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Sein 2018 homepageDie Theater AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in Münstermaifeld wählte für ihre diesjährige Aufführung die durch und durch rabenschwarze Komödie „Sein oder Nichtsein – Noch ist Polen nicht verloren!“ nach Ernst Lubitsch.
Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher fanden sich in dem kleinen polnischen Städtchen Posen im Jahr 1939 wieder. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs befindet sich die ambitionierte Schauspieltruppe des Posener Stadttheaters in den Proben ihrer antifaschistischen Komödie “Sein oder Nichtsein“, einer gewagten Nazi-Parodie. Aus Angst, das Stück könne eine allzu große politische Provokation darstellen, verbietet die polnische Regierung die Aufführung und weist die Schauspieltruppe an, ihren unverwüstlichen Klassiker „Hamlet“ wieder auf den Spielplan zu setzen.
Dies kommt dem Kopf der Schauspieltruppe, Josef Tura (dessen Narzissmus gepaart mit mäßiger Intelligenz Jan Liesenfeld überzeugend verkörperte), gerade Recht. Kann er doch wieder jeden Abend völlig selbstverliebt den Hamlet mimen und seine Monologe von der Bühne schmettern. Einziges Ärgernis ist der junge Fliegerleutnant Stanislaw Sobinski (charmant und kämpferisch gespielt von Jakob Bergmaier), der es allabendlich wagt, mitten in seiner großen Szene den Saal zu verlassen, was den Star des Theaters in seiner Eitelkeit kränkt. Dabei kann dieser nicht ahnen, dass der Leutnant nicht nur ein Verhältnis mit seiner Frau Maria Tura (deren Arroganz, aber auch Bemühungen um den Zusammenhalt in der Schauspieltruppe Louisa Schneider gelungen darstellte) hat, sondern auch ein Widerstandskämpfer im polnischen Untergrund ist.  
Mit dem Einmarsch der Deutschen ändert sich die Lage schlagartig. Sobinski gelangt in einer polnischen Schwadron der Royal Air Force nach England, wo er auf den polnischen Professor Siletzky (gewitzt und clever verkörpert von Jan Kirchgässner) trifft. Dieser gibt bekannt, dass er in geheimer Mission in das besetzte Warschau reisen werde. Als deutlich wird, dass Siletzky ein deutscher Spion sein muss, wird Sobinski gleichfalls nach Warschau geschickt.
In Warschau soll Siletzky sich mit dem SS-Gruppenführer Erhard (mit dessen Naivität und geringen Führungsqualitäten Oliver Meiner das Publikum zum Lachen brachte) treffen, um den polnischen Widerstand zu zerschlagen. Um dies zu verhindern, begibt sich das Ensemble des Theaters zusammen mit dem theateraffinen und charmanten Fliegerleutnant und Partisan Sobinski in den polnischen Untergrund. Von nun an sind die Schauspielerinnen und Schauspieler gezwungen, ihre Rollen im echten Leben zu verkörpern. Die Nazi-Uniformen des ursprünglichen Stückes werden ausgegraben, die Darsteller stiften große Verwirrung unter der deutschen Besatzung und im Nu wird das früher kleine Stadttheater zum Mittelpunkt des polnischen Widerstandes.
Ähnlich wie die polnische Schauspieltruppe in den 1930er Jahren hat die Theater AG mit der Auswahl des Stückes Mut bewiesen. So wurde während der Darstellung der Geschehnisse im Kontext des Nationalsozialismus herzlich gelacht. Doch gerade an dem, über das gelacht wurde, wurde die in der Parodie enthaltene Kritik deutlich, so dass es den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern auf beeindruckende Weise gelang, die Geschehnisse des Nationalsozialismus nicht zu banalisieren, sondern im Gegenteil zu Offenheit und Meinungsfreiheit zu ermuntern.
Die Regisseure Stefan Kliemt, Tina Miquel und Maren Unstedde schafften es wiederum mit einer besonnenen Vergabe der Rollen an die die jungen Akteurinnen und Akteure, ein ernsthaftes Thema auf humorvolle Art und Weise zu übermitteln.
Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Aufführung leisteten das Schminkteam unter der Leitung von Monika Schneider und das Technikteam (Noah Götten, Martin Lemler und Sebastian Lossen). Das Publikum honorierte die monatelange Arbeit und die daraus resultierende gelungene Aufführung mit langem Applaus.

Dienstag, 24 Juli 2018 12:51

Nichts - Was im Leben wichtig ist

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NichtsCollageAuch in diesem Jahr brachte die Theater AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums eine interessante und polarisierende Thematik auf die Bühne der Münstermaifelder Stadthalle. Die Aufführung beschäftigte sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens frei nach dem im Jahr 2000 erschienenen Jugendroman „Nichts - Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller.
Am Vormittag gab es eine eigene Vorstellung für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8-10, die von den jeweiligen Klassenlehrerinnen und –lehrern begleitet wurden. Im Anschluss wurde das Stück anhand von Leitfragen und mit Unterstützung der Schauspielerinnen und Schauspieler in den Klassen besprochen. Am Abend des gleichen Tages zeigte die Theater AG ihre diesjährige Produktion der interessierten und zahlreich erschienenen Öffentlichkeit.  
Die Geschichte wird als Rückblende von Jan-Johann (Jakob Bergmaier), Gerda (Samira  Christmann) und Marie-Ursula (Selina Ternes) erzählt: Als in einer dänischen Schule in der Kleinstadt Taering Pierre-Anthon (Oliver Kosub) aufsteht und seinen Mitschülern sowie seinem Lehrer Eskildsen (Dennis Lossen) verkündet, dass nichts im Leben etwas zu bedeuten hat, versucht seine Klasse ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Von nun an errichten sie im stillgelegten Sägewerk am Rande der Stadt den Berg der Bedeutung. Es beginnt mit harmlosen Habseligkeiten wie Jugendbüchern, einem Fußball und Sandalen. Als sie jedoch weiterhin die nihilistischen Kommentare von dem auf einem Pflaumenbaum sitzenden Pierre-Anthon, der sich strikt weigert, sowohl in die Schule zu gehen, als auch den Berg aus Bedeutung anzusehen, anhören müssen, arten die Forderungen der Schülerinnen und Schüler aus. Denn der Schüler, der zuletzt einen bedeutungsvollen Gegenstand abgeben musste, darf sich ein ,,neues Opfer“ aussuchen. So steigern sich die Opfer der Schülerinnen und Schüler über einen lebenden Hamster und eine Adoptionsurkunde, bis die Forderungen einen grausamen Höhepunkt damit erreichen, dass sich sechs Schüler nachts auf den Friedhof schleichen, um Elises (Johanna Rennau) größte Bedeutung auszugraben, den Sarg ihres kürzlich verstorbenen Bruders nebst Inhalt. Die Schandtaten nehmen ihren Lauf, indem Sophie (Emely Junker) zulassen muss, dass ihr auf grausame Art und Weise ihre Unschuld genommen wird und Jan-Johanns (Felix Frieb-Preis) rechter Zeigefinger abgeschnitten wird.
Die Polizei trifft unmittelbar im Sägewerk ein, nachdem Jan-Johann es ohne seinen Finger verlassen hat. Trotz der Bemühungen der Polizei, die Sache geheim zu halten, wird sie durch Sophies Anruf bei der regionalen Zeitung weltbekannt. Nach Monaten des Ansturms von Journalisten aus der ganzen Welt lässt der Trubel nach und zurück bleiben deprimierte Schüler, aus deren Sicht der Berg aus Bedeutung nach und nach seine Bedeutung verliert. Aus Frustration und Wut gehen sie schließlich sogar aufeinander los. Als Pierre-Anthon durch das verzweifelte Flehen von Agnes (Elisa Kaiser) schließlich doch noch im Sägewerk auftaucht, verhöhnt er nur den Berg, der seine Mitschülerinnen und Mitschüler so viel Mühe gekostet hat. Daraufhin richtet sich ihre Wut auf ihn und die Geschichte nimmt ihr dramatisches Ende, als die Klasse Pierre-Anthon umbringt und anschließend das Sägewerk mitsamt seiner Leiche und dem Berg der Bedeutung in Brand setzt.
Neben den talentierten Darstellerinnen und Darstellern erfüllten auch hinter den Kulissen viele Helferinnen und Helfer ihre Rolle. Sowohl das Schminkteam als auch die Beleuchter und Techniker leisteten hervorragende Arbeit. Die Regisseure Stefan Kliemt, Christina Miquel und Maren Unstedde, die der Theater AG trotz Schulwechsel stets die Treue hält, suchten mit großem Feingefühl und Geschick die zu den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern passenden Rollen aus und inszenierten die schwierige Thematik in für das Publikum zumutbarer Art und Weise. Ihre monatelange Arbeit belohnte ein sehr ergriffenes und zum Nachdenken angeregtes Publikum mit großem Applaus.

Donnerstag, 15 März 2018 13:28

KuBa-Musiker präsentieren die Facetten des Advents

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Weihnachtskonzert 17Am Donnerstagabend vor dem dritten Advent hatte das Kurfürst-Balduin-Gymnasium zur Aufführung des traditionellen Weihnachtskonzertes in die Stiftskirche in Münstermaifeld eingeladen. Den Zuhörerinnen und Zuhörern wurden von den fünften Klassen sowie verschiedenen musikalischen Arbeitsgemeinschaften des Gymnasiums vielfältige Facetten des Advents präsentiert.
Organisiert und vorbereitet war das Konzert seit den Sommerferien von den Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Musik worden.
Mit der besinnlichen Eröffnung des Konzertes durch die Schülerinnen und Schüler der Blechbläser AG unter der Leitung von Harald Löffler von der Empore aus erfüllte vorweihnachtliche Stimmung die bis auf den letzten Platz besetzte Stiftskirche. „In the bleak midwinter“, vorgetragen von den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5a und 5d und virtuos begleitet von Mauricio Marx an der Orgel, Katharina Hommes mit der Querflöte und Sebastian Schaub mit der Trompete ergänzte dann noch die Winterstimmung.
Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Ralf Thielen trugen Samira Christmann und Dennis Lossen die Weihnachtsgeschichte vor, musikalisch untermalt durch die im deutschen Sprachraum leider kaum noch bekannten englischen Weihnachtslieder „And when the angels“ und „O little town of Bethlehem“, ebenfalls vorgetragen durch die Klassen 5a und 5d unter Leitung ihrer Musiklehrer Marcus Junglas und Stefan Grober und begleitet durch Saxophonistinnen (Anna Wilken-Kobrow, Jolene Daleiden, Katrin Schneider, Katharina Veit) der KuBa-BigBand.
Ihre Vorfreude auf Weihnachten brachte die Klasse 5c unter der Leitung von Anke Pretzsch mit ihrem szenisch untermalten Vortrag des Liedes „Bis Weihnachten ist nicht mehr weit“ zum Ausdruck. Genauso heiter und mitreißend folgte „Wir sagen euch an den lieben Advent“, das die Kinder sehr gelungen auf selbst gewählten Instrumenten begleiteten.
Eine lustige, aber auch etwas makabre Seite des Advents präsentierte Pascal Trapp mit seinem Vortrag von Loriots Adventsgedicht, in dem es dem Förster an den Kragen geht.  
Sehr beeindruckend trommelte die Klasse 5b von Musiklehrer Harald Löffler auf unterschiedlich langen Kunststoffröhren, sogenannten „Boomwhackers“, den „Stern über Bethlehem“, begleitet von Tabea Adams als Solistin und Stefan Kliemt am Klavier.
Bei einem Weihnachtskonzert nicht fehlen darf natürlich ein Auftritt des von Ulrich Bauer geleiteten KuBa-Chores, der den Zuhörerinnen und Zuhörern in gewohnter Professionalität und Einfühlsamkeit, rhythmisch prägnant durch Florian Wilbert am Klavier begleitet, die bekannten Adventslieder „Macht hoch die Tür“ und „Somebody’s knocking at your door“ präsentierte. Insbesondere zur Freude der französischen Gastschülerinnen und Gastschüler und ihrer Lehrer des „Collège Elisabeth de Nassau“ in Sedan erklang das französische Weihnachtslied „Les anges dans nos campagnes“, bevor der Chor seinen ersten Auftritt mit dem freudig beschwingten „Gloria Festiva“ beschloss.
Im Anschluss begrüßte der Organisator des französischen Schüleraustausches Georg Krautz gemeinsam mit den beiden Schülerinnen Katharina Brachtendorf und Diana Velasquez-Chilet die französischen Gäste in ihrer Muttersprache.
Auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5e würdigten in ihrem Auftritt die französischen Gäste mit „Il est né“, obwohl sie nach Auskunft ihres Musiklehrers Ulrich Bauer noch gar keinen Französischunterricht erhalten. Neben „Little drummer boy“ zeigten die Kinder ihr Sprachtalent auch beim Vortrag des spanischen Weihnachtsliedes „Zumba Zumba“, begleitet von Katharina Hommes an der Querflöte und Florian Wilbert am Klavier.
Als Höhepunkt und Abschluss des abwechslungsreichen und rundum gelungenen Weihnachtskonzertes wünschten alle Mitwirkenden „Fröhliche Weihnacht überall“ und übermittelten mit „O come all ye faithful“ musikalisch die Weihnachtsbotschaft. Mit dem Schlusslied „Tochter Zion“ entließen die Schülerinnen und Schüler schließlich ihr begeistertes Publikum.

Montag, 29 Januar 2018 14:47

BigBand hautnah

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BigbandHomepage 17Hautnah konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer am Donnerstag vor den Herbstferien das Konzert der KuBa-Bigband, das dieses Mal nicht auf einer großen Bühne, sondern im gemütlichen Ambiente des Forums im Kurfürst-Balduin Gymnasium stattfand, erleben.
Dementsprechend präsentierte die Bigband ganz bescheiden und unprätentiös. Statt großer Show und aufregendem Spektakel wurde einfach „nur“ Musik gemacht - aber wie! Die Perfektion und Spielfreude der jungen Musikerinnen und Musiker war einfach mitreißend und unwiderstehlich.
Dirigiert von ihrem Leiter Stefan Grober präsentierten sie in eineinhalb Stunden ein breites Spektrum an Musikstilen, vom klassischen Beethoven über den Jazztrompeter Louis Armstrong bis zum „King of Pop“ Michael Jackson war alles dabei.
Obwohl die Bigband in den letzten beiden Jahren große Verluste erleiden musste, da zahlreiche Mitgliederinnen und Mitglieder aufgrund ihres erfolgreich absolvierten Abiturs das KuBa und damit auch die BigBand verlassen hatten, war sie in allen Sektionen gut aufgestellt. Die Trompeten brillierten mit klarem Sound, die Posaune agierte ausgesprochen klangschön und die große Anzahl an Saxophonen musizierte so homogen und rhythmisch, als wären die jungen Musikerinnen und Musiker schon jahrelang dabei. Auch am Schlagzeug, am Klavier, an den Klarinetten, Querflöten und Bässen präsentierten sie sich melodisch und klangvoll.
Höhepunkte des Abends waren die Soli ehemaliger Bandmitglieder, die BigBand ist also oft auch nach dem Abitur nicht vergessen. Der Gitarrist Lukas Bierbrauer nahm das Publikum mit „Wish you were here“ von Pink Floyd für sich ein und auch das Duett des ehemaligen Schülers Florian Wilbert (Klavier) mit Sebastian Schaub (Trompete) wurde mit großem Applaus belohnt. Zum Ende des Konzertes überzeugten die beiden jungen Sängerinnen Katharina Hommes und Anna Schaub mit ihrer Darbietung von „From a distance“. Moderiert wurde der Abend von Stefan Grober selbst in seiner humorvollen und lockeren Art.
Das Publikum dankte schließlich mit begeistertem Applaus für den schönen Abend und es war klar: Das Gymnasium Münstermaifeld kann auf seine BigBand stolz sein!

Sonntag, 05 November 2017 15:19

Packender Liederabend mit Stefan Kliemt

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LiederabendPresseLiederabende, in denen ein Sänger und ein Pianist Kunstlieder vortragen, spielen im heutigen Musikleben eine eher marginale Rolle. Dabei gehört die Gattung des Kunstliedes mit seiner Verbindung von Lyrik und Musik zu den anspruchsvollsten Musikgattungen überhaupt; es ist eine Kunstform für echte Gourmets, die das vollkommene Zusammenspiel von Dichtkunst, meisterhafter Komposition, Gesangskunst und pianistischer Virtuosität zu schätzen wissen.
Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld ist in der glücklichen Lage, mit Stefan Kliemt einen Lehrer zu haben, der nicht "nur" Latein, Geschichte und Katholische Religion unterrichtet und als Regisseur die Theater-AG betreut, sondern auch regelmäßig im Konzertleben der Schule als Tenorsänger von professionellem Rang zu hören ist.
Unter dem Motto "Schillernder Schubert" gab er nun im Rahmen der Reihe KuBa-Forum im gut gefüllten Alten Musiksaal des Gymnasiums einen packenden Liederabend mit bekannten Balladen von Schiller, vertont von Franz Schubert. Mancher Besucher wird sich beim Blick ins Programm wohl zunächst gewundert haben, dass dort nur vier Titel verzeichnet waren. Aber eine Ballade ist eben weit mehr als nur ein Lied. Jede dieser Balladen ist eigentlich ein kleines Drama, in dem der Sänger nicht nur den Erzähler, sondern auch alle Rollen verkörpern muss, und der Pianist muss dazu wie ein ganzes Orchester eine spannende "Filmmusik" liefern, und beide Personen müssen in inniger Symbiose alle Wechselbäder der Gefühle und den übergreifenden großen Spannungsbogen vermitteln.
Diese schwierige Aufgabe bewältigten Stefan Kliemt und der Pianist Karsten Huschke auf bewundernswerte Weise. Neben den beiden kürzeren, aber nicht weniger anspruchsvollen Balladen "Ritter Toggenburg" (Text: Schiller) und "Der Zwerg" (Text: M. von Collin) gerieten vor allem die beiden großen, berühmten Schiller-Balladen "Der Taucher" und "Die Bürgschaft" zu atemberaubenden Höhepunkten des Abends. Dass im Programm die Texte nicht abgedruckt waren, schien zuerst ein Manko zu sein, doch aufgrund der klaren, plastischen und ausdrucksstarken Diktion von Stefan Kliemt konnten sicherlich auch die Zuhörer gut folgen, die mit den Texten nicht oder nur wenig vertraut sind. Vor allem aber war es die ungemein facettenreiche gesangliche Interpretation der unterschiedlichsten Stimmungen, die den Zuhörern unter die Haut ging. Bei aller Subtilität der Gestaltung standen dem Sänger aber auch jederzeit die nötigen Kraftreserven zur Verfügung, um die Spannungsbögen und die dramatischen Höhepunkte ohne Abstriche auszusingen.
Was könnte aber ein Sänger ohne einen exzellenten Pianisten an seiner Seite ausrichten? Karsten Huschke, Studienleiter und Kapellmeister am Theater Koblenz, bewältigte nicht nur die immensen technischen Anforderungen der Klavierparts absolut souverän, sondern zeigte auch ein kongeniales Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, jede Phrase in vollkommenem Einklang mit dem Sänger zu gestalten. Hier war nicht nur ein virtuoser Tastenkünstler am Werk, sondern vor allem ein Mann des Theaters, der dem Flügel geradezu orchestrale Klangfarben entlockte und gemeinsam mit Stefan Kliemt das ganze dramatische Potential der Balladen zum Leben erweckte.
Für den großen Applaus des begeisterten Publikums bedankten sich die beiden Künstler mit dem Schubert-Lied "An die Leier". Ganz herzlich dankte Stefan Kliemt auch seinem Klavierpartner Karsten Huschke, von dem er sich "wie auf Flügeln getragen" fühlte, und bei seiner Gesangslehrerin Cynthia Grose, der er nach eigenem Bekunden all das zu verdanken hat, was er als Sänger erreicht hat.

Freitag, 04 August 2017 15:48

Eine Woche voller Samstage am KuBa-Gym

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TheatercollageHomepageAm Sonntag schien den ganzen Tag die Sonne. Am Montag kam Herr Mon zu Besuch. Am Dienstag hatte Herr Taschenbier wie immer Dienst. Am Mittwoch war Mitte der Woche. Am Donnerstag hat es den ganzen Tag gedonnert. Am Freitag bekam Herr Taschenbier frei. Und am Samstag… kommt das Sams, ein quirliges, respektloses, aber sehr liebenswertes Wesen, das sich Herrn Taschenbier zum Papa wählt und seinen Alltag ganz schön durcheinander wirbelt. Ständig sorgt es für Aufregung und bringt Herrn Taschenbier in immer neue Verlegenheiten.
Die Regisseurin Beate Falterbaum brachte mit der Unterstufen-Theater-AG, der auch viele Fünftklässler angehören, den Kinderbuchklassiker „Eine Woche voller Samstage“ von Paul Maar mit viel Schwung und Witz auf die Bühne des Alten Musiksaales des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums.
Herr Taschenbier (Mandy Große) ist ein ängstlicher und biederer Mensch, der in einem kleinen Zimmer zur Untermiete bei Frau Rotkohl (Celine Martin) wohnt. Energisch setzt diese ihn zu einem Spaziergang vor die Tür, wenn sie einmal wieder mit Staubwedel und Putzeimer durch sein Zimmer wirbelt. Herrn Taschenbier ist die Stadt jedoch viel zu laut und hektisch. Schrill gekleidete, eilige Menschen rasen an ihm vorbei. Er fürchtet sich, ebenso wie er vor seinem strengen Chef im Büro, Herrn Oberstein (Marlon Schlipper), Angst hat.
An einem Samstag aber, wird alles anders. Ein lustiges Wesen mit Rüsselnase, borstigem roten Haar und einem freundlichen Gesicht übersät mit blauen Wunschpunkten singt fröhlich-freche Lieder auf der Straße und beschließt, bei Herrn Taschenbier zu bleiben. Das Sams (Anna-Levy Geiermann) setzt sich immer durch – ob es Herrn Taschenbiers Vorgesetzten im Büro oder die ewig aufdringliche Vermieterin Frau Rotkohl ärgert, ob es im Kaufhaus seinen Taucheranzug bekommt oder in der Schule Herrn Groll (Aurelia Steffes) an den Rand des Wahnsinns bringt - das Sams lässt sich von nichts und niemandem einschüchtern, macht überall freche Bemerkungen und schimpft zurück, wenn andere schimpfen. Es kann aber auch Wünsche erfüllen und vor allem Mut machen.
Herrn Taschenbier ist das anfangs furchtbar peinlich und er versucht auf alle möglichen Arten, das Sams wieder loszuwerden. Aber seltsam – je länger es bei Herrn Taschenbier bleibt, desto mehr Gefallen findet er an dessen Lebenseinstellung. Eine zärtliche, lustige Freundschaft entsteht zwischen den beiden. Herr Taschenbier lernt, „Nein!“ zu sagen, spontan zu sein und Dinge zu tun, die einfach Spaß machen. Und so wird am Schluss aus dem braven, ängstlichen Büroangestellten ein selbstbewusster Mensch, der gelernt hat, sich zu behaupten.     
Die zahlreichen Zuschauer beeindruckte vor allem die Textsicherheit der jungen Schauspieltruppe sowie die reibungslose Organisation des Umbaus der liebevoll gestalteten Bühne. Insbesondere Anna-Levy Geiermann stellte faszinierend und komödiantisch das Temperament des frechen Wunscherfüllers dar. Mit der Unterstützung von Marvin Heil an der Technik und Anke Sattler, Stefanie Seibert und Monika Schneider sowie einem Team von Schülerinnen und Schülern, die die Akteure liebevoll und phantasiereich schminkten, wurde die Aufführung zum einem großen Vergnügen für die zahlreichen großen und kleinen Theaterfreunde sowie zu einem Aufruf an die Erwachsenen, sich nicht immer ganz so ernst und wichtig zu nehmen.

Freitag, 04 August 2017 10:19

Hinreißendes Frühlingskonzert der KuBa-Chöre

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FkonzertHomepageDie schlechte Nachricht zuerst: Chormusik kann durchaus nach hinten losgehen. Gerade schulische Gesangsensembles haben jahrzehntelang mit ihrem überästhetisiert-realitätsfremden und langweilig-kreuzbraven Darbietungen deutscher Wald- und Wanderfreuden unfreiwillig und erheblich beigetragen zur Sehnsucht einer ganzen hiesigen Generation nach der Wildnis, dem automobilen Lebensstil und der ursprünglicheren Musik Nordamerikas. Nun die gute Nachricht: Sie besteht darin, dass solche unbeabsichtigten musikalischen Abschreckungsstrategien offenbar der Vergangenheit angehören – wie das Frühlingskonzert der Chöre des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld nun wieder zeigte.
Unter der Leitung von Musiklehrer Ulrich Bauer stemmten Dutzende von teils noch sehr jungen Schülerinnen und Schülern gemeinsam ein gewaltiges Programm voller Leichtigkeit und Charme, Lebenszugewandtheit und Aktualität. Da begegneten sich ganz klassische Chorsätze von wunderbaren uralten, teils englischen, Frühlings- und Sommerliedern, ein Gesangsstück aus dem berühmten Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, die Comedian Harmonists und die Hits von Adele, wobei Charme und Kraft des Programms gerade in jener Dosierung und jenem Kontrast bestanden, in dem sich die Eigenheiten der Stile erst richtig entfalteten, anstatt sich in ermüdendem Gleichklang totzulaufen. ABBA und die Beatles traten hier eben nicht gegen „Nun will der Lenz uns grüßen“ an, sondern mit dem deutschen Frühlingsstandard gemeinsam und umso reizvoller.
Aber kaum etwas würde die ganze kollektive Anstrengung letztlich bewirken, ließe sie sich nicht auch auf einer anderen Ebene auf das Prinzip der Abwechslung ein: Solisten bekamen die Chance, ihr Können zu zeigen, sowohl eingebunden im Chor (Lea Wagner, Shannon Schmitz) als auch im selbstgewählten Quartett-Format „Crazy Noise“ (Louisa Heibert, Jennifer Könntgen, Shannon Schmitz, Alisha Scholl) oder ganz allein und nur mit Klavierbegleitung (Anna Levy Geiermann und Justine Scholl) oder auch zu Akustikgitarrenklängen (Alisha Scholl); der Chor der 5. Klassen und der Chor der 6d wechselten sich ab mit dem Jugendchor und dieser wieder mit dem KuBa-Chor, in dem aktuelle Mittel- und Oberstufenschüler ebenso wie Lehrer, Väter und Ehemalige mitsangen, gekonnt unterstützt von instrumentalen Untermalungen durch Katharina Hommes (Querflöte) und Kim van Loo (Klavier). Als rein instrumentales Intermezzo spielte der Gitarrist Michael Lohr mit gewohnter Virtuosität einen Jazz-Walzer auf seiner Tapping-Gitarre.
Was mit einem swingenden Frühlingskanon zum Betreten der Bühne begonnen hatte, entwickelte sich bei schwungvoller Moderation durch Tabea Adams, Katarina Brachtendorf, Annika Könntgen und Diana Velasquez Chilet über ein (Koch-)Rezept zur karibischen Lebensfreude in „Chili Con Carne“ (mit aberwitzigen Schwierigkeiten in Harmonie, Rhythmus und wortspielerischer Textfülle zugleich) über Feuerzeughymnen wie „When We Were Young“ und Leonard Cohens „Hallelujah“ ohne Durchhänger und bei ständig einfach hinreißenden Spitzenleistungen aller Akteure hin zum endlosen kalifornischen Sommer eines Beach-Boys-Medleys. „Fun, Fun, Fun“ hatten die Zuhörer in der vollbesetzten Münstermaifelder Stadthalle da allerdings schon den ganzen Abend gehabt – wenn auch noch nicht genug, wie die Zugabenforderungen zeigten.

TodNilHomepageMit dem 1937 verfassten Stück „Tod auf dem Nil“ von Agatha Christie hob sich wieder einmal der Vorhang für eine Aufführung der Theater-AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in der Münstermaifelder Stadthalle. Am Wochenende vor den Osterferien nahmen die jungen Darstellerinnen und Darsteller ihr Publikum mit auf eine Kreuzfahrt durch Ägypten, die wohl alle Zuschauer mit sich riss.
Das mit großem Engagement eingeübte Stück wurde nicht nur beeindruckend gespielt, sondern hatte auch einige überraschende Wendepunkte und regte jeden zum Rätseln an.
Die junge, hübsche Millionenerbin Kay Ridgeway (Anne Steiner) hat sich Hals über Kopf in den eher weniger wohlhabenden Simon Mostyn (Arne Emrich) verliebt und ihn geheiratet. Auf ihrer Hochzeitsreise werden sie jedoch immer wieder von Jaqueline "Jacky" Severac (Luci Münstermann), der Ex-Verlobten des Bräutigams, verfolgt, bis sie schließlich eine Kreuzfahrt über den Nil antreten. Doch wie der Zufall es will, sind alle hasserfüllten Neider von Kay, inklusive Jacky, ebenfalls auf dem Schiff, und begleiten das frisch vermählte Paar auf ihrer Reise. Dazu gehören unter anderem ihr Onkel Domherr Hudson (Till van Loo), der sich erhofft, das Geld selber zu erben, ihre Dienerin Louise (Catherine Pree), welche ihre Herrin nicht besonders gut leiden kann, und die Autorin Miss Winterbottom (Christiane Königs), welche einen ehrlosen Artikel über Kay verfasst hat und daraufhin von ihr verklagt wurde.
Es kommt, wie es kommen muss: Während die betrunkene Jacky Simon vor Wut in das Bein schießt und Dr. Madea (Joy Böffgen), Smith (Jan Liesenfeld) und Christina Grand (Amelie Glück) sowohl den Verletzten verarzten, als sich auch um die aufgelöste Jacky kümmern, wird Kay ermordet. Nun ist der Spürsinn der mitreisenden Privatdetektivin Olivia Baker (Lara Böddener) gefragt, der die schwere Aufgabe zufällt, den Täter zu finden. Was dieses erschwert: Alle Anwesenden hatten ein Motiv. Sowohl die eifersüchtige Jacqueline, die verachtende Miss Winterbottom, Kays Onkel Domherr Hudson, wie auch Louise oder der mitreisende Smith, der Kay vorher schon als Parasit bezeichnete.
Die Ermittlungen beginnen: Die Mordwaffe wird aufgefunden, die tödliche Schusswunde am Kopf von Kay wird inspiziert und Theorien werden aufgestellt. Je tiefer die Detektivin in die verwickelte Affäre eintaucht, desto verzwickter wird es. Als die Lösung zum Greifen nahe scheint, wird die verdächtige Louise, die den Mord mit angesehen hat, erschossen. Am Ende kommt dann schließlich der überraschende Wendepunkt. Es war der angeblich trauernde Simon selber, der Kay erschossen hat. Er hatte sie bloß geheiratet, um an das Vermögen zu kommen und ein glückliches Leben mit Jacky führen zu können, von welcher der gesamte Plan stammte. Simons Verletzung war nur vorgetäuscht, er erschoss seine Frau, während sich alle um Jacky kümmerten. Dann schoss er sich selbst ins Knie, um nicht verdächtig zu wirken. Der Mord an Louise wurde von Jacqueline verübt, nachdem diese zu erkennen gegeben hatte, dass sie den beiden als Zeuge gefährlich werden könne. Als Olivia Baker dies herausfindet, sieht Jacky keinen anderen Ausweg, als sich und ihren Geliebten zu erschießen, womit das Stück endet.
Die Inszenierung unter der Regie von Maren Unstedde, Tina Miquel und Stefan Kliemt, die erneut ein für die Mitglieder der Truppe passendes Stück gefunden, diese mit viel Fingerspitzengefühl gekonnt geführt und in eine Aufführung eingebunden haben, war überaus spannend, lebhaft und zum Miträtseln anregend. Nicht nur die Schauspielerinnen und Schauspieler, sondern auch viele hinter den Kulissen haben mit großem Eifer zu dem Erfolg beigetragen. Dazu gehören unter anderem das Schminkteam, ehemalige Schülerinnen und Schüler, das Technikteam und die Souffleusen. Der Erlös von 1650 Euro, welcher durch Eintrittsgeld, Spenden und Zuschuss der Schule zusammen kam, wird an das Kinderheim TLC in Johannesburg in Südafrika gespendet.

Mittwoch, 26 April 2017 09:40

Englisches Theater am KuBa

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EnglischTheaterHomepageZum wiederholten Male gastierte das Tourneetheater Theatre@School mit den Stücken „The Magic Shop“ und „5xW“ am Kurfürst-Balduin-Gymnasium. So erlebten die Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 6 und 9 Englischunterricht der besonderen Art.
Ihnen bot sich die einmalige Chance, englischen Muttersprachlern, sog. native speakers, zu begegnen. Das Schauspielduo Mary Ann Wall und Aaron Jones überzeugte in unterschiedlichen Rollen: zum Beispiel als 11-jähriger Junge Marc, der sich für Zauberei interessiert, als große Zauberin Mrs. Mariany oder als Gwen und Jason, zwei Jugendliche, die sich zufällig in einem Waschsalon begegnen. Die Akteure sorgten sowohl mit witzigen Dialogen als auch durch die Beteiligung des Publikums für viel Gelächter und gaben zwischendurch immer wieder ihre Gesangskünste zum Besten, sodass Schüler und Lehrer begeistert waren. In einem sich anschließenden Podiumsgespräch konnten die Lernenden Fragen an die Schauspieler stellen. Dieser sehr gelungene Vormittag soll nicht der letzte seiner Art gewesen sein.

Mittwoch, 26 April 2017 09:37

Beeindruckende Aufführung der Theater AG

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WelleHomepageDie Theater AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in Münstermaifeld hat sich in den letzten Monaten intensiv mit der Problematik befasst, wie faschistoides Denken und Handeln unter Jugendlichen entstehen und sich etablieren kann. Das Ergebnis präsentierten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler sehr beeindruckend und zum Nachdenken anregend in der Aufführung des Romans „Die Welle“ von Morton Rhue. Dabei boten sie an einem Tag gleich zwei Vorstellungen, am Vormittag für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8-10, am Abend für alle an der Thematik Interessierten.
„Die Welle“ beruht auf einer wahren Geschichte und zeigt, wie schnell faschistoides Denken und Handeln normal werden kann. Der High School-Lehrer Ben Ross (sehr überzeugend und facettenreich dargestellt von Dennis Lossen) zeigt seiner Klasse im Geschichtsunterricht erschreckende Bilder von Konzentrationslagern aus der Nazi-Zeit. Als die Schüler schockiert ihren Lehrer fragen, wie es möglich war, dass eine Minderheit eine Mehrheit einschüchtern und beherrschen konnte, beschließt dieser ein Experiment zu starten.
Die Klasse (Jakob Bergmaier, Elisa Kaiser, Emely Junker, Tobias Uth, Oliver Meiner, Tara Zerwas, Felix Frieb-Preis, Benedikt Galic, Gregory Mumm), normalerweise kaum zu zügeln und in mehrere Gruppen unterteilt, akzeptiert, dass Ben Ross fortan Disziplin und Gemeinschaft als neue Tugenden und sogar einen genau festgelegten Gruß verlangt. Sie schätzen das Gefühl, eine Einheit mit besonderen Privilegien statt bloß eine Klasse zu sein. Ben Ross hat „Die Welle“ geschaffen. Als die Schüler jedoch neue Mitglieder anwerben, gerät das Experiment zunehmend außer Kontrolle, die Welle regiert schließlich die Schule. An diesem Punkt fängt Laurie (deren Empathie gepaart mit Intelligenz und Weitsicht sehr beeindruckend von der jungen Schauspielerin Elisa Kaiser verkörpert wurde), die von Anfang an bei der Welle beteiligt war, als erste und einzige an, diese zu hinterfragen und vertraut sich ihren Eltern (Antonia Elwig und Pascal Trapp) an, die sie in ihrer Kritik ermutigen.
Bei dem Versuch, ihrem Freund David (dessen zwiespältige Gefühle Jakob Bergmaier mitreißend darstellt) und ihrer besten Freundin Amy (Emely Junker) die Augen zu öffnen, kommt es zum Streit. Währenddessen artet das Projekt immer weiter aus. Die einzigen Schüler, die die Gefahr erkennen, sind Laurie und ihre Freunde Alex (Alina Neumes) und Carl (Gero Strobel) von der Schülerzeitung. Sie starten einen weiteren Versuch, die Schüler wach zu rütteln und schreiben einen Artikel.
Nicht nur die Schüler sind der Welle verfallen, auch Ben Ross steigert sich immer mehr hinein und ignoriert das Flehen seiner Frau (Selina Ternes) sowie die Bedenken der Schuldirektorin Owens (Lea Kittsteiner).
Das Experiment wird immer mehr zum Selbstläufer, bis Mitglieder der Welle sogar handgreiflich werden. Schließlich schlägt David sogar Laurie, als diese erneut etwas gegen die Welle sagt. Dieser Zwischenfall rüttelt ihn jedoch wach und er unterstützt Laurie bei ihrem Kampf gegen die Welle.
Gemeinsam gelingt es den beiden, Ben Ross von der Beendigung des Experimentes zu überzeugen. Dieser beruft daraufhin eine Versammlung ein, in der er den Schülern zeigt, was aus ihnen geworden ist. Er beginnt mit einem Bild von Adolf Hitler, den er ihnen als ihren Führer vorstellt, geht über eine Aufreihung von Diktatoren und endet bei einem Bild, dass wohl alle sehr zum Nachdenken anregte: Faschismus steckt in jedem.
Neben den Akteuren sowie den zahlreichen Statisten der Theater AG trugen viele Mitschülerinnen und Mitschüler durch ihre Unterstützung beim Aufbau, der Technik, der Beleuchtung sowie bei den Kostümen und beim Schminken zum Gelingen der Aufführung bei. Ein großes Lob geht an die Regisseure Stefan Kliemt, Christina Miquel und Maren Unstedde, welchen es erneut gelungen ist, aus den jungen Darstellern das schauspielerische Talent heraus zu kitzeln, was zusammen mit ihren Inszenierungsideen in einem wunderbaren Theaterstück mündete. Die zahlreichen Zuschauer dankten es ihnen trotz der ernsten Thematik an vielen Stellen mit herzlichem Lachen und langem Applaus.

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Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

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