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Sonntag, 05 November 2017 15:19

Packender Liederabend mit Stefan Kliemt

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LiederabendPresseLiederabende, in denen ein Sänger und ein Pianist Kunstlieder vortragen, spielen im heutigen Musikleben eine eher marginale Rolle. Dabei gehört die Gattung des Kunstliedes mit seiner Verbindung von Lyrik und Musik zu den anspruchsvollsten Musikgattungen überhaupt; es ist eine Kunstform für echte Gourmets, die das vollkommene Zusammenspiel von Dichtkunst, meisterhafter Komposition, Gesangskunst und pianistischer Virtuosität zu schätzen wissen.
Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld ist in der glücklichen Lage, mit Stefan Kliemt einen Lehrer zu haben, der nicht "nur" Latein, Geschichte und Katholische Religion unterrichtet und als Regisseur die Theater-AG betreut, sondern auch regelmäßig im Konzertleben der Schule als Tenorsänger von professionellem Rang zu hören ist.
Unter dem Motto "Schillernder Schubert" gab er nun im Rahmen der Reihe KuBa-Forum im gut gefüllten Alten Musiksaal des Gymnasiums einen packenden Liederabend mit bekannten Balladen von Schiller, vertont von Franz Schubert. Mancher Besucher wird sich beim Blick ins Programm wohl zunächst gewundert haben, dass dort nur vier Titel verzeichnet waren. Aber eine Ballade ist eben weit mehr als nur ein Lied. Jede dieser Balladen ist eigentlich ein kleines Drama, in dem der Sänger nicht nur den Erzähler, sondern auch alle Rollen verkörpern muss, und der Pianist muss dazu wie ein ganzes Orchester eine spannende "Filmmusik" liefern, und beide Personen müssen in inniger Symbiose alle Wechselbäder der Gefühle und den übergreifenden großen Spannungsbogen vermitteln.
Diese schwierige Aufgabe bewältigten Stefan Kliemt und der Pianist Karsten Huschke auf bewundernswerte Weise. Neben den beiden kürzeren, aber nicht weniger anspruchsvollen Balladen "Ritter Toggenburg" (Text: Schiller) und "Der Zwerg" (Text: M. von Collin) gerieten vor allem die beiden großen, berühmten Schiller-Balladen "Der Taucher" und "Die Bürgschaft" zu atemberaubenden Höhepunkten des Abends. Dass im Programm die Texte nicht abgedruckt waren, schien zuerst ein Manko zu sein, doch aufgrund der klaren, plastischen und ausdrucksstarken Diktion von Stefan Kliemt konnten sicherlich auch die Zuhörer gut folgen, die mit den Texten nicht oder nur wenig vertraut sind. Vor allem aber war es die ungemein facettenreiche gesangliche Interpretation der unterschiedlichsten Stimmungen, die den Zuhörern unter die Haut ging. Bei aller Subtilität der Gestaltung standen dem Sänger aber auch jederzeit die nötigen Kraftreserven zur Verfügung, um die Spannungsbögen und die dramatischen Höhepunkte ohne Abstriche auszusingen.
Was könnte aber ein Sänger ohne einen exzellenten Pianisten an seiner Seite ausrichten? Karsten Huschke, Studienleiter und Kapellmeister am Theater Koblenz, bewältigte nicht nur die immensen technischen Anforderungen der Klavierparts absolut souverän, sondern zeigte auch ein kongeniales Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, jede Phrase in vollkommenem Einklang mit dem Sänger zu gestalten. Hier war nicht nur ein virtuoser Tastenkünstler am Werk, sondern vor allem ein Mann des Theaters, der dem Flügel geradezu orchestrale Klangfarben entlockte und gemeinsam mit Stefan Kliemt das ganze dramatische Potential der Balladen zum Leben erweckte.
Für den großen Applaus des begeisterten Publikums bedankten sich die beiden Künstler mit dem Schubert-Lied "An die Leier". Ganz herzlich dankte Stefan Kliemt auch seinem Klavierpartner Karsten Huschke, von dem er sich "wie auf Flügeln getragen" fühlte, und bei seiner Gesangslehrerin Cynthia Grose, der er nach eigenem Bekunden all das zu verdanken hat, was er als Sänger erreicht hat.

Sonntag, 05 November 2017 15:04

Wir haben gewählt!

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Juniorwahl17Am Mittwoch, den 20.09.2017 waren die Schüler und Schülerinnen der 9.-13. Jahrgangsstufen aufgerufen, "ihren" Bundestag zu wählen. 72,12% folgten dem Aufruf und gaben ihre Stimme ab.
Hier ist unser Ergebnis.

Sonntag, 05 November 2017 14:57

Inspiration für japanische Studenten

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JapanerHomepageDas Kurfürst-Balduin-Gymnasium hatte am 28. und 29. August Besuch aus dem fernen Japan. Sechs Studenten der Doshisha-Universität in Kyoto nahmen zusammen mit Professor Dr. Tazuke und zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern an einer Exkursion nach Deutschland teil.
Ziel war es, die deutsche Kultur kennenzulernen um die interkulturelle Kompetenz der Japaner zu stärken. Im Rahmen ihrer zweiwöchigen Reise, bei der die Japaner mehrere Orte und historische Stätten in Deutschland besuchten, machten sie auch Halt auf dem Maifeld, wo sie am Kurfürst-Balduin-Gymnasium im Unterricht hospitierten und einen Einblick ins deutsche Schulsystem bekamen.
Beeindruckt zeigten sie sich vom freien Geist, der an dem deutschen Gymnasium herrscht sowie dem interaktiven Charakter des Unterrichtes. „Im japanischen Mathematikunterricht sind wir es gewohnt, dass der Lehrer mathematische Sätze und Rechenbeispiele an die Tafel schreibt, die von den Schülern nachvollzogen werden. In Deutschland hingegen werden Regeln von den Schülern selbst erarbeitet, wobei der Lehrer sie unterstützt. Außerdem finden intensive Diskussionen über alternative Rechenwege statt, was ich von Japan so gar nicht kenne“, fasste ein Student seine Eindrücke zusammen.
Dass auch im Sport – anstatt des japanischen Drills – die Bewegungserfahrung der Schüler im Mittelpunkt steht, konnten die Japaner selbst erfahren, als sie eine sechste Klasse beim Ruderwandertag nach Treis-Karden begleiteten. So durfte jeder im Ruderboot an einer Schnuppereinheit teilnehmen und sich unter der Anleitung deutscher Übungsleiter die Grundlagen des Rudersportes aneignen.
Dass viele Eindrücke und Anregungen gewonnen werden konnten, steht für Professor Tazuke fest: „Meine Studenten haben gesagt, dass sie in Japan besser unterrichten können, wenn sie es schaffen, Schüler in den Erkenntnisprozess mit einzubeziehen, wie es in Deutschland der Fall ist.“  Auch möchte der Professor nächstes Jahr mit einer neuen Gruppe Studenten wiederkommen, da ihn die Arbeit der Schüler und Lehrer am Kuba sehr beeindruckt hat.

Sonntag, 05 November 2017 14:47

Michael Saß in den Ruhestand verabschiedet

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VerabschiedungSaßAm letzten Schultag des vergangenen Schuljahres verabschiedete das Kollegium des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums im Rahmen einer Feierstunde Oberstudienrat Michael Saß nach 27 Jahren Tätigkeit an der Münstermaifelder Schule in den verdienten Ruhestand.
Michael Saß studierte nach seinem Abitur in Bremerhaven im Jahr 1973 von 1974 bis 1982 Germanistik an der Universität Münster und Kunst am Institut für Kunsterzieher der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf in Münster. Er hat seine Jugend und das Studentenleben genossen – eine Zeit der gesellschaftlichen und individuellen Öffnung und Befreiung. Es folgten das Referendariat in Hamburg, verschiedene Unterrichtstätigkeiten an Schulen in Norddeutschland sowie eine Tätigkeit als freier Mitarbeiter der Kunsthalle Bielefeld, bevor Michael Saß schließlich im August 1990 als Studienrat den Unterricht in seinen beiden Fächern Kunst und Deutsch am Kurfürst-Balduin-Gymnasium aufnahm. Auch auf dem Maifeld bewahrte er seine große Affinität zum Meer, zu Küsten- und Strandlandschaften, wie sich in seinen Gemälden immer wieder zeigte. Im Mai 2000 wurde er zum Oberstudienrat befördert, im Dezember 2010 feierte er sein 25jähriges Dienstjubiläum.
Michael Saß zeigte sich stets aufgeschlossen für neue pädagogische Erkenntnisse und Methoden, insbesondere für solche, die den Menschen selbst und nicht dessen Effizienzoptimierung in den Mittelpunkt stellen. In Kreativität und Freiheit sah er immer ein Begriffspaar, wovon das eine nicht ohne das andere existieren kann, und verstand unter Freiheit geistige Unabhängigkeit und nicht die Möglichkeit, unternehmerisch beziehungsweise finanziell nach Gutdünken schalten und walten zu können. In diesem Sinne hat er die ihm anvertrauten Schülerinnen und Schüler immer ermutigt und bestärkt, ihren Weg zu finden. Damit bleibt sein stärkstes Wirken eines, das nicht unmittelbar besichtigt und vorgezeigt werden kann, sondern eines, das sich mittel- und langfristig in den Köpfen und Herzen seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler entwickelt und entfaltet.
Privat war er eine Zeitlang Schlossherr. Ein paar Jahre bewohnte er das verwunschene und traumhafte Haus Monrepos in Leutesdorf. Zurückgekehrt in die Region seiner Studienzeit in Münster, steht ihm nun als Alterssitz ein geräumiges Haus zur Verfügung, das Platz für seine große Sammlung nie gezeigter Werke, aber auch ausreichend Raum für seine kreative Schaffenskraft bietet.
Die Schulgemeinschaft des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums dankt Michael Saß für die jahrzehntelang geleistete, wertvolle Arbeit, bei der er sich immer als freundlicher, auch durchaus kritischer, aber stets ausgleichend nachdenklicher Kollege gezeigt hat und wünscht ihm für die nun kommende unterrichtsfreie Lebensphase Glück, Zufriedenheit und insbesondere Gesundheit sowie die Zeit, unter anderem seine weniger bekannte musikalische Ader auszuleben. Als großer Jazzfan besitzt er nämlich ein wunderbares Vibraphon, welches er seit Jahrzehnten aufgrund familiärer und beruflicher Pflichten praktisch nicht mehr angerührt hat.

Sonntag, 05 November 2017 14:36

Schule schafft Zukunft

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WasserstoffbusHomepage"MINT-EC-Schule schafft Wasserstoffelektromobilität", so heißt der Beitrag des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums zum MINT-EC-Schulwettbewerb der Dr. Hans-Riegel Stiftung (Haribo-Stiftung) „Schule schafft Zukunft“.
Die Thematik entstammt dem fachübergreifenden und fächerverbindenden Projekt der 11. Jahrgangstufe, in dem die Entwicklung der Solar-Wasserstoff-Energieversorgung als eine realistische Alternative zur herkömmlichen Energiewirtschaft seit 1998 einen thematischen Schwerpunkt bildet.
Am Ende des vergangenen Schuljahres gingen die Schülerinnen und Schüler aus der Sicht verschiedener Fächer der Fragestellung nach, ob wir aus Sonnenenergie so viel Wasserstoff produzieren können, dass eine Wasserstoffmobilität möglich ist. Nach kritischer Betrachtung der Ergebnisse der letzten Schuljahre bestätigten die Schüler, dass leicht das Mehrfache des Bedarfs an Wasserstoff erzeugt werden kann. Eine Realisierung der Wasserstoffmobilität erlebten die Schülerinnen und Schüler als Highlight beim  Besuch des Wasserstoffelektromobilitätszentrums HyCologne in Köln-Hürth. Schülern wie Lehrern stand ein Wasserstoffelektroauto für Testfahrten zur Verfügung. Eine weitere Testfahrt unternahm die gesamte Gruppe mit dem Wasserstoffelektrobus, der in weniger als fünf Minuten mit Wasserstoff voll betankt werden kann.

Sonntag, 05 November 2017 14:23

Fachübergreifendes und fächerverbindendes Projekt

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Projekt1117HomepageAm Schuljahresende haben die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums im Rahmen eines Projektes, das zum 20. Mal seit 1998 stattfand, eine Woche lang fachübergreifende und fächerverbindende Fragestellungen bearbeitet.
Inhaltlich beschäftigten die Schülerinnen und Schüler sich mit den beiden Themen „Glücksorte: Zukunft der Stadt Essen“ und „KuBaGym -  MINT-EC-Schule schafft Wasserstoffelektromobilität“. In einem Zeitraum von sechs Wochen und in der eigentlichen Projektwoche vom 21. bis 28. Juni bearbeiteten sie aus der Perspektive eines selbst gewählten Faches eine der beiden fachübergreifenden Fragestellungen mit dem Ziel, im Austausch und in der Zusammenarbeit der einzelnen Fächer letztlich fachübergreifende Antworten zu finden.   
Die Schülerinnen und Schüler, die sich mit der Stadt Essen beschäftigten, informierten sich zunächst im Rahmen einer dreitägigen Exkursion vor Ort. In Essen gingen sie u.a. den Fragestellungen nach, welche Auswirkungen der Strukturwandel der Industrie auf das Ruhrgebiet hatte, inwieweit die Folgen noch zu spüren sind und ob Essen für die Zukunft gerüstet ist. Zurück in der Schule wurden die vielfältigen Eindrücke und Ergebnisse der verschiedenen Fächer ausgetauscht und in einer Präsentation zusammengefasst.
Im Rahmen des Themas „KuBaGym -  MINT-EC-Schule schafft Wasserstoffelektromobilität“ beantworteten die Schülerinnen und Schüler aus der Sicht verschiedener Fächer, ob wir aus Sonnenenergie so viel Wasserstoff produzieren können, dass eine Wasserstoffmobilität möglich ist. Zuletzt widmeten sie sich der ökonomischen und technischen Umsetzung. Ein Highlight dabei war der Besuch des Wasserstoffelektromobilitätszentrums HyCologne in Köln-Hürth. Schülern wie Lehrern stand ein Wasserstoffelektroauto für Testfahrten zur Verfügung. Eine weitere Testfahrt unternahm die gesamte Gruppe mit dem Wasserstoffelektrobus, der innerhalb von fünf Minuten mit Wasserstoff voll betankt werden kann.
Alle 70 Schülerinnen und Schüler widmeten sich hochmotiviert außerhalb von Notengebung mit 10 Lehrerinnen und Lehrern aktuellen fachübergreifenden Fragestellungen, die sie in einer methodisch überzeugenden Präsentation vor großem Publikum beantworteten.

Sonntag, 05 November 2017 13:29

Tolle Leistungen im Känguru-Wettbewerb 2017

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Känguru2017HomepageZum 18. Mal nahmen in diesem Jahr ca. 160 mathematisch interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler des KuBa-Gymnasiums, dem erfolgreichsten MINT-Excellence Center in Rheinland-Pfalz, am Känguru-Wettbewerb der Mathematik teil.
Wieder waren in verschiedenen Altersklassen 30 Aufgaben in 75 Minuten zu bewältigen. Der besondere Reiz dabei liegt im Multiple-Choice-Verfahren, da das Raten mit Punktabzug bestraft wird. Als Hilfsmittel waren wieder nur Papier und Bleistift zugelassen.
Alle Teilnehmer erhielten neben einer Urkunde ein kleines Knobelspiel zur Erinnerung, wieder etwas, das zum weiteren Fragen anregt. Besonders auszeichnen konnten sich in diesem Jahr Jakob Veit (5d) und Dennis Koss (9d), die jeweils in ihrer Altersstufe einen ersten Preis gewannen. Im Hinblick auf die Gesamtteilnehmerzahl von mehr als 900.000 Schülern und Schülerinnen bundesweit ist das eine herausragende Leistung!
Zu einem sehr guten 2. Preis ist Gavin Noetzel (5d), Jannik Scheunert (6d), Jana Emmerich (6a) und Hannah Seul (9a) zu gratulieren. Dritte Preise erreichten Felicitas Welter und Merle Bahr (5d) sowie Lorenz Schleiter (10b).
Wettbewerbsleiterin Simone Knapstein-Krieger überreichte die spannenden Sachpreise und  gratulierte zu den sehr guten Ergebnissen, zeigen sie doch, dass eine große Anzahl der Schülerinnen und Schüler des Kurfürst-Balduin-Gymnasium Spaß an Mathematik haben.

VerabschiedungChefinHomepage„An dieser Schule ist vieles anders,“ so bereits vor ein paar Jahren die Feststellung des Landrates Dr. Alexander Saftig im Rahmen einer Veranstaltung am Kurfürst-Balduin-Gymnasium. „Und zwar im guten Sinn anders. “
Als nun die langjährige Schulleiterin Madeleine Dazert-Balthasar verabschiedet wurde, bewahrheiteten sich die Worte des Landrats in jeder Hinsicht. Die Befürchtung der Anwesenden, an einem heißen Nachmittag einer Aneinanderreihung wohlgemeinter, wohlgesetzter und in jedem Sinn erschöpfender Lobes- und Dankesworte beizuwohnen, war nämlich im Vorfeld ernstgenommen worden. Man hatte anders geplant: entspannte Gesprächsrunden aus Vertretern von Verwaltung, Schulgemeinschaft und Gremien.
Einen wohltuenden Ton höflicher Offenheit gab dabei in seiner kurzen Eröffnungsrede der Erste Stellvertretende Schulleiter Ralf Thielen vor, der sagte, die Direktorin und er hätten sich bei seinem Amtsantritt gegenseitig versichert, vorher nicht geglaubt zu haben, einmal so eng zusammenarbeiten zu können – aber genau aus dieser offenen Begegnung sei eine ausgesprochen enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit erwachsen.
Mit Skepsis umzugehen war Madeleine Dazert-Balthasar gewohnt. Als sie Ende 1999 ihre Schulleiterstelle in Münstermaifeld antrat, befürchteten viele aus der Schulgemeinschaft,  in der von der damals noch Bezirksregierung kommenden neuen Chefin eine karriereorientierte, schulferne Theoretikerin zu bekommen. Bald aber zeigte sich einerseits ihr rückhaltloser Einsatz für die personelle wie materielle Ausstattung „ihrer Schule“ – ein Einsatz, bei dem sich die exzellente Vertrautheit der ehemaligen Schulrätin mit den (Denk-)Wegen der (Schul-)Verwaltung als ebenso nützlich erwies wie ihre Überzeugungskraft und enorme Beharrlichkeit im Bohren dicker Bretter. Als vorbildliche Beamtin nahm sie sowohl die Loyalität gegenüber ihren Vorgesetzten ernst als auch die Pflicht, diese kritisch auf eventuelle Negativfolgen von Verwaltungsmaßnahmen frühzeitig hinzuweisen. Die Schulsekretärin Stefanie Velten erinnerte daran, dass „die Chefin“ nicht nur ihrem Sekretariat die Devise ausgab „Wenn hier ein Kind mit einem Problem steht, bleibt alles andere erstmal liegen“, sondern in solchen Fällen auch selbst wie eine Mutter dachte und handelte.
Kein Wunder, dass die Direktorin, die in die Planung der Feier bewusst nicht eingeweiht worden war und wie ein Kind vor der weihnachtlichen Bescherung den Ort der Feierlichkeit bis zu allerletzt nicht hatte betreten dürfen, nun bei fast allen Beteiligten in Erinnerung bleiben wird als eine Löwin, die jederzeit zäh kämpfte, für ihr KuBa-Gym und ebenso engagiert für die Schulart Gymnasium. Dass dies keine leeren Phrasen waren, wussten alle, die sie auch in ihren letzten Amtstagen noch mit absolutem Volldampf in Aktion erlebten – um künftige Ausstattung und personelle Voraussetzungen streitend, auch wenn sie in deren Genuss aktiv gar nicht mehr kommen wird. Dass jemand mit einem solch hohen Anspruch an sich und andere auch nerven kann, schimmerte in mancher Äußerung dezent durch. In typischer Manier hatte Madeleine Dazert-Balthasar sich allerdings für ihre Verabschiedung – ganz egal, was sonst geplant war – „wie immer“ das letzte Wort vorbehalten. Nach den anregenden wie auch bisweilen unterhaltsamen Gesprächsrunden, dem liebe- und humorvoll gemachten Video der Schülerschaft, einer ebensolchen (und rasanten) Diashow aus 17 Jahren ihrer Schulleitertätigkeit („Geschichte einer Leidenschaft“) und nach kurzweiligen Musikbeiträgen von Schulchor und Kollegen (durch die sich musikalisch und textlich das Thema „I did it my way“ zog), trat die Gefeierte selbst ans Mikrophon. In einer ausführlichen Abschiedsrede („Um es kürzer zu machen, fehlte mir die Zeit.“) bedankte sie sich nicht nur für die intensive Zeit am Kurfürst-Balduin-Gymnasium, sondern bestätigte ausdrücklich noch einmal ihre konstante Weigerung, die in Verwaltung und Ministerium ersonnene Mathematik für die Zuteilung von Lehrerstellen, Material und Ausstattung als realistisch, pädagogisch sinnvoll und unabänderlich zu akzeptieren. Dass man sie sich im Ruhestand überhaupt nicht vorstellen könne, kommentierte sie mit einem berühmten Spruch von Beatle John Lennon: „Leben ist das, was einfach passiert, während man eifrig andere Pläne macht.“ Auch dieses Zitat zeigte, wie anders am Kurfürst-Balduin-Gymnasium eine verdiente Leiterin verabschiedet wurde – würdevoll, kritisch, gelassen und mit Humor zugleich.

Sonntag, 05 November 2017 13:14

FranceMobil zu Gast beim KuBa

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FranceMobilPresse„Frankreich, seine Kultur und seine Sprache“ - unter diesem Motto sind die 12 Lektoren des FranceMobil in ganz Deutschland unterwegs. Sie besuchen mit ihrem Renault Kangoo Schulen, um als junge Botschafter mit Geschichten, Musik und Literatur das Interesse der deutschen Schüler für die französische Sprache und Kultur zu wecken.
Auch in diesem Jahr besuchte ein FranceMobil-Lektor, Thomas Colin, unsere Schule: „Bonjour. Je m’appelle Thomas.“ Als Botschafter der französischen Sprache konnte er spielerisch mehrere Klassen mit einem sehr abwechslungsreichen und dem Alter der Schüler entsprechenden Programm begeistern.
Die Schülerinnen der 8a konnten zuerst ihre Nachbarn vorstellen, bevor sie „Comment ça va?“ spielten. Hier mussten sie, je nach Antwort, aufstehen und die Plätze tauschen. Diese „Reise nach Jerusalem à la française“ machte ihnen trotz Hitze viel Spaß. Sie zögerten nicht für das nächste Spiel „la course aux mots“ – das Rennen nach Wörtern –, so schnell wie möglich und für das ganze Alphabet, Wörter mit den passenden Anfangsbuchstaben an die Tafel zu schreiben. Aber Wörter, die in beiden Mannschaften gleich waren, galten nicht! Manche Buchstaben waren schwierig, dennoch mit Thomas‘ Hilfe – immer nur in französischer Sprache – konnte jede Mannschaft das Ziel erreichen.
Der Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 sollte die Frage beantworten: wie sehe ich meine Zukunft nach dem Abitur? Thomas erklärte, wie viele Möglichkeiten es gibt, in einem französischsprachigen Land ein Jahr zu verbringen. Dann wurde das Hörverständnis auf die Probe gestellt: Wer hört am schnellsten die in französischen Liedern versteckten Wörter, die abgebildet sind? Thomas gab den Schülerinnen Tipps, wie sie mit Hilfe der Medien ihre Sprachkenntnisse auch erweitern können.
Die Klasse 6b musste – wie beim Galgenspiel – den Namen der FranceMobil-Puppe finden: François! Die Schüler übten dabei – mit Thomas Hilfe – die Aussprache der Buchstaben. Dann erfuhren die Kinder, dass Rheinland-Pfalz Partnerland des Burgund ist. Sie schauten einen Film über dessen Hauptstadt Dijon mit dem Auftrag, auf Deutsch zu erzählen, was sie gesehen hatten. Sie konnten einige neue Wörter wie Markt, Kirche, Altstadt oder Brunnen auf Französisch lernen und trainierten mit einem Spiel ihr Vokabeln Gedächtnis. Zum Schluss war noch Zeit für ein Tierspiel, bei dem sie eine zum „éléphant“ oder „lion“ passende Geste machen mussten, bevor die Geste getauscht wurde: der Löwe durfte einen Elefanten darstellen! Schnelligkeit war angesagt: vite, vite! Auch die 7a konnte die verschiedenen Spiele mit viel Freude ausprobieren.
Initiiert wurde das Projekt FranceMobil im September 2002 von der Französischen Botschaft in Deutschland und der Robert Bosch Stiftung mit der Unterstützung von Renault Deutschland. Das aktuelle Programm des FranceMobil ist bei Schülern und Lehrkräften des KubaGym wieder gut angekommen: „Ça vaut le coup! (dt. das lohnt sich)“

Sonntag, 05 November 2017 13:02

Schulinterner Klassenwettbewerb im MINT-Bereich

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MINTCollageHomepageMit dem „KuBa-MINT-EC-Wettbewerb“ wurde das Kurfürst-Balduin-Gymnasium wieder einmal seinem Ruf als „MINT-Excellence Center“ gerecht, neben der Spitzenförderung im mathematischen, informationstechnischen, naturwissenschaftlichen und technischen Bereich auch für eine Breitenförderung bei seinen Schülerinnen und Schülern zu sorgen.
Vor den Sommerferien konnte der achte schulinterne Wettbewerbslauf durchgeführt werden.
Bearbeitet wurde der Wettbewerb in drei Altersstufen: 6., 8. und 10. Klasse. Dabei gab es jeweils Aufgaben aus den Fachgebieten Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, Physik und Technik, die von jeder einzelnen Klasse in einem gemeinsamen Arbeitsprozess (selbst organisierte Arbeitsteilung) gelöst werden sollten. Ohne die Mitarbeit der ganzen Klasse wären die zahlreichen Aufgaben pro Klassenstufe auch nicht zu bewältigen gewesen. Verschiedene Lösungsstrategien wurden von den Schülerinnen und Schülern diskutiert, fertige Lösungen mussten ins Reine geschrieben werden. Teamarbeit und Selbstorganisation der Schüler sind also ebenso Ziele dieses KuBa-MINT-EC-Wettbewerbs wie die Weckung der Begeisterung von Schülerinnen und Schülern für den mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich bzw. die Stärkung und Förderung der bereits Begeisterten. Die Schüler erhalten die Möglichkeit, sich entsprechend ihrer Begabungen und persönlichen Interessen zu betätigen, denn die Aufgaben sind nicht rein theoretisch – sondern teilweise experimenteller Natur…
Zur zusätzlichen Motivation wurden auch in diesem Jahr wieder Preisgelder vom Förderverein des Gymnasiums ausgelobt, die in die Klassenkassen flossen und somit direkt den erfolgreichen Schülerinnen und Schülern zugute kamen.
Bei einer kleinen Feierstunde in der Turnhalle der Schule wurden den mehr als 300 anwesenden Schülern ihre Klassenergebnisse mitgeteilt und den jeweiligen Klassensprecherteams Urkunden durch die Schulleiterin Madeleine Dazert-Balthasar sowie Preisgelder durch den Fördervereinsvorsitzenden Uwe Spitzley überreicht.
Der Initiator und Leiter des Wettbewerbs Dr. Jörg Kreutz zeigte sich zufrieden mit den Leistungen der Schüler sowie der Zusammenarbeit der Lehrer aus den verschiedenen Fachbereichen bei der Aufgabenerstellung und Korrektur.

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Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

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