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2014

2014 (7)

Mittwoch, 03 Dezember 2014 08:05

KuBa Kultur 2.0 - Backstage im Schulalltag

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kubakultur20141Unter diesem Motto veranstaltete die Jahrgangsstufe 13 des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld Mitte September einen Sonntagnachmittag, an dem sie Verwandten, Freunden, Lehrern und Bekannten zeigte, was alles so in ihr steckt. Mit einem breit gefächerten Programm, von Gesang über Tanz bis zu Politik-Satire, begeisterten die Schülerinnen und Schüler das Publikum.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und so war in der Pause Zeit für gemütliches Beisammensein und angenehme Gespräche bei Kaffee und Kuchen.

 

 

kubakultur20142Einen besonderen Höhepunkt stellte das Männerballett dar, welches extra für diese Veranstaltung eine zum Motto passende Choreographie einstudiert hatte: Halb als Jungen, halb als Mädchen verkleidet demonstrierten sie den Zuschauern das Leben außerhalb der Schule mit Spaß, Party und guter Laune, welche mit Sicherheit nicht zuletzt durch die kurzweilige Moderation auch auf die Gäste übergesprungen ist.
Die Stufe hat sich sehr über das zahlreiche Erscheinen und die großzügigen Spenden zur Abifinanzierung gefreut.

Mittwoch, 03 Dezember 2014 08:03

Mörder mögen’s messerscharf

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u theaterAm Montagabend traten vor dem liebevoll gestalteten Bühnenbild im altehrwürdigen Musiksaal des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums die Untiefen des menschlichen Daseins zutage. Die Unterstu-fen-Theater-AG präsentierte die „geistreiche“ Kriminalkomödie „Mörder mögen’s messerscharf“ von Christian Steinwasser. Trotz des blutrünstigen Titels brachten die jungen Darstellerinnen und Darsteller ihr Publikum im voll besetzten Musiksaal immer wieder zum Lachen. Baron Ansgar von Herrschershausen (Vincent Altmeyer) ist schon seit dem Vortag tot, hinterrücks erstochen und in den See geworfen. Ermordet hat ihn seine geldgierige Gattin Baronin Lukretia von Herrschershau-sen, eine von Elisa Kaiser überzeugend gespielte „Giftspritze“. Geholfen hat Lukretia der Verwalter Dietmar Knör (Marc Spitzley), ihr Liebhaber, was der Geist des sympathischen Barons, der, unsicht-bar für die Lebenden, trotzdem anwesend ist, ungläubig staunend erfährt. Die junge Truppe meis-terte hierbei anspruchsvolle Szenen, in denen sich „nicht anwesende“ Geister von Verstorbenen in den Gesprächsverlauf der lebenden Hausgesellschaft einklinken. Perfekte Morde gibt es praktisch nicht und so sorgen Butler Johann (Sophie Simon) und dessen Cousine, die forsche Kommissarin Else Nehrlich (Megan Mumm) sowie ihr Assistent Hugo Geist (David Landvogt) für die Aufklärung des Mordes nicht nur am Baron, sondern auch an dem Hausmädchen Sophia (Selina Ternes), die schon bald, ebenfalls Geist werdend, dem Baron folgt. Ihnen zur Seite stehen die beiden tütteligen Tanten des Barons (Emely Junker, Antonia Elwig), von denen eine scheinbar enorm schwerhörig ist. Während der Aufklärungsarbeit brachten witzige Inszenierungseinfälle wie beispielsweise eine automatische Telefonansage, gesprochen von Tobias Uth, oder die von Antonia Elwig gut gespielte Tante Honoria das Publikum immer wieder zum Lachen. Schließlich gelingt es den Lebenden und den Toten in einer Séance mit vereinten Kräften Licht ins Dunkel und die Bösen zur Strecke zu brin-gen.

Auch diesmal hatte Beate Falterbaum, die Leiterin der Unterstufen-Theater-AG ein gutes Händ-chen bei der Stückauswahl sowie der Besetzung der Rollen bewiesen. Wortwitz und Spiel im Spiel, Geist Ansgar und später Sophia wussten immer mehr als die lebenden Personen, begeisterten Eltern und Mitschüler. Die Souffleusen (Carolin Janoschek, Lina Ring, Lisa Reimuth, Annika Pelchen) hatten wenig zu tun, erwiesen sich aber bei den wenigen Gedächtnislücken als zuverlässig. Um die Technik kümmerte sich aufmerksam Marvin Heil. Ideenreich und liebevoll im Detail schminkte Doris Zimmer mit ihrem Team aus Lehrerinnen und Schülerinnen die Akteure.
Und so dankte das Publikum den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern der 5. bis 7. Jahrgangsstufe mit lang anhaltendem Applaus für den kurzweiligen und unterhaltsamen Abend.

Mittwoch, 03 Dezember 2014 08:01

Das FranceMobil zu Gast beim Kurfürst-Balduin-Gymnasium

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francemobil„Frankreich, seine Kultur und seine Sprache“ - unter diesem Motto sind die 11 Lektoren des FranceMobil in ganz Deutschland unterwegs. Sie besuchen mit ihrem Renault Kangoo Schulen, um als junge Botschafter mit Geschichten, Musik und Literatur das Interesse der deutschen Schüler für die französische Sprache und Kultur zu wecken. Auf Initiative der jungen Französischlehrerin Wiebke Weißmann machten sie am 9. Juli zum wiederholten Male Station beim Kurfürst-Balduin-Gymnasium in Münstermaifeld. Die 25-jährige Französin Mathilde Caillol begeisterte die Schüler und Schülerinnen von vier Klassen an diesem Tag mit ihren Animationen für la douce France.
Sie präsentierte den Klassen 7a und 6a zunächst Bilder ihres Heimatorts St. Etienne (Nähe Lyon). Anschließend stellten sich die Schüler und Schülerinnen der Klasse 7a vor. Hierzu wurde sie durch ein Würfelspiel zum Mitmachen motiviert. Zu Musik ging der Würfel durch die Reihen und sobald die Musik gestoppt wurde, würfelte der Schüler oder die Schülerin eine Zahl und beantwortete Fragen zu Alter, Anzahl der Geschwister und Hobbys. Daraufhin beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen mit dem aktuellen Musikvideo Papaoutai, indem die sie Bewegungen der dort auftretenden Personen nachahmten und in französischer Sprache benannten.
In der Oberstufe (Klasse 12) hingegen wurde sich dem Thema publicité (Werbung) gewidmet. Die Schüler und Schülerinnen analysierten kurze französische Werbeclips und präsentierten anschließend selbst kleine Werbepräsentationen zu typischen französischen Produkten wie dem Eiffelturm, Volvic, Camembert oder Bordeaux.

Mittwoch, 03 Dezember 2014 07:59

25 Jahre KuBa - Chor

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chor2014 02Frühlingskonzert des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums

Trotz des wenig frühlingshaften Wetters und eines bekannten Sangeswettbewerbs im abendlichen Fernsehprogramm fanden zahlreiche Besucher den Weg in die Münstermaifelder Stadthalle, so dass die Chöre des KuBa-Gymnasiums singend nach einem Gang durch die bis auf den letzten Platz besetzten Reihen ihren Platz auf der Bühne einnehmen konnten.
Bemerkenswert war gleich zu Beginn, mit welcher lockeren Leichtigkeit ein so großer Chor das Madrigal „Now is the month of Maying“ darbot. Spätestens jetzt waren die Wettererscheinungen vor der Halle vergessen und die Zuhörer befanden sich zumindest gefühlt im Frühling.
Die Auswahl des Programms gab dem Chor die Möglichkeit, die ganze Bandbreite seines stimmlichen Könnens zu präsentieren. Da war Mendelssohns „Abschied vom Walde“, das warm und sensibel den Eichendorff´schen Text ausdeutete, Schumanns „Zigeunerleben“, das mit seinen Kontrasten lebendig und farbig gestaltet wurde. Das ungarische „Esti dal“ erzeugte eine fast magische Atmosphäre während der gesummten Klangflächen, das Publikum saß in sichtlich ergriffener Stille. Schließlich beschloss der Klassiker „Over the rainbow“ den ersten Auftritt des Chores.

Großes Lob verdient der Pianist des Abends, Florian Wilbert, der souverän auch schwierigste Begleitungen meisterte. Auch die Begleitband hat eine Erwähnung verdient. Neben Florian Wilbert spielten Steffen Hammer, Lukas Martini, Johanna Adams, Monika Bauer, Stephan Naunheim und Lukas Bierbrauer.
Zum Erhalt der Frühlingsstimmung trug auch die erste Darbietung des Unterstufenchores bei, der die Zuhörer mit „Nun will der Lenz uns grüßen“ empfing. Die Kinder sangen sauber mit viel Energie und besonders bei „Vois sur ton chemin“ überaus anrührend. Anschließend entführten sie, instrumental begleitet von Steffen Hammer am Xylophon und Stephan Naunheim an der Trommel, das Publikum mit „The lion sleeps tonight“ und „Shosholoza“ nach Afrika. Vor der Pause dann noch das eindringlich gesungene „We are the world“, das den ersten Teil des Konzertes eindrucksvoll beendete.
Nach der Pause begeisterten zwei Chormitglieder das Publikum mit ihren Solo-Vorträgen. Alexander Muckermann und Philipp Rhein zeigten, dass sie über professionell ausgebildete Stimmen verfügten. Hierbei zeigte sich der engagierte Chorleiter Ulrich Bauer auch als sensibler Klavierbegleiter.
Im zweiten Teil bestimmten Rock- und Jazzsongs das Programm. Zunächst begaben sich die Kinder des Unterstufenchores auf einen Ausflug in die aktuellen Charts. Nachdem sie mit Tim Bendzko „Nur noch kurz die Welt retten“, besangen sie mit den Toten Hosen „Tage wie dieser“, um nach den Capital Cities „Safe and sound“ in der One Republic mit „Counting stars“ ihren Auftritt zu beenden.
Das rhythmisch vertrackte „Spain“ mit einem hervorragenden Flötensolo von Johanna Adams wurde im zweiten Auftritt des KuBa-Chores ebenso souverän dargeboten wie das ruhige, sensible „You´ve got a friend“. Zum Abschluss des Konzertes sang der KuBa-Chor den komplexen A-capella Chorsatz zu „Good Vibrations“. Intonationssicher bewegte sich der Chor durch viele Tonartwechsel und steigerte sich hin zum atemberaubenden Schluss.
Das Publikum dankte den Musikern und ihrem Dirigenten Ulrich Bauer schließlich mit viel Beifall. Mit diesem gelungenen Auftritt müsste sich der Frühling doch auch wettermäßig locken lassen!

Mittwoch, 03 Dezember 2014 07:57

KuBa-Chor feiert sein 25-jähriges Bestehen

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Am Samstag, dem 10. Mai, präsentieren die Chöre des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in der Stadthalle Münstermaifeld ihr traditionelles Frühlingskonzert. In diesem chor2014Konzert feiert der KuBa-Chor (Oberstufenchor) sein 25jähriges Bestehen. Das Jubiläumskonzert beginnt um 19.30 Uhr (Einlass um 19 Uhr).

Die Besucher dürfen sich wieder auf ein anspruchsvolles, aber auch sehr vielfältiges und unterhaltsames Programm freuen. Der KuBa-Chor eröffnet das Programm mit berühmten Chorliedern aus Deutschland, England und Ungarn. Danach singt der Unterstufenchor einige schon legendäre Lieder aus verschiedenen Ländern (in den Originalsprachen), aber auch ein paar aktuelle Hits.

Im zweiten Teil des Konzerts bietet der KuBa-Chor einige Highlights aus Pop und Jazz. Einige Lieder werden a cappella vorgetragen, die anderen Lieder werden begleitet von Florian Wilbert (Klavier), Johanna Adams (Querflöte), Alicia Geibel (Gitarre), Lukas Bierbrauer (Bassgitarre) und Stefan Naunheim (Schlagzeug).

Der KuBa-Chor , in dem nicht nur Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 – 13, sondern auch Ehemalige, Lehrer und Väter mitsingen, wurde im Jahr 1988 von seinem Leiter Ulrich Bauer gegründet. Der Chor hat in den 25 Jahren seines Bestehens allein in Münstermaifeld (im Gymnasium, in der Stadthalle und in der Kirche) über 50 Konzerte gegeben. In der Kirche erklangen wiederholt auch große klassische Werke mit Orchester. Der Chor unternahm Konzertreisen nach Ungarn, Schottland und Frankreich, war in einer Radio-Sendung von SWR 2 zu hören, wurde im Fernsehen (Landesschau) porträtiert und vertrat das Land Rheinland-Pfalz bei der Bundesbegegnung „Schulen musizieren“. Am 10. Oktober möchte der Chor in der Stiftskirche einen weiteren Höhepunkt bieten: die Aufführung des berühmten Oratoriums „Messiah“ (Der Messias) von Händel, ein Werk, an das sich nur ganz selten ein Schulchor heranwagt.

Mittwoch, 03 Dezember 2014 07:53

Krimigenuss vom Feinsten – Agatha Christie at her best!

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theater2014Die Theater-AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld hatte am vergangenen Wochenende wieder zur alljährlichen Aufführung in die Stadthalle geladen. Und auch in diesem Jahr verhieß die Wahl des Stückes einen anspruchsvollen und spannenden Theaterabend in guter britischer Krimitradition: Agatha Christies Kriminalstück „Zeugin der Anklage“ wurde gegeben. Doch wer nun glaubte, verleitet duch die legendäre Verfilmung Billy Wilders mit Marlene Dietrich in der Rolle der Mrs. Vole aus dem Jahr 1957, eine Schul-Theater-Gruppe könnte diesem schwierigen Sujet nicht gerecht werden, irrte gewaltig!
Schon beim Betreten der Stadthalle wurde deutlich, dass die Zuschauer sich auf eine Zeitreise in ein britisches Gefängnis der 50er Jahre begeben würden. Doch zunächst beginnt die Handlung im Anwaltsbüro von Lady Sophia Robarts (Johanna Adams) und Georgia Mayhew (Sarah Lentes), die sich - unterstützt durch ihre Mitarbeiter Carter (Ramón Röser) und Greta (Amelie Glück) – einen Ruf als erfolgreiche Strafverteidiger erarbeitet haben. Als Klient tritt ein sympathischer, aber mittelloser junger Mann auf: Leonard Vole (Pascal Grupe), der verdächtigt wird, eine ältere Dame aus Habgier ermordet zu haben, jedoch seine Unschuld hartnäckig beteuert. Die beiden Anwältinnen sind von der Richtigkeit seiner Angaben überzeugt und übernehmen das Mandat. Schon hier zeigt sich, dass die Regisseure Christina Miquel, Maren Unstedde und Stefan Kliemt eine äußerst glückliche Wahl bei der Besetzung der Rollen getroffen haben: Johanna Adams überzeugte als kluge und wortgewandte Anwältin und Pascal Gruppe verkörperte den sympathischen Vole, der anscheinend unschuldig in die Mühlen der Justiz gerät, authentisch und mitreißend.
Mit dem Auftritt von Voles Ehefrau (hervorragend: Anne Steiner als eiskalte, undurchsichtige Lady) wird der Fall jedoch kompliziert: Sie bestätigt das Alibi – die einzige Entlastungsmöglichkeit für ihren Mann - nur widerwillig.Vor Gericht gilt es, den Richter (mit komödiantischem Talent verkörpert durch Maximilian Dahmen) sowie die Geschworenen zu überzeugen, und so muss Lady Sophia gegen den Staatsanwalt Myers (Kevin Papierok als siegessicherer Jurist) die Beweisführung für sich entscheiden. Sowohl die Aussagen der Gerichtsmedizinerin (Alina Gilles), der Laborantin (Lara Böddener) als auch die der Haushälterin des Opfers (Paula Mertes) scheinen den Mordverdacht zu erhärten. Mrs. Vole überrascht dann vor Gericht alle Anwesenden, als sie ihre Aussage wirderruft und das Alibi für ihren Mann damit zunichte macht. Der Fall scheint aussichtslos für Vole und es scheint nichts zu geben, das ihn entlasten könnte. Doch unerwartet werden Voles Verteidigerinnen Briefe zugespielt, die dem Fall eine Wendung geben: Mrs. Vole gibt darin zu, das Alibi für ihren Mann nur deshalb zu widerrufen, weil sie diesen – somit zum Mörder verurteilt – loswerden möchte. Vor Gericht damit konfrontiert, gibt Mrs. Vole zu, einen Trick angewendet zu haben, um ihre Aussage glaubwürdiger zu machen. Nachdem der kriminalistisch ständig geforderte Zuschauer nun die Theorie verfolgt, die Eheleute hätten gemeinsame Sache gemacht, wendet sich das Blatt erneut und Ruby Scott (Rebecca Schmidt), Voles Geliebte, tritt auf – Voles hübscher Beweggrund, sich mit dem Mord finanziell einen Neustart zu ermöglichen.
Doch es blieb keine Zeit zum Verschnaufen: Den fulminanten Schlusspunkt des Abends setzt Mrs. Vole durch den Mord an Leonard Vole.

Gerade in den langen Szenen der Gerichtsverhandlung wurde den jungen Schauspielern viel Textsicherheit, aber auch viel schauspielerisches Können abverlangt, denn die von Agatha Christie gelegten „falschen Fährten“ mussten charakterlich glaubhaft vermittelt werden – und das gelang auf exzellente Weise.
Man darf der Truppe und ihren Regisseuren zu einer äußerst gelungenen Aufführung gratulieren – noch verstärkt durch ein mit viel Liebe zum Detail gestaltetes Bühnenbild. Nicht zuletzt haben auch die Maske unter der bewährten Federführung von DorisZimmer und die Technik unter der Leitung von Dr. Jörg Kreutz zum Gelingen des Abends beigetragen.
Beate Falterbaum.

Montag, 27 Oktober 2014 11:31

Händels "Messiah" zum Chorjubiläum

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messiasHändels Messias begeisterte und berührte die Zuhörer
Fulminante Leistung des KuBa-Chores

Zu einem ziemlich seltenen Konzertereignis hatte der Schulchor des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in die Stiftskirche in Münstermaifeld eingeladen. Die Sängerinnen und Sänger wagten zur Feier des 25jährigen Bestehens des Chores eine Aufführung eines der berühm-testen großen geistlichen Chorwerke, Händels Oratorium „Messiah“ (Der Messias). Mit dieser Aufführung erreichte ein ganz besonderes Doppelprojekt seinen Höhepunkt, das den KuBa-Chor seit September 2013 in Anspruch genommen hatte. Nach dem überzeugenden Jubiläumskonzert im Mai 2014 meisterte der von Ulrich Bauer geleitete KuBa-Chor auch die-se besondere Herausforderung überzeugend und die Zuhörer waren nicht nur begeistert, son-dern auch zutiefst berührt.     
Dabei bot die Aufführung ein besonderes Novum in der Geschichte des Chores. Ein profes-sionelles Ensemble mit historischen Instrumenten, die „Cappella musica sacra“, spielte den Orchesterpart. Ihre Professionalität und Spielfreude bildete eine sichere Basis für Solisten und Chor. Zwei ehemalige Schüler des KuBa-Gymnasiums, die Profi-Trompeter Daniel Ackermann und Ralf-Werner Kopp, spielten souverän auf ventillosen Naturtrompeten und setzten der Aufführung besondere Glanzlichter auf.
Stimmliche Genüsse boten die vier hervorragenden Gesangssolisten. Die junge Sopranistin Julie Grutzka beeindruckte mit ihrer klaren, strahlenden Stimme. Innig und ausdrucksvoll in den ruhigen Stücken bewältigte sie mit scheinbar müheloser Leichtigkeit die Schwierigkeiten der virtuosen Koloraturarie „Rejoice greatly“ und erwies sich als ideale Besetzung für die umfangreiche Sopranpartie. Die ebenfalls noch sehr junge Altistin Dominique Unger Lafour-cade sang ihren Part samtweich und klangschön. Stefan Kliemt, Lehrer am KuBa-Gymnasium und im Nebenberuf Tenorsänger von absolut professionellem Niveau, interpre-tierte seinen Solopart ganz besonders eindrucksvoll. Seine souveräne Gesangstechnik und die Tiefe des emotionalen Ausdrucks vermittelten den Text sehr plastisch. Nicht zuletzt be-reicherte er den Solopart stellenweise durch eigene Verzierungen, ganz im Sinne der baro-cken Aufführungspraxis. Der junge Bariton Thomas Schütz, schon international als Sänger erfolgreich, übernahm die Basspartie, die er trotz Krankheit sehr imponierend gestaltete. Warm und sonor in den ruhigen Arien, furios und äußerst virtuos in der schnellen Arie „Why do the nations so furiously rage together“ und schließlich kraftvoll und majestätisch in der Arie „The trumpet shall sound“ mit einem souveränen Trompetensolo von Daniel Ackermann hielt und ergänzte er das hohe Niveau.
Der KuBa-Chor hatte 18 Chorsätze von hohem Schwierigkeitsgrad zu singen und meisterte diese Aufgabe über die gesamte Aufführungsdauer von über 2 Stunden mit voller Konzentra-tion, spürbarer Begeisterung und einem hohen Maß an Spannung. Dabei bestach der klare und frische Klang der überwiegend jugendlichen Singstimmen. Insbesondere die Strahlkraft der Sopranstimmen war bemerkenswert. Trotz der großen Zahl von über 70 Sängerinnen und Sängern erwies sich der Chor als sehr transparent beweglich, akzentuiert und gut artikuliert. Die schwierigen Koloraturen der schnellen Sätze wurden erstaunlich gut bewältigt.
Der engagierte Ausdruck aller Emotionen von tiefstem Schmerz bis zu triumphaler Freude übertrug sich auf die Zuhörer. Schließlich wurden das berühmte Halleluja und der große Schlusschor zu überwältigenden Höhepunkten. Mit stehenden Ovationen drückte das be-geisterte Publikum seinen Dank aus.

Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

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