen Briefe an Roxane durch die feindlichen Linien zu schmuggeln.
Dieser Briefe wegen eilt Roxane mitten ins Heereslager zu ihrem Mann, dem sie nun gesteht, ihn nicht mehr wegen seiner äußeren Hülle zu lieben, sondern wegen der Schönheit seiner Seele. Christian de Neuvillette ist entsetzt, da er weiß, dass er Roxane gegenüber nicht ehrlich war. Er bittet Cyrano, Roxane die Wahrheit über ihren Bund zu sagen, während er sich ins Kriegsgeschehen stürzt. Bevor jedoch die Wahrheit ans Licht kommt, stirbt Christian als junger Kadett im Kreise der übrigen Soldaten und des als stolz und sich sorgend von Jakob Bergmaier dargestellten Hauptmanns Carbon auf dem Feld in Cyranos Obhut.  
Nach Christians Tod zieht Roxane sich in ein Kloster zurück. Cyrano enthüllt die Wahrheit über Jahre nicht, um Roxane der Illusion einer perfekten Liebe nicht zu berauben.
Vierzehn Jahre nach Christians Tod reicht sie ihm den Liebesbrief, den sie bei dem Sterbenden fand, und Cyrano beginnt ihn zu zitieren, Zeile für Zeile – obwohl es zum Lesen bereits zu dunkel ist. Da begreift Roxane, dass die wunderbaren Liebesbriefe aus seiner Feder stammen und sie bemerkt, dass auch sie ihn liebt.  
Aber es ist zu spät: Auf dem Weg zu Roxane wurde de Bergerac durch einen Anschlag verletzt und stirbt noch im Garten des Klosters in den Armen der Geliebten.
Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler beeindruckten ihr Publikum insbesondere im Hinblick auf ihre Textsicherheit. Die schwierige und dichte Sprache des Stückes ist durchgehend gereimt und durchzogen von Sprachwitz. Das gleichzeitig hohe Spiel- und damit auch Sprechtempo stellte auch für die Zuschauer eine Herausforderung dar. Dabei sorgte der Witz der Sprache jedoch stets für ein Schmunzeln oder gar einen Lacher. Ein gereimtes Rezept des Kochs Ragueneau, komödiantisch und dynamisch verkörpert von Jan Liesenfeld, stellte einen der Höhepunkte dar, wenngleich seine Frau Lise (Lucia Münstermann) sich davon unbeeindruckt zeigt und lieber mit einem Musketier anbandelt.  
Neben der herausragenden Leistung der drei Hauptrollen faszinierte das gesamte Ensemble, das die Bühne auch in den vermeintlichen Nebenrollen stets mit hintergründigem Leben füllte. Ein Taschendieb (Pascal Trapp), zwei Kinder (Marvin Heil, Pascal Trapp), Roxanes Begleiterin Duenna (Anne Steiner), ein Mönch (Oliver Meiner) und eine Büffetdame (Selina Ternes) bewegten mit ihrem Spiel stets dazu, auch einmal an den Hauptcharakteren vorbeizuschauen. Dabei spielten viele Akteurinnen und Akteure zusätzlich weitere Nebenrollen.
Wieder einmal bewiesen die drei Regisseure Stefan Kliemt, Tina Miquel und Maren Unstedde nicht nur eine glückliche Hand bei der Auswahl des Stückes, die sie mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Personen und in richtiger Einschätzung von deren (Entwicklungs-)Möglichkeiten getroffen hatten, sondern auch bei der Inszenierung insgesamt. Es stimmte einfach alles und fügte sich zu einem gelungenen Ganzen: Ein fein arrangiertes Personentableau, Kostüme, Requisiten, Ton- und Lichttechnik, das liebevoll gestaltete Bühnenbild sowie die Arbeit des Schminkteams unter der Leitung von Stefanie Seibert trugen zu einem rundum gelungenen Theaterabend bei, den das Publikum, dessen hohe Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern erneut übertroffen wurden, mit Standing Ovations für das junge Ensemble belohnte.

Montag, 09 Mai 2016 07:55

Theatre@KuBaGym

geschrieben von

EnglischtheaterEnglischunterricht der besonderen Art erlebten 200 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 und 7 des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld am letzten Mittwoch: Das Tourneetheater Theatre@School inszenierte das Musical „Aldrick Castle“ und nahm das begeisterte Publikum mit auf eine Abenteuerreise in das England des 17. Jahrhunderts:
Auf einem Klassenausflug gerät der neugierige Schüler Tom bei seinen Streifzügen durch das alte Gemäuer des Schlosses in ein Zeitloch und landet im Jahre 1622. Dort lernt er das Küchenmädchen Sally kennen, das über die miserablen Lebensverhältnisse klagt. Tom begibt sich auf eine Abenteuerreise, auf der er die böse Gräfin besiegt und die Gefangenen aus dem Kerker befreit. Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Englischlehrkräfte waren vom Talent der beiden Schauspieler Shawney Ross und Elliot Burton, die in unterschiedliche Rollen schlüpften, begeistert. In einem sich anschließenden Podiumsgespräch stellten die neugierigen Zuschauer viele Fragen und konnten ihre Englischkenntnisse in einem authentischen Kontext anwenden. So blieb dem Publikum am Ende des Austauschs mit den Darstellern nur zu sagen: Goodbye and hopefully see you soon!

Mittwoch, 03 Februar 2016 07:58

Musikalische Vielfalt auf hohem Niveau

geschrieben von

Kaffekonzert15Bereits zum sechsten Mal in Folge öffneten sich am Sonntag, 17.1.2016 die Türen des alten Musiksaals. Es hat sich wohl inzwischen herumgesprochen, dass bei den Kaffeekonzerten junge Künstler auf hohem Niveau ihr Programm für den bevorstehenden Wettbewerb „Jugend musiziert“ präsentieren. Und so durften sich die Musiker in diesem Jahr über einen bis zum letzten Platz gefüllten Musikraum freuen.
Das Eis für den Nachmittag brach das Gesangsduo Thalia Azrak und Antonia Busse (beide Sopran), die von Cynthia Grose am Klavier begleitet wurden. Stimmgewaltig boten die beiden jungen Frauen neben Duetten von Antonio Vivaldi und Samuel Barber auch ein anmutig dargebotenes türkisches Volkslied in Originalsprache und zeigten selbst erfahrenen Konzertbesuchern, wie viele musikalische Schätze es noch zu heben gilt.
Simon König trat dann mit seiner Violine zunächst allein auf die Bühne und interpretierte ein Adagio von Johann Sebastian Bach für Solovioline. Beeindruckend gestaltete es danach „Nigun“ aus der „Baal–Shem–Suite“ von Ernest Bloch; den auf weite Strecken melancholischen Duktus „sang“ der junge Künstler regelrecht auf seinem Instrument und entführte die gebannt lauschenden Zuhörer in eine ganz andere Welt.
Das Trio Jorja Jung (Klarinette), Florian Jakob (Querflöte) und Clara Plechinger (Klavier) musizierten in beeindruckender Harmonie Werke von Caspar Kummer und Guillaume Connesson. Bei Connessons „Techno Parade“ setzten Jorja Jung lyrische Klarinettentöne, Florian Jakobs zum Teil schrille gestoßene Flötentöne und Clara Plechinger kraftvoll gespielte Akkorde ein. Gerade die rhythmisch–perkussiven Elemente dieses Stückes boten den Zuhörern unerwartete Klangerlebnisse und zeigten, dass die drei jungen Künstler zu einem komplexen Zusammenspiel fähig sind.
In der folgenden Pause konnten sich Zuhörer und Künstler an einem reich gedeckten Kuchenbuffet stärken und bei einer Tasse Kaffee oder Tee kamen viele schnell über das gerade Gehörte ins Gespräch.
Den zweiten Teil des Kaffeekonzertes eröffnete das Trio bestehend aus Ellen Paul (Violine) und Sophie Vallendar (Violine) und Anastasia Kalter (Klavier). Die drei verzauberten das Publikum mit einer anspruchsvollen Sonate von Joseph Haydn aus der Zeit der Wiener Klassik. Dabei waren schwer zu entscheiden, ob man das vor allem im langsamen Satz mit seinen Verzierungen perfekte Zusammenspiel der beiden Violonistinnen oder die überaus musikalische Begleitung der Pianistin mehr bewundern sollte. Auf jeden Fall war es ein Ohrenschmaus, dem Trio lauschen zu dürfen.
Den Abschluss des Konzertes gestalteten die Sängerinnen Tabea Adams (Sopran) und die vorher schon als Pianistin aufgetretene Clara Plechinger (Mezzosopran), die von Florian Wilbert am Klavier begleitet wurden. Das Repertoire des Trios bot dabei eine beachtliche Bandbreite und enthielt neben einem Duett aus Georg Friedrich Händels Oratorium „Susanna“ auch Dimitri Schostakowitschs „Die fürsorgliche Mutter zur Tante“ und die Shakespeare–Vertonung „It was a Lover and his Lass“ von John Rutter. Letzteres interpretierten die drei witzig–frech, dass sowohl der Komponist als auch der Dichter ihre helle Freude daran gehabt hätten.
Das Publikum dankte den jungen Interpreten mit langanhaltendem Applaus und der Zusage, beim bevorstehenden Wettbewerb alle Daumen zu drücken und im kommenden Jahr wieder zu kommen, wenn es heißt: Das Kurfürst–Balduin–Gymnasium lädt ein zum Kaffeekonzert.
Stefan Kliemt

Seite 1 von 2

Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

  • Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld
  • +49 (0) 2605 98 01 0
  • sekretariat@kubagym.de
  • Unser Standort

designed by pixenHAHN ...frisches Webha(h)ndwerk ;-)