+49 (0) 2605 98 01 0 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dienstag, 02 Dezember 2014 16:49

Juli - Dezember 2013

geschrieben von 
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

kliemt2Romantischer Liederabend im KuBa-Gymnasium Münstermaifeld

Die Liederabende des Sängers Stefan Kliemt (Tenor) und des Pianisten Eberhard Nöst gehören seit Jahren zu den festen Traditionen am Kurfürst-Balduin-Gymnasium. Trotz des warmen Spätsommerabends fand sich nun wieder ein beachtlicher Kreis von Musikfreunden im alten Musiksaal ein, gespannt, was die beiden Künstler in diesem Jahr zu bieten hatten, und sie erlebten einen wahrhaft bezaubernden Abend.

Unter dem Motto „Komm, ersehnte Nacht!“ boten die beiden Künstler in vollendeter Symbiose Lieder der Spätromantik. Immer wieder hat gerade das Erlebnis der Nacht die Fantasie der Dichter und Komponisten besonders beflügelt, und der Abdruck sämtlicher Texte bot den Zuhörern die Gelegenheit, den vielen Facetten nächtlicher Stimmungen nachzuspüren und bewusst zu erleben, wie die Komponisten die mannigfachen Seelenlandschaften der Gedichte musikalisch ausdeuten. Das Ausdrucksspektrum der Kunstlieder von Hugo Wolf, Othmar Schoeck und Richard Strauss reicht von tiefem Ernst bis zu augenzwinkerndem Humor, von Einsamkeit, Resignation und Todessehnsucht bis zum Überschwang der Lebens- und Liebeslust, von herber Kargheit bis zu sinnlicher Üppigkeit. 

All diesen Facetten wurden die beiden Künstler in jeder Hinsicht gerecht. Stefan Kliemt interpretierte mit vorbildlicher sprachlicher Diktion und mit den mannigfaltigsten klanglichen Schattierungen den Sinngehalt der Lieder, wobei die klangliche Bandbreite seiner Stimme von sonoren Basstönen über eine baritonale Mittellage bis zu strahlenden Spitzentönen der Tenorlage reicht. Der Sänger, im Hauptberuf Lehrer für Latein, Religion und Geschichte sowie Leiter der Theater-AG des KuBa-Gymnasiums, zeigte eindrucksvoll, dass er als Schüler der Sängerin Cynthia Grose auch in seinem Hobby, dem Gesang, ein absolut professionelles Niveau erreicht hat. Unendlich subtil und klanglich differenziert begleitete Eberhard Nöst den Sänger, er fungierte aber nicht nur als dienender Begleiter, sondern setzte auch eigene Akzente als Mitgestalter. Sein künstlerisches Profil stellte er auch in zwei reinen Klavierstücken unter Beweis; dabei bot er mit einer Romanze von Karl Höller und einer „Träumerei“ von Richard Strauss wieder einmal echte Raritäten, bei denen es sich lohnte, sie kennenzulernen.

Einen besonderen Akzent setzte der Pianist durch die Präsentation von Bildern einer verstorbenen Malerin, mit der er bekannt war. Der Abend wurde so auch zu einer Hommage an diese Künstlerin. Die farbigen Seelenlandschaften der Bilder erweiterten den Liederabend zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk. Und in der Pause wurden die Zuhörer im Freien auch noch mit Sekt und Käsestangen bewirtet, so dass die Veranstaltung wirklich alle Sinne ansprach.

Die beeindruckten und dankbaren Zuhörer spendeten anhaltenden Beifall für diesen rundum gelungenen Liederabend. Die Kollekte am Ausgang, die 300 € erbrachte, diente einem wohltätigen Zweck, der Unterstützung einer sozialen Einrichtung für notleidende Kinder in Uganda. (Ulrich Bauer)
bigband2013Fulminantes Jahreskonzert der KuBa-Bigband

Ganz hautnah erlebten die Zuhörer das diesjährige Konzert der KuBa-Bigband, die dieses Mal nicht auf einer großen Bühne auftrat, sondern im ganz alltäglichen Ambiente des Forums im Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld. Dementsprechend präsentierte die Bigband mit ihrem Leiter Stefan Grober ihr Konzert ganz bescheiden und unprätentiös; es wurde – ganz gegen den Trend der Zeit - keine Show inszeniert, sondern einfach „nur“ Musik gemacht, aber wie! Die Perfektion und Spielfreude der jungen Musikerinnen und Musiker war einfach mitreißend und unwiderstehlich.

Dabei war das Programm höchst abwechslungsreich und bot ein breites Spektrum vom guten alten Swing über gefühlvolle Balladen bis hin zu Funk und Rock-Jazz. Die Band war in allen Sektionen gut aufgestellt. Der Trompetensatz brillierte mit klarem Sound und zeigte auch in hohen Lagen keinerlei Unsicherheit. Ausgesprochen klangschön und sonor agierten die Posaunen. Für eine veritable Überraschung sorgte die Gruppe der Saxofone, die fast durchweg aus „frischgebackenen“ Nachwuchskräften der Mittelstufe (fast nur Mädchen!) besteht, aber schon so homogen und rhythmisch akkurat musizierte, als wären die jungen Musiker/innen schon jahrelang dabei. Wieder einmal bewährte sich also bei den Bläsern die hervorragende Betreuung des Nachwuchses durch die ehemaligen Bandleader Harald Löffler (Blechbläser-AG) und Marcus Junglas (Saxofon-AG). Erstaunlich viele Bläser hatten auch den Mut, sich mit einem Solo zu präsentieren, und sie lieferten alle ihre Beiträge perfekt ab.

Ein ganz besonderes Lob verdient aber auch die Rhythmusgruppe, die als Fundament und Motor der Band immer für den richtigen Groove sorgte. Absolut souverän wie immer agierte Florian Wilbert am Klavier. Gitarrist Sebastian Feige ist ja schon längst dafür bekannt, dass er nicht nur Begleitakkorde schlägt, sondern es mit seinen fulminanten rockigen Soli locker mit vielen berühmten Lead-Gitarristen aufnehmen kann. Imponierend auch die beiden Schlagzeuger Joshua Gilles und Stephan Naunheim mit ihrem sicheren Rhythmusgefühl und ihren gekonnten Soli.
Der Bassist Lukas Bierbrauer konnte gleich mit zwei Überraschungen aufwarten: Er spielte nicht nur wie üblich den E-Bass, sondern gab nach kurzer Vorbereitungszeit sein Debüt am Kontrabass und sorgte so bei einigen Titeln für den nötigen lockeren Swing und das richtige klangliche Idiom. Aber damit nicht genug: Lukas gab nämlich auch noch sein Debüt als Sänger und interpretierte das Lied „Swing life away“ (von der Band „Rise against“) mit hinreißendem Feeling.

Höhepunkte des Konzerts waren aber auch die solistischen Auftritte der beiden Sängerinnen Lena Fuhrmann (mit dem Song „All I could do was cry) und Hannah Liesenfeld (mit dem Swing-Standard „Lullaby of Birdland“), die dann auch im Duett („Don’t let the sun go down on me“) mit ihren schönen Stimmen, ihrer beeindruckenden Gesangstechnik und ihrem einfühlsamen Vortrag die Zuhörer begeisterten.

Für Abwechslung sorgte auch das Musizieren in verschieden großen Formationen, so dass sich einige Musiker immer wieder mal gemütlich zurücklehnen konnten. Besondere Glanzpunkte waren hier die Auftritte der fünfköpfigen Funk-AG mit Markus Blettner (Posaune), Florian Wilbert (Klavier), Sebastian Feige (Gitarre), Lukas Bierbrauer (Bassgitarre) und Joshua Gilles (Schlagzeug), die mit viel Pep und Spielfreude ihre Einlagen perfekt servierten.

Bandleader Stefan Grober agierte wie gewohnt ganz locker, aber völlig souverän. Sein Stil ist dadurch gekennzeichnet, dass er zwar so weit wie nötig die Fäden in der Hand hält, aber auch immer wieder loslässt, weil er sich auf die Eigeninitiative und Eigenverantwortung seiner Musiker verlassen kann. Er brillierte auch als sehr versierter Jazzpianist und moderierte sogar das ganze Konzert selbst in der ihm eigenen lockeren, charmanten und humorvollen Art.

Begeisterter Applaus dankte der Band und ihrem Leiter für ein kurzweiliges Konzert mit fulminanten musikalischen Leistungen. Das Gymnasium Münstermaifeld kann auf seine Big Band stolz sein.
(U. Bauer)

Gelesen 940 mal
Mehr in dieser Kategorie: « Januar - Juni 2013

Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

  • Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld
  • +49 (0) 2605 98 01 0
  • sekretariat@kubagym.de
  • Unser Standort

designed by pixenHAHN ...frisches Webha(h)ndwerk ;-)