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Samstag, 05 Januar 2019 18:58

Herbstkonzert 2018

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Herbstkonzert 18Lebendig und laut sowie lyrisch und leise – dass das KuBa beides kann, stellten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer in diesem Oktober mit einem Querschnitt ihrer musikalischen Arbeit eindrucksvoll unter Beweis.
Nachdem das Format im vergangenen Dezember seine Premiere beim großen Adventskonzert gefeiert hatte, hatte die Fachschaft Musik die Schulgemeinschaft in diesem Jahr zum ersten Herbstkonzert der Schulgeschichte ins Forum des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums eingeladen. Während draußen also der Oktoberwind das Laub von den Bäumen fegte, fiel auf der Bühne der Startschuss für einen rund zweistündigen Streifzug durch das musikalische Leben am KuBa.
Bereits mit dem ersten Stück, „Mein kleiner grüner Kaktus“, von der Klasse 6e lebhaft und ausdrucksstark vorgetragen, war klar, dass im Forum an diesem Abend keine Langeweile auftreten würde. Nach diesem Evergreen, bei dem man bei genauem Hinhören einige Zuhörer im Publikum leise mitsummen hören konnte, und einem ersten Ausflug in die Popmusik folgte bereits der erste von zahlreichen solistischen Höhepunkten: Mit einem beeindruckenden Vortrag von Johannes Brahms’ „Ungarischem Tanz Nr. 5“ in der Fassung für Violine und Klavier überzeugte Alena Röser (6e) das Publikum auf ganzer Linie und erntete völlig verdient begeisterten Applaus für ihren Auftritt. Von zahlreichen merkwürdigen Bewohnern eines Mischwalds erzählten im Anschluss mit offensichtlich großem Spaß die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b in ihren selbst getexteten Strophen zum gleichnamigen Ohrwurm, bevor die Bühne ganz Justine Scholl aus der 9a gehörte, die mit einer sehr intimen und emotionalen Coverversion von Ed Sheerans „The A-Team“ die Zuhörer in ihren Bann zog. Dezent begleitet von Ulrich Bauer am Klavier fesselte sie das bis auf den letzten Platz besetzte Forum mit ihrer warmen und gefühlvollen Stimme und so konnte man am Ende für einen kurzen Moment fast eine Stecknadel fallen hören, bevor das Publikum seiner Begeisterung durch tosenden Applaus Ausdruck verlieh. Eine gänzlich andere Stimmung verbreiteten im Anschluss Bryan Fuhrmann und Alina Schnorpfeil mit einer wunderbar leicht und entspannt vorgetragenen Duettversion des Country-Klassikers „Take Me Home, Country Roads“, bevor der erste Auftritt der KuBa-Big Band unter der Leitung von Stefan Grober die erste Hälfte des Konzerts beendete.
Gestärkt mit von der MSS 13 verkauften Getränken und Brezeln läutete nur wenig später die 6a unter der Leitung von Marcus Junglas die zweite Konzerthälfte mit einer witzigen und ganz eigenen Interpretation des Rhythm-and-Blues-Klassikers „Hit the Road Jack“ ein, die auf charmante und kreative Weise das Streitgespräch zwischen einem Mann und seiner Frau durch den Gebrauch von doppelseitig verwendbaren Masken darstellte. Während hier damit von einer schlussendlich scheiternden Beziehung erzählt wurde, besang direkt im Anschluss Marius Schmitz aus der MSS 11 mit Ed Sheerans „Perfect“ sehr einfühlsam die wunderbare und alles überstrahlende Liebe zu einer Frau als Grundstein eines langen gemeinsamen Lebens. Und auch wenn man sich die im Liedtext beschriebene Szene eines romantischen Tanzes vielleicht eher in einer lauen Sommer- als einer stürmischen Herbstnacht vorstellen möchte, bot der Song doch einen hervorragenden Übergang zum folgenden Beitrag der Klasse 6d, die für ihren Auftritt das Forum zunächst in völlige Dunkelheit tauchte, um anschließend – mit bunten Knicklichtern an Händen und Armen – die Bühne mit einer schwungvollen Version des Gospels „Shine the Light“ zum Beben zu bringen. Einen wahrhaftigen Gänsehautmoment bescherte den Zuhörern im Anschluss Alisha Scholl (MSS 13) mit Birdys „Skinny Love“, einer wundervoll empfindsam vorgetragenen Klavierballade, in der die zauberhafte Stimme der angehenden Abiturientin großartig zum Tragen kam. Mit zwei Stücken der Comedian Harmonists entführte hiernach Stefan Kliemt sein Publikum ins Berlin der 1920er Jahre und schlug damit eine Brücke zum Beginn des Programms, stammt doch auch das erste Stück des Abends („Mein kleiner grüner Kaktus“) aus der Feder der ersten Boygroup Deutschlands. Stimmungsvoll begleitet von Anke Pretzsch, deren Klavierspiel ebenso großen Spaß machte wie der lebendige und dynamische Gesang, erweckte Stefan Kliemt die typische Art der längst verstorbenen Sänger eindrucksvoll zum Leben. Und so wippte das Publikum bei der allseits bekannten Ode an die Freundschaft „Ein Freund, ein guter Freund“, begeistert mit dem Fuß mit und entließ die Kollegen erst nach langem Applaus von der Bühne, die nun ein weiteres Mal der Big Band des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums gehörte. Diese heizte dem Publikum mit „Every little thing she does is magic“ (im Original von The Police) noch einmal richtig ein. Und spätestens als der Toto-Klassiker „Africa“ erklang, war die draußen herrschende Herbstkälte vergessen. So zeigte sich im Anschluss nicht nur der stellvertretende Schulleiter Ralf Thielen beeindruckt, sondern auch das Publikum, sodass nach einigen Worten des Dankes an die vorbereitenden Kollegen die Big Band zu der vehement eingeforderten Zugabe ansetzte und die Zuhörer mit den Klängen von „Eye of the Tiger“ wieder in die Maifelder Herbstnacht entließ.

Samstag, 05 Januar 2019 18:35

Kunterbunte Abende am KuBa

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Pippi 18In diesem Jahr präsentierte die Unterstufen-Theater-AG des Kurfürst-Balduin Gymnasiums zwei Aufführungen von Pippi Langstrumpf von der schwedischen Autorin Astrid Lindgren. Obwohl fast jeder der zahlreich erschienenen Gäste die Geschichten um Pippi Langstrumpf kannte, sorgte die bunte und unterhaltsame Aufführung im liebevoll zur Villa Kunterbunt umgestalteten alten Musiksaal der Schule für viel Gelächter und versetzte den ein oder anderen Besucher in die Kindheit zurück.     
Nachdem Pippi (Felicitas Welter), die Tochter von Kapitän Efraim Langstrumpf (Nico Glagau), in die Villa Kunterbunt eingezogen ist, stellt sie das Leben der Stadtbewohner völlig auf den Kopf. Gemeinsam mit ihren beiden Freunden Annika (Merle Annika Scheunert) und Tommy (Alena Röser) besucht sie den Jahrmarkt und macht dabei nicht nur zwei Polizisten (Jakob Weiler, Charlotte Steiner) auf sich aufmerksam, sondern auch zwei Diebe (Justus Schmidt, Nico Glagau). Als diese sie in der darauffolgenden Nacht aufsuchen, werden sie jedoch von der übernatürlich starken Pippi in die Flucht geschlagen. Die Polizisten, die sich um das allein lebende Mädchen sorgen, informieren die Managerin des Waisenhauses (Fiona Webler). Diese bemüht sich, das junge Mädchen ins Heim aufzunehmen, aber Pippi hat andere Pläne und lässt sich nicht umstimmen. Immerhin gelingt es Tommy und Annika, Pippi zu einem Schulbesuch zu überreden. Was als normaler Schultag beginnt, entpuppt sich als Chaos: Die von Seeräubern erzogene Pippi kann sich nicht benehmen und so raubt sie der Lehrerin (Emilia Cochems) den letzten Nerv. Auch die Teilnahme an einem Kaffeekränzchen bei Tommy und Annika verläuft nicht besser. Pippi bricht alle Regeln und sorgt für Sprachlo-sigkeit bei den Erwachsenen. Als die Managerin des Waisenhauses Pippi zwangsweise mit Hilfe der Polizei ins Heim aufnehmen möchte, taucht plötzlich der für tot gehaltene Vater Ef-raim wieder auf. Das Angebot, ihn auf seiner Seereise zu begleiten, nimmt Pippi begeistert an. Als sie jedoch die traurigen Gesichter von Tommy und Annika erblickt, beschließt sie, bei ihnen in der Villa Kunterbunt zu bleiben.
Über das Schuljahr hinweg hatten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler unter der Leitung von Beate Falterbaum und Anke Sattler Texte gelernt, geprobt, das Bühnenbild gestaltet und Kostüme genäht. Die Mühen wurden von den begeisterten Eltern und Großeltern in dem bis auf den letzten Platz besetzten Musiksaal belohnt. Ebenfalls einen großen Teil zu der gelungenen und kurzweiligen Aufführung trugen Monika Schneider und ihr Schminkteam sowie Noah Götten, der für den reibungslosen Ablauf bei der Technik sorgte, bei.

Sonntag, 04 November 2018 10:32

Erfrischendes Konzert des KuBa-Chores

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Frühlingskonzert18Am letzten Samstag im Mai präsentierte der Chor des KuBa-Gymnasiums bei bereits hochsommerlichen Temperaturen sein traditionelles Frühlingskonzert in der Münstermaifelder Stadthalle.
Die zahlreichen Musikfreunde erwartete ein heiterer, entspannter Abend mit einem abwechslungsreichen Programm erfrischender Musik.
Der KuBa-Chor begann seine Darbietung mit dem französischen Mailied „Ce mois de mai“ aus der Renaissance. Nach der schwungvollen Präsentation des berühmten romantischen Chorwerks „Zigeunerleben“ von Robert Schumann folgten zwei amerikanische Evergreens: Bei „Moon River“ erfreuten die Sängerinnen und Sänger mit einem homogenen Klangbild, das klangvoll und dynamisch gestaltete „New York, New York“ bildete den effektvollen Abschluss des ersten Auftritts.
Im Folgenden bekamen Solistinnen und Solisten die Chance, ihr Können zu zeigen. Nach dem von Alina Schnorpfeil und Bryan Fuhrmann sehr einfühlsam im Duett vorgetragenen Song „Take Me Home, Country Roads“ berührte Justine Scholl mit ihrer klangvollen und sensiblen Darbietung des bekannten Lieds „The A Team“. Im letzten Solovortrag überzeugte Justine Scholl auch im Duett mit Shannon Schmitz bei der Präsentation des Popsongs „Million Reasons“.
Danach präsentierten die Sängerinnen des KuBa-Chores mit großer Sensibilität zwei Songs von Simon & Garfunkel und entließen das begeisterte Publikum dann mit dem pfiffigen „Barbershop Blues“ in die Pause.
Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete der KuBa-Chor mit den zwei Beatles-Songs „Help!“ und „Blackbird“, die ebenso souverän dargeboten wurden wie „Killing Me Softly“ und das ruhige, sensible „You’ve Got a Friend“.
Bei dem gefühlvollen Solovortrag von Alisha Scholl („Can’t Help Falling in Love“) zeigte sich der Gitarrist Michael Lohr als sensibler Klavierbegleiter. Es folgten - von Michael Lohr an der Gitarre begleitet - der Hit „Perfect“ von Ed Sheeran, perfekt vorgetragen von Shannon Schmitz, sowie „Happy“, mitreißend im Duett gesungen von Alisha Scholl und Shannon Schmitz, bevor zur Überraschung aller und vor allem der Adressatin Michael Kaufmann in seinem ersten Soloauftritt seiner Freundin mit dem Lied „Für Sarah“ eine musikalische Liebeserklärung machte.
Zum Abschluss des Konzertes entführte der KuBa-Chor seine Zuhörer mit „Beauty And The Beast“ sowie „Breaking Free“ in zwei bekannte Musicals, bevor er mit dem Lied „The Show Must Go On“ von Queen den offiziellen Teil des Programms in eindrucksvoller Weise beendete. Das begeistert applaudierende Publikum nahm den Titel jedoch wörtlich, wie die Zugabenforderungen zeigten.   
Ulrich Bauer, musikalischer Leiter des Abends als Dirigent, Arrangeur und Pianist, gab dem Chor sowie den Solistinnen und Solisten mit dem anspruchsvollen, dabei aber vielfältigen und unterhaltsamen Programm viele Gelegenheiten, individuell wie auch gemeinsam ihr stimmliches Können zu präsentieren, gekonnt unterstützt durch die Klavierbegleiter Florian Wilbert (ehemaliger Schüler des KuBa und zukünftiger Musikstudent) und Kim van Loo.

Sein 2018 homepageDie Theater AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in Münstermaifeld wählte für ihre diesjährige Aufführung die durch und durch rabenschwarze Komödie „Sein oder Nichtsein – Noch ist Polen nicht verloren!“ nach Ernst Lubitsch.
Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher fanden sich in dem kleinen polnischen Städtchen Posen im Jahr 1939 wieder. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs befindet sich die ambitionierte Schauspieltruppe des Posener Stadttheaters in den Proben ihrer antifaschistischen Komödie “Sein oder Nichtsein“, einer gewagten Nazi-Parodie. Aus Angst, das Stück könne eine allzu große politische Provokation darstellen, verbietet die polnische Regierung die Aufführung und weist die Schauspieltruppe an, ihren unverwüstlichen Klassiker „Hamlet“ wieder auf den Spielplan zu setzen.
Dies kommt dem Kopf der Schauspieltruppe, Josef Tura (dessen Narzissmus gepaart mit mäßiger Intelligenz Jan Liesenfeld überzeugend verkörperte), gerade Recht. Kann er doch wieder jeden Abend völlig selbstverliebt den Hamlet mimen und seine Monologe von der Bühne schmettern. Einziges Ärgernis ist der junge Fliegerleutnant Stanislaw Sobinski (charmant und kämpferisch gespielt von Jakob Bergmaier), der es allabendlich wagt, mitten in seiner großen Szene den Saal zu verlassen, was den Star des Theaters in seiner Eitelkeit kränkt. Dabei kann dieser nicht ahnen, dass der Leutnant nicht nur ein Verhältnis mit seiner Frau Maria Tura (deren Arroganz, aber auch Bemühungen um den Zusammenhalt in der Schauspieltruppe Louisa Schneider gelungen darstellte) hat, sondern auch ein Widerstandskämpfer im polnischen Untergrund ist.  
Mit dem Einmarsch der Deutschen ändert sich die Lage schlagartig. Sobinski gelangt in einer polnischen Schwadron der Royal Air Force nach England, wo er auf den polnischen Professor Siletzky (gewitzt und clever verkörpert von Jan Kirchgässner) trifft. Dieser gibt bekannt, dass er in geheimer Mission in das besetzte Warschau reisen werde. Als deutlich wird, dass Siletzky ein deutscher Spion sein muss, wird Sobinski gleichfalls nach Warschau geschickt.
In Warschau soll Siletzky sich mit dem SS-Gruppenführer Erhard (mit dessen Naivität und geringen Führungsqualitäten Oliver Meiner das Publikum zum Lachen brachte) treffen, um den polnischen Widerstand zu zerschlagen. Um dies zu verhindern, begibt sich das Ensemble des Theaters zusammen mit dem theateraffinen und charmanten Fliegerleutnant und Partisan Sobinski in den polnischen Untergrund. Von nun an sind die Schauspielerinnen und Schauspieler gezwungen, ihre Rollen im echten Leben zu verkörpern. Die Nazi-Uniformen des ursprünglichen Stückes werden ausgegraben, die Darsteller stiften große Verwirrung unter der deutschen Besatzung und im Nu wird das früher kleine Stadttheater zum Mittelpunkt des polnischen Widerstandes.
Ähnlich wie die polnische Schauspieltruppe in den 1930er Jahren hat die Theater AG mit der Auswahl des Stückes Mut bewiesen. So wurde während der Darstellung der Geschehnisse im Kontext des Nationalsozialismus herzlich gelacht. Doch gerade an dem, über das gelacht wurde, wurde die in der Parodie enthaltene Kritik deutlich, so dass es den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern auf beeindruckende Weise gelang, die Geschehnisse des Nationalsozialismus nicht zu banalisieren, sondern im Gegenteil zu Offenheit und Meinungsfreiheit zu ermuntern.
Die Regisseure Stefan Kliemt, Tina Miquel und Maren Unstedde schafften es wiederum mit einer besonnenen Vergabe der Rollen an die die jungen Akteurinnen und Akteure, ein ernsthaftes Thema auf humorvolle Art und Weise zu übermitteln.
Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Aufführung leisteten das Schminkteam unter der Leitung von Monika Schneider und das Technikteam (Noah Götten, Martin Lemler und Sebastian Lossen). Das Publikum honorierte die monatelange Arbeit und die daraus resultierende gelungene Aufführung mit langem Applaus.

Dienstag, 24 Juli 2018 12:51

Nichts - Was im Leben wichtig ist

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NichtsCollageAuch in diesem Jahr brachte die Theater AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums eine interessante und polarisierende Thematik auf die Bühne der Münstermaifelder Stadthalle. Die Aufführung beschäftigte sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens frei nach dem im Jahr 2000 erschienenen Jugendroman „Nichts - Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller.
Am Vormittag gab es eine eigene Vorstellung für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8-10, die von den jeweiligen Klassenlehrerinnen und –lehrern begleitet wurden. Im Anschluss wurde das Stück anhand von Leitfragen und mit Unterstützung der Schauspielerinnen und Schauspieler in den Klassen besprochen. Am Abend des gleichen Tages zeigte die Theater AG ihre diesjährige Produktion der interessierten und zahlreich erschienenen Öffentlichkeit.  
Die Geschichte wird als Rückblende von Jan-Johann (Jakob Bergmaier), Gerda (Samira  Christmann) und Marie-Ursula (Selina Ternes) erzählt: Als in einer dänischen Schule in der Kleinstadt Taering Pierre-Anthon (Oliver Kosub) aufsteht und seinen Mitschülern sowie seinem Lehrer Eskildsen (Dennis Lossen) verkündet, dass nichts im Leben etwas zu bedeuten hat, versucht seine Klasse ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Von nun an errichten sie im stillgelegten Sägewerk am Rande der Stadt den Berg der Bedeutung. Es beginnt mit harmlosen Habseligkeiten wie Jugendbüchern, einem Fußball und Sandalen. Als sie jedoch weiterhin die nihilistischen Kommentare von dem auf einem Pflaumenbaum sitzenden Pierre-Anthon, der sich strikt weigert, sowohl in die Schule zu gehen, als auch den Berg aus Bedeutung anzusehen, anhören müssen, arten die Forderungen der Schülerinnen und Schüler aus. Denn der Schüler, der zuletzt einen bedeutungsvollen Gegenstand abgeben musste, darf sich ein ,,neues Opfer“ aussuchen. So steigern sich die Opfer der Schülerinnen und Schüler über einen lebenden Hamster und eine Adoptionsurkunde, bis die Forderungen einen grausamen Höhepunkt damit erreichen, dass sich sechs Schüler nachts auf den Friedhof schleichen, um Elises (Johanna Rennau) größte Bedeutung auszugraben, den Sarg ihres kürzlich verstorbenen Bruders nebst Inhalt. Die Schandtaten nehmen ihren Lauf, indem Sophie (Emely Junker) zulassen muss, dass ihr auf grausame Art und Weise ihre Unschuld genommen wird und Jan-Johanns (Felix Frieb-Preis) rechter Zeigefinger abgeschnitten wird.
Die Polizei trifft unmittelbar im Sägewerk ein, nachdem Jan-Johann es ohne seinen Finger verlassen hat. Trotz der Bemühungen der Polizei, die Sache geheim zu halten, wird sie durch Sophies Anruf bei der regionalen Zeitung weltbekannt. Nach Monaten des Ansturms von Journalisten aus der ganzen Welt lässt der Trubel nach und zurück bleiben deprimierte Schüler, aus deren Sicht der Berg aus Bedeutung nach und nach seine Bedeutung verliert. Aus Frustration und Wut gehen sie schließlich sogar aufeinander los. Als Pierre-Anthon durch das verzweifelte Flehen von Agnes (Elisa Kaiser) schließlich doch noch im Sägewerk auftaucht, verhöhnt er nur den Berg, der seine Mitschülerinnen und Mitschüler so viel Mühe gekostet hat. Daraufhin richtet sich ihre Wut auf ihn und die Geschichte nimmt ihr dramatisches Ende, als die Klasse Pierre-Anthon umbringt und anschließend das Sägewerk mitsamt seiner Leiche und dem Berg der Bedeutung in Brand setzt.
Neben den talentierten Darstellerinnen und Darstellern erfüllten auch hinter den Kulissen viele Helferinnen und Helfer ihre Rolle. Sowohl das Schminkteam als auch die Beleuchter und Techniker leisteten hervorragende Arbeit. Die Regisseure Stefan Kliemt, Christina Miquel und Maren Unstedde, die der Theater AG trotz Schulwechsel stets die Treue hält, suchten mit großem Feingefühl und Geschick die zu den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern passenden Rollen aus und inszenierten die schwierige Thematik in für das Publikum zumutbarer Art und Weise. Ihre monatelange Arbeit belohnte ein sehr ergriffenes und zum Nachdenken angeregtes Publikum mit großem Applaus.

Donnerstag, 15 März 2018 13:28

KuBa-Musiker präsentieren die Facetten des Advents

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Weihnachtskonzert 17Am Donnerstagabend vor dem dritten Advent hatte das Kurfürst-Balduin-Gymnasium zur Aufführung des traditionellen Weihnachtskonzertes in die Stiftskirche in Münstermaifeld eingeladen. Den Zuhörerinnen und Zuhörern wurden von den fünften Klassen sowie verschiedenen musikalischen Arbeitsgemeinschaften des Gymnasiums vielfältige Facetten des Advents präsentiert.
Organisiert und vorbereitet war das Konzert seit den Sommerferien von den Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Musik worden.
Mit der besinnlichen Eröffnung des Konzertes durch die Schülerinnen und Schüler der Blechbläser AG unter der Leitung von Harald Löffler von der Empore aus erfüllte vorweihnachtliche Stimmung die bis auf den letzten Platz besetzte Stiftskirche. „In the bleak midwinter“, vorgetragen von den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5a und 5d und virtuos begleitet von Mauricio Marx an der Orgel, Katharina Hommes mit der Querflöte und Sebastian Schaub mit der Trompete ergänzte dann noch die Winterstimmung.
Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Ralf Thielen trugen Samira Christmann und Dennis Lossen die Weihnachtsgeschichte vor, musikalisch untermalt durch die im deutschen Sprachraum leider kaum noch bekannten englischen Weihnachtslieder „And when the angels“ und „O little town of Bethlehem“, ebenfalls vorgetragen durch die Klassen 5a und 5d unter Leitung ihrer Musiklehrer Marcus Junglas und Stefan Grober und begleitet durch Saxophonistinnen (Anna Wilken-Kobrow, Jolene Daleiden, Katrin Schneider, Katharina Veit) der KuBa-BigBand.
Ihre Vorfreude auf Weihnachten brachte die Klasse 5c unter der Leitung von Anke Pretzsch mit ihrem szenisch untermalten Vortrag des Liedes „Bis Weihnachten ist nicht mehr weit“ zum Ausdruck. Genauso heiter und mitreißend folgte „Wir sagen euch an den lieben Advent“, das die Kinder sehr gelungen auf selbst gewählten Instrumenten begleiteten.
Eine lustige, aber auch etwas makabre Seite des Advents präsentierte Pascal Trapp mit seinem Vortrag von Loriots Adventsgedicht, in dem es dem Förster an den Kragen geht.  
Sehr beeindruckend trommelte die Klasse 5b von Musiklehrer Harald Löffler auf unterschiedlich langen Kunststoffröhren, sogenannten „Boomwhackers“, den „Stern über Bethlehem“, begleitet von Tabea Adams als Solistin und Stefan Kliemt am Klavier.
Bei einem Weihnachtskonzert nicht fehlen darf natürlich ein Auftritt des von Ulrich Bauer geleiteten KuBa-Chores, der den Zuhörerinnen und Zuhörern in gewohnter Professionalität und Einfühlsamkeit, rhythmisch prägnant durch Florian Wilbert am Klavier begleitet, die bekannten Adventslieder „Macht hoch die Tür“ und „Somebody’s knocking at your door“ präsentierte. Insbesondere zur Freude der französischen Gastschülerinnen und Gastschüler und ihrer Lehrer des „Collège Elisabeth de Nassau“ in Sedan erklang das französische Weihnachtslied „Les anges dans nos campagnes“, bevor der Chor seinen ersten Auftritt mit dem freudig beschwingten „Gloria Festiva“ beschloss.
Im Anschluss begrüßte der Organisator des französischen Schüleraustausches Georg Krautz gemeinsam mit den beiden Schülerinnen Katharina Brachtendorf und Diana Velasquez-Chilet die französischen Gäste in ihrer Muttersprache.
Auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5e würdigten in ihrem Auftritt die französischen Gäste mit „Il est né“, obwohl sie nach Auskunft ihres Musiklehrers Ulrich Bauer noch gar keinen Französischunterricht erhalten. Neben „Little drummer boy“ zeigten die Kinder ihr Sprachtalent auch beim Vortrag des spanischen Weihnachtsliedes „Zumba Zumba“, begleitet von Katharina Hommes an der Querflöte und Florian Wilbert am Klavier.
Als Höhepunkt und Abschluss des abwechslungsreichen und rundum gelungenen Weihnachtskonzertes wünschten alle Mitwirkenden „Fröhliche Weihnacht überall“ und übermittelten mit „O come all ye faithful“ musikalisch die Weihnachtsbotschaft. Mit dem Schlusslied „Tochter Zion“ entließen die Schülerinnen und Schüler schließlich ihr begeistertes Publikum.

Montag, 29 Januar 2018 14:47

BigBand hautnah

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BigbandHomepage 17Hautnah konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer am Donnerstag vor den Herbstferien das Konzert der KuBa-Bigband, das dieses Mal nicht auf einer großen Bühne, sondern im gemütlichen Ambiente des Forums im Kurfürst-Balduin Gymnasium stattfand, erleben.
Dementsprechend präsentierte die Bigband ganz bescheiden und unprätentiös. Statt großer Show und aufregendem Spektakel wurde einfach „nur“ Musik gemacht - aber wie! Die Perfektion und Spielfreude der jungen Musikerinnen und Musiker war einfach mitreißend und unwiderstehlich.
Dirigiert von ihrem Leiter Stefan Grober präsentierten sie in eineinhalb Stunden ein breites Spektrum an Musikstilen, vom klassischen Beethoven über den Jazztrompeter Louis Armstrong bis zum „King of Pop“ Michael Jackson war alles dabei.
Obwohl die Bigband in den letzten beiden Jahren große Verluste erleiden musste, da zahlreiche Mitgliederinnen und Mitglieder aufgrund ihres erfolgreich absolvierten Abiturs das KuBa und damit auch die BigBand verlassen hatten, war sie in allen Sektionen gut aufgestellt. Die Trompeten brillierten mit klarem Sound, die Posaune agierte ausgesprochen klangschön und die große Anzahl an Saxophonen musizierte so homogen und rhythmisch, als wären die jungen Musikerinnen und Musiker schon jahrelang dabei. Auch am Schlagzeug, am Klavier, an den Klarinetten, Querflöten und Bässen präsentierten sie sich melodisch und klangvoll.
Höhepunkte des Abends waren die Soli ehemaliger Bandmitglieder, die BigBand ist also oft auch nach dem Abitur nicht vergessen. Der Gitarrist Lukas Bierbrauer nahm das Publikum mit „Wish you were here“ von Pink Floyd für sich ein und auch das Duett des ehemaligen Schülers Florian Wilbert (Klavier) mit Sebastian Schaub (Trompete) wurde mit großem Applaus belohnt. Zum Ende des Konzertes überzeugten die beiden jungen Sängerinnen Katharina Hommes und Anna Schaub mit ihrer Darbietung von „From a distance“. Moderiert wurde der Abend von Stefan Grober selbst in seiner humorvollen und lockeren Art.
Das Publikum dankte schließlich mit begeistertem Applaus für den schönen Abend und es war klar: Das Gymnasium Münstermaifeld kann auf seine BigBand stolz sein!

Sonntag, 05 November 2017 15:19

Packender Liederabend mit Stefan Kliemt

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LiederabendPresseLiederabende, in denen ein Sänger und ein Pianist Kunstlieder vortragen, spielen im heutigen Musikleben eine eher marginale Rolle. Dabei gehört die Gattung des Kunstliedes mit seiner Verbindung von Lyrik und Musik zu den anspruchsvollsten Musikgattungen überhaupt; es ist eine Kunstform für echte Gourmets, die das vollkommene Zusammenspiel von Dichtkunst, meisterhafter Komposition, Gesangskunst und pianistischer Virtuosität zu schätzen wissen.
Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld ist in der glücklichen Lage, mit Stefan Kliemt einen Lehrer zu haben, der nicht "nur" Latein, Geschichte und Katholische Religion unterrichtet und als Regisseur die Theater-AG betreut, sondern auch regelmäßig im Konzertleben der Schule als Tenorsänger von professionellem Rang zu hören ist.
Unter dem Motto "Schillernder Schubert" gab er nun im Rahmen der Reihe KuBa-Forum im gut gefüllten Alten Musiksaal des Gymnasiums einen packenden Liederabend mit bekannten Balladen von Schiller, vertont von Franz Schubert. Mancher Besucher wird sich beim Blick ins Programm wohl zunächst gewundert haben, dass dort nur vier Titel verzeichnet waren. Aber eine Ballade ist eben weit mehr als nur ein Lied. Jede dieser Balladen ist eigentlich ein kleines Drama, in dem der Sänger nicht nur den Erzähler, sondern auch alle Rollen verkörpern muss, und der Pianist muss dazu wie ein ganzes Orchester eine spannende "Filmmusik" liefern, und beide Personen müssen in inniger Symbiose alle Wechselbäder der Gefühle und den übergreifenden großen Spannungsbogen vermitteln.
Diese schwierige Aufgabe bewältigten Stefan Kliemt und der Pianist Karsten Huschke auf bewundernswerte Weise. Neben den beiden kürzeren, aber nicht weniger anspruchsvollen Balladen "Ritter Toggenburg" (Text: Schiller) und "Der Zwerg" (Text: M. von Collin) gerieten vor allem die beiden großen, berühmten Schiller-Balladen "Der Taucher" und "Die Bürgschaft" zu atemberaubenden Höhepunkten des Abends. Dass im Programm die Texte nicht abgedruckt waren, schien zuerst ein Manko zu sein, doch aufgrund der klaren, plastischen und ausdrucksstarken Diktion von Stefan Kliemt konnten sicherlich auch die Zuhörer gut folgen, die mit den Texten nicht oder nur wenig vertraut sind. Vor allem aber war es die ungemein facettenreiche gesangliche Interpretation der unterschiedlichsten Stimmungen, die den Zuhörern unter die Haut ging. Bei aller Subtilität der Gestaltung standen dem Sänger aber auch jederzeit die nötigen Kraftreserven zur Verfügung, um die Spannungsbögen und die dramatischen Höhepunkte ohne Abstriche auszusingen.
Was könnte aber ein Sänger ohne einen exzellenten Pianisten an seiner Seite ausrichten? Karsten Huschke, Studienleiter und Kapellmeister am Theater Koblenz, bewältigte nicht nur die immensen technischen Anforderungen der Klavierparts absolut souverän, sondern zeigte auch ein kongeniales Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, jede Phrase in vollkommenem Einklang mit dem Sänger zu gestalten. Hier war nicht nur ein virtuoser Tastenkünstler am Werk, sondern vor allem ein Mann des Theaters, der dem Flügel geradezu orchestrale Klangfarben entlockte und gemeinsam mit Stefan Kliemt das ganze dramatische Potential der Balladen zum Leben erweckte.
Für den großen Applaus des begeisterten Publikums bedankten sich die beiden Künstler mit dem Schubert-Lied "An die Leier". Ganz herzlich dankte Stefan Kliemt auch seinem Klavierpartner Karsten Huschke, von dem er sich "wie auf Flügeln getragen" fühlte, und bei seiner Gesangslehrerin Cynthia Grose, der er nach eigenem Bekunden all das zu verdanken hat, was er als Sänger erreicht hat.

Freitag, 04 August 2017 15:48

Eine Woche voller Samstage am KuBa-Gym

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TheatercollageHomepageAm Sonntag schien den ganzen Tag die Sonne. Am Montag kam Herr Mon zu Besuch. Am Dienstag hatte Herr Taschenbier wie immer Dienst. Am Mittwoch war Mitte der Woche. Am Donnerstag hat es den ganzen Tag gedonnert. Am Freitag bekam Herr Taschenbier frei. Und am Samstag… kommt das Sams, ein quirliges, respektloses, aber sehr liebenswertes Wesen, das sich Herrn Taschenbier zum Papa wählt und seinen Alltag ganz schön durcheinander wirbelt. Ständig sorgt es für Aufregung und bringt Herrn Taschenbier in immer neue Verlegenheiten.
Die Regisseurin Beate Falterbaum brachte mit der Unterstufen-Theater-AG, der auch viele Fünftklässler angehören, den Kinderbuchklassiker „Eine Woche voller Samstage“ von Paul Maar mit viel Schwung und Witz auf die Bühne des Alten Musiksaales des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums.
Herr Taschenbier (Mandy Große) ist ein ängstlicher und biederer Mensch, der in einem kleinen Zimmer zur Untermiete bei Frau Rotkohl (Celine Martin) wohnt. Energisch setzt diese ihn zu einem Spaziergang vor die Tür, wenn sie einmal wieder mit Staubwedel und Putzeimer durch sein Zimmer wirbelt. Herrn Taschenbier ist die Stadt jedoch viel zu laut und hektisch. Schrill gekleidete, eilige Menschen rasen an ihm vorbei. Er fürchtet sich, ebenso wie er vor seinem strengen Chef im Büro, Herrn Oberstein (Marlon Schlipper), Angst hat.
An einem Samstag aber, wird alles anders. Ein lustiges Wesen mit Rüsselnase, borstigem roten Haar und einem freundlichen Gesicht übersät mit blauen Wunschpunkten singt fröhlich-freche Lieder auf der Straße und beschließt, bei Herrn Taschenbier zu bleiben. Das Sams (Anna-Levy Geiermann) setzt sich immer durch – ob es Herrn Taschenbiers Vorgesetzten im Büro oder die ewig aufdringliche Vermieterin Frau Rotkohl ärgert, ob es im Kaufhaus seinen Taucheranzug bekommt oder in der Schule Herrn Groll (Aurelia Steffes) an den Rand des Wahnsinns bringt - das Sams lässt sich von nichts und niemandem einschüchtern, macht überall freche Bemerkungen und schimpft zurück, wenn andere schimpfen. Es kann aber auch Wünsche erfüllen und vor allem Mut machen.
Herrn Taschenbier ist das anfangs furchtbar peinlich und er versucht auf alle möglichen Arten, das Sams wieder loszuwerden. Aber seltsam – je länger es bei Herrn Taschenbier bleibt, desto mehr Gefallen findet er an dessen Lebenseinstellung. Eine zärtliche, lustige Freundschaft entsteht zwischen den beiden. Herr Taschenbier lernt, „Nein!“ zu sagen, spontan zu sein und Dinge zu tun, die einfach Spaß machen. Und so wird am Schluss aus dem braven, ängstlichen Büroangestellten ein selbstbewusster Mensch, der gelernt hat, sich zu behaupten.     
Die zahlreichen Zuschauer beeindruckte vor allem die Textsicherheit der jungen Schauspieltruppe sowie die reibungslose Organisation des Umbaus der liebevoll gestalteten Bühne. Insbesondere Anna-Levy Geiermann stellte faszinierend und komödiantisch das Temperament des frechen Wunscherfüllers dar. Mit der Unterstützung von Marvin Heil an der Technik und Anke Sattler, Stefanie Seibert und Monika Schneider sowie einem Team von Schülerinnen und Schülern, die die Akteure liebevoll und phantasiereich schminkten, wurde die Aufführung zum einem großen Vergnügen für die zahlreichen großen und kleinen Theaterfreunde sowie zu einem Aufruf an die Erwachsenen, sich nicht immer ganz so ernst und wichtig zu nehmen.

Freitag, 04 August 2017 10:19

Hinreißendes Frühlingskonzert der KuBa-Chöre

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FkonzertHomepageDie schlechte Nachricht zuerst: Chormusik kann durchaus nach hinten losgehen. Gerade schulische Gesangsensembles haben jahrzehntelang mit ihrem überästhetisiert-realitätsfremden und langweilig-kreuzbraven Darbietungen deutscher Wald- und Wanderfreuden unfreiwillig und erheblich beigetragen zur Sehnsucht einer ganzen hiesigen Generation nach der Wildnis, dem automobilen Lebensstil und der ursprünglicheren Musik Nordamerikas. Nun die gute Nachricht: Sie besteht darin, dass solche unbeabsichtigten musikalischen Abschreckungsstrategien offenbar der Vergangenheit angehören – wie das Frühlingskonzert der Chöre des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld nun wieder zeigte.
Unter der Leitung von Musiklehrer Ulrich Bauer stemmten Dutzende von teils noch sehr jungen Schülerinnen und Schülern gemeinsam ein gewaltiges Programm voller Leichtigkeit und Charme, Lebenszugewandtheit und Aktualität. Da begegneten sich ganz klassische Chorsätze von wunderbaren uralten, teils englischen, Frühlings- und Sommerliedern, ein Gesangsstück aus dem berühmten Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, die Comedian Harmonists und die Hits von Adele, wobei Charme und Kraft des Programms gerade in jener Dosierung und jenem Kontrast bestanden, in dem sich die Eigenheiten der Stile erst richtig entfalteten, anstatt sich in ermüdendem Gleichklang totzulaufen. ABBA und die Beatles traten hier eben nicht gegen „Nun will der Lenz uns grüßen“ an, sondern mit dem deutschen Frühlingsstandard gemeinsam und umso reizvoller.
Aber kaum etwas würde die ganze kollektive Anstrengung letztlich bewirken, ließe sie sich nicht auch auf einer anderen Ebene auf das Prinzip der Abwechslung ein: Solisten bekamen die Chance, ihr Können zu zeigen, sowohl eingebunden im Chor (Lea Wagner, Shannon Schmitz) als auch im selbstgewählten Quartett-Format „Crazy Noise“ (Louisa Heibert, Jennifer Könntgen, Shannon Schmitz, Alisha Scholl) oder ganz allein und nur mit Klavierbegleitung (Anna Levy Geiermann und Justine Scholl) oder auch zu Akustikgitarrenklängen (Alisha Scholl); der Chor der 5. Klassen und der Chor der 6d wechselten sich ab mit dem Jugendchor und dieser wieder mit dem KuBa-Chor, in dem aktuelle Mittel- und Oberstufenschüler ebenso wie Lehrer, Väter und Ehemalige mitsangen, gekonnt unterstützt von instrumentalen Untermalungen durch Katharina Hommes (Querflöte) und Kim van Loo (Klavier). Als rein instrumentales Intermezzo spielte der Gitarrist Michael Lohr mit gewohnter Virtuosität einen Jazz-Walzer auf seiner Tapping-Gitarre.
Was mit einem swingenden Frühlingskanon zum Betreten der Bühne begonnen hatte, entwickelte sich bei schwungvoller Moderation durch Tabea Adams, Katarina Brachtendorf, Annika Könntgen und Diana Velasquez Chilet über ein (Koch-)Rezept zur karibischen Lebensfreude in „Chili Con Carne“ (mit aberwitzigen Schwierigkeiten in Harmonie, Rhythmus und wortspielerischer Textfülle zugleich) über Feuerzeughymnen wie „When We Were Young“ und Leonard Cohens „Hallelujah“ ohne Durchhänger und bei ständig einfach hinreißenden Spitzenleistungen aller Akteure hin zum endlosen kalifornischen Sommer eines Beach-Boys-Medleys. „Fun, Fun, Fun“ hatten die Zuhörer in der vollbesetzten Münstermaifelder Stadthalle da allerdings schon den ganzen Abend gehabt – wenn auch noch nicht genug, wie die Zugabenforderungen zeigten.

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Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

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