+49 (0) 2605 98 01 0 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

2018

2018 (7)

Sonntag, 24 Februar 2019 18:22

Kultur wird am KuBa großgeschrieben

geschrieben von

Theater5 18Die fünften Klassen besuchten am Anfang Dezember das Koblenzer Theater, wo das Stück Die kleine Hexe von Otfried Preußler aufgeführt wurde. Die Hauptperson des Stückes – die kleine Hexe – möchte so gut zaubern lernen, dass sie in den Kreis der großen Hexen aufgenommen wird. So arbeitet sie ein Jahr lang hart an sich, perfektioniert ihr Handwerk und vollbringt das ganze Jahr über gute Taten, indem sie Gutes für ihre Mitmenschen bewirkt. Als der Hexenrat sie trotz ihrer Fähigkeiten nach Ablauf des Jahres nicht in seinen Kreis aufnehmen will, da sie zu viel Gutes für die Menschen getan hat, verhext die kleine Hexe die Besen und Zauberbücher der alten Hexen, sodass diese nicht mehr zaubern können. Insofern steht die kleine Hexe für ihre Überzeugungen ein und lässt sich auch trotz Widerständen nicht vom rechten Weg abbringen.
„Mir hat der Besuch des Theaters sehr gefallen und ich fand die schauspielerischen Leistungen wirklich klasse“ so eine Schülerin. Auch einem anderen Schüler hat es gut gefallen. „Ich kannte das Stück zwar schon, aber es auf einer Bühne aufgeführt zu sehen, ist schon etwas Besonderes“.
Abgerundet wurde die Exkursion mit einer Wanderung zum Deutschen Eck, wo die Schülerinnen und Schüler das Reiterdenkmal von Kaiser Wilhelm I. bestaunten.

Sonntag, 24 Februar 2019 18:14

Weihnachtskonzert in der Stiftskirche

geschrieben von

Weihnachtskonzert 18Am Vorabend des zweiten Advents hatte der Chor des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert in die Münstermaifelder Stiftskirche eingeladen. Mit diesem Konzert wurde nicht nur eine seit vielen Jahren nahezu ununterbrochene Tradition fortgeführt, sondern der Chor konnte nun auch sein 30jähriges Bestehen feiern.
Im Jahr 1988 wurde der Schulchor von seinem Leiter Ulrich Bauer gegründet und gab sein Debüt mit seinem ersten Weihnachtskonzert im alten Musiksaal des Gymnasiums. Seit 1990 finden die Weihnachtskonzerte in der Stiftskirche statt.
Die Mitwirkung von Ehemaligen, Lehrern und Vätern gehört zu den festen Traditionen des KuBa-Chores und macht diesen zu einer generationenübergreifenden Singgemeinschaft. Dies trägt aber auch wesentlich zur Kontinuität und Qualität des KuBa-Chores bei.   
Von dieser Qualität konnten sich die zahlreichen Besucher in der vollbesetzten Stiftskirche überzeugen, erwartete sie doch ein besinnliches und feierliches Konzert, das mit Advents- und Weihnachtsliedern, Lesungen und anspruchsvollen Chorwerken den Sinngehalt von Advent und Weihnachten vermittelte.
Den Zuhörern wurde ein sehr abwechslungsreiches Programm geboten, die Lieder und Chorwerke waren aber sinnvoll in die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium eingebettet. Die Lesungen wurden von den beiden Schülerinnen Merle Bahr und Felicitas Welter (Klasse 7d) nicht nur sicher und mit klarer Diktion, sondern auch sehr lebendig und ausdrucksvoll vorgetragen.
Der KuBa-Chor hatte 16 Titel aus mehreren Epochen und in verschiedenen Sprachen zu bewältigen. Es  erklangen so anspruchsvolle Chorwerke wie “Veni Emmanuel” (Adventi ének) von dem ungarischen Komponisten Zoltán Kodály, “Übers Gebirg Maria geht” von Johann Eccard und “Ubi caritas et amor” von dem französischen Komponisten Maurice Duruflé. Hier zeigte der Chor in überzeugender Weise seine Fähigkeit zu einem nicht nur sauber intonierten und klangschönen, sondern auch spannungsvollen und ausdrucksstarken A-cappella-Gesang.
Die Zuhörer durften sich aber auch an bekannten Weihnachtsliedern wie “Kommet ihr Hirten” oder “Ich steh an deiner Krippe hier” (aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach) erfreuen.
Eine besondere Spezialität des KuBa-Chores sind englische Christmas Carols wie “God rest you merry, Gentlemen”, “The first Nowell” und “O come, all ye faithful”. Diese britischen Weihnachtslieder trug der Chor mit spürbarem Enthusiasmus vor. Die klangliche Pracht wird durch die Orgelbegleitung gesteigert und kulminiert jeweils in der letzten Strophe durch eine über die Liedmelodie gelegte strahlende Oberstimme des Soprans.
Für klangliche Abwechslung sorgten vier Werke für Frauenchor: So beeindruckten die Sopran- und Altstimmen mit den beiden Motetten “Veni Domine” und “Laudate pueri” von Felix Mendelssohn, an der Orgel professionell begleitet von dem ehemaligen Schüler Kevin Breitbach, der inzwischen ein Studium der Fächer Kirchenmusik und Schulmusik absolviert hat. Sehr klangschön und ätherisch schwebend gelang das a cappella gesungene “Ave Maria” von Zoltán Kodály. Und schließlich verbreitete das von John Rutter arrangierte Christmas Carol “Tomorrow shall be my dancing day” mit seinen schwungvollen Walzerrhythmen viel Lebensfreude. Dazu trug auch die virtuose Klavierbegleitung bei, die Florian Wilbert, ebenfalls ein ehemaliger Schüler des KuBa, der inzwischen das Fach Schulmusik studiert, bravourös bewältigte.
Das Schlusslied „O come, all ye faithful“ sang der KuBa-Chor nach langem Beifall noch einmal gemeinsam mit den Zuhörern in der deutschen Version “Herbei, o ihr Gläubigen” - ein stimmungsvoller Abschluss eines festlichen Weihnachts- und Jubiläumskonzertes.

Samstag, 05 Januar 2019 18:58

Herbstkonzert 2018

geschrieben von

Herbstkonzert 18Lebendig und laut sowie lyrisch und leise – dass das KuBa beides kann, stellten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer in diesem Oktober mit einem Querschnitt ihrer musikalischen Arbeit eindrucksvoll unter Beweis.
Nachdem das Format im vergangenen Dezember seine Premiere beim großen Adventskonzert gefeiert hatte, hatte die Fachschaft Musik die Schulgemeinschaft in diesem Jahr zum ersten Herbstkonzert der Schulgeschichte ins Forum des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums eingeladen. Während draußen also der Oktoberwind das Laub von den Bäumen fegte, fiel auf der Bühne der Startschuss für einen rund zweistündigen Streifzug durch das musikalische Leben am KuBa.
Bereits mit dem ersten Stück, „Mein kleiner grüner Kaktus“, von der Klasse 6e lebhaft und ausdrucksstark vorgetragen, war klar, dass im Forum an diesem Abend keine Langeweile auftreten würde. Nach diesem Evergreen, bei dem man bei genauem Hinhören einige Zuhörer im Publikum leise mitsummen hören konnte, und einem ersten Ausflug in die Popmusik folgte bereits der erste von zahlreichen solistischen Höhepunkten: Mit einem beeindruckenden Vortrag von Johannes Brahms’ „Ungarischem Tanz Nr. 5“ in der Fassung für Violine und Klavier überzeugte Alena Röser (6e) das Publikum auf ganzer Linie und erntete völlig verdient begeisterten Applaus für ihren Auftritt. Von zahlreichen merkwürdigen Bewohnern eines Mischwalds erzählten im Anschluss mit offensichtlich großem Spaß die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b in ihren selbst getexteten Strophen zum gleichnamigen Ohrwurm, bevor die Bühne ganz Justine Scholl aus der 9a gehörte, die mit einer sehr intimen und emotionalen Coverversion von Ed Sheerans „The A-Team“ die Zuhörer in ihren Bann zog. Dezent begleitet von Ulrich Bauer am Klavier fesselte sie das bis auf den letzten Platz besetzte Forum mit ihrer warmen und gefühlvollen Stimme und so konnte man am Ende für einen kurzen Moment fast eine Stecknadel fallen hören, bevor das Publikum seiner Begeisterung durch tosenden Applaus Ausdruck verlieh. Eine gänzlich andere Stimmung verbreiteten im Anschluss Bryan Fuhrmann und Alina Schnorpfeil mit einer wunderbar leicht und entspannt vorgetragenen Duettversion des Country-Klassikers „Take Me Home, Country Roads“, bevor der erste Auftritt der KuBa-Big Band unter der Leitung von Stefan Grober die erste Hälfte des Konzerts beendete.
Gestärkt mit von der MSS 13 verkauften Getränken und Brezeln läutete nur wenig später die 6a unter der Leitung von Marcus Junglas die zweite Konzerthälfte mit einer witzigen und ganz eigenen Interpretation des Rhythm-and-Blues-Klassikers „Hit the Road Jack“ ein, die auf charmante und kreative Weise das Streitgespräch zwischen einem Mann und seiner Frau durch den Gebrauch von doppelseitig verwendbaren Masken darstellte. Während hier damit von einer schlussendlich scheiternden Beziehung erzählt wurde, besang direkt im Anschluss Marius Schmitz aus der MSS 11 mit Ed Sheerans „Perfect“ sehr einfühlsam die wunderbare und alles überstrahlende Liebe zu einer Frau als Grundstein eines langen gemeinsamen Lebens. Und auch wenn man sich die im Liedtext beschriebene Szene eines romantischen Tanzes vielleicht eher in einer lauen Sommer- als einer stürmischen Herbstnacht vorstellen möchte, bot der Song doch einen hervorragenden Übergang zum folgenden Beitrag der Klasse 6d, die für ihren Auftritt das Forum zunächst in völlige Dunkelheit tauchte, um anschließend – mit bunten Knicklichtern an Händen und Armen – die Bühne mit einer schwungvollen Version des Gospels „Shine the Light“ zum Beben zu bringen. Einen wahrhaftigen Gänsehautmoment bescherte den Zuhörern im Anschluss Alisha Scholl (MSS 13) mit Birdys „Skinny Love“, einer wundervoll empfindsam vorgetragenen Klavierballade, in der die zauberhafte Stimme der angehenden Abiturientin großartig zum Tragen kam. Mit zwei Stücken der Comedian Harmonists entführte hiernach Stefan Kliemt sein Publikum ins Berlin der 1920er Jahre und schlug damit eine Brücke zum Beginn des Programms, stammt doch auch das erste Stück des Abends („Mein kleiner grüner Kaktus“) aus der Feder der ersten Boygroup Deutschlands. Stimmungsvoll begleitet von Anke Pretzsch, deren Klavierspiel ebenso großen Spaß machte wie der lebendige und dynamische Gesang, erweckte Stefan Kliemt die typische Art der längst verstorbenen Sänger eindrucksvoll zum Leben. Und so wippte das Publikum bei der allseits bekannten Ode an die Freundschaft „Ein Freund, ein guter Freund“, begeistert mit dem Fuß mit und entließ die Kollegen erst nach langem Applaus von der Bühne, die nun ein weiteres Mal der Big Band des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums gehörte. Diese heizte dem Publikum mit „Every little thing she does is magic“ (im Original von The Police) noch einmal richtig ein. Und spätestens als der Toto-Klassiker „Africa“ erklang, war die draußen herrschende Herbstkälte vergessen. So zeigte sich im Anschluss nicht nur der stellvertretende Schulleiter Ralf Thielen beeindruckt, sondern auch das Publikum, sodass nach einigen Worten des Dankes an die vorbereitenden Kollegen die Big Band zu der vehement eingeforderten Zugabe ansetzte und die Zuhörer mit den Klängen von „Eye of the Tiger“ wieder in die Maifelder Herbstnacht entließ.

Samstag, 05 Januar 2019 18:35

Kunterbunte Abende am KuBa

geschrieben von

Pippi 18In diesem Jahr präsentierte die Unterstufen-Theater-AG des Kurfürst-Balduin Gymnasiums zwei Aufführungen von Pippi Langstrumpf von der schwedischen Autorin Astrid Lindgren. Obwohl fast jeder der zahlreich erschienenen Gäste die Geschichten um Pippi Langstrumpf kannte, sorgte die bunte und unterhaltsame Aufführung im liebevoll zur Villa Kunterbunt umgestalteten alten Musiksaal der Schule für viel Gelächter und versetzte den ein oder anderen Besucher in die Kindheit zurück.     
Nachdem Pippi (Felicitas Welter), die Tochter von Kapitän Efraim Langstrumpf (Nico Glagau), in die Villa Kunterbunt eingezogen ist, stellt sie das Leben der Stadtbewohner völlig auf den Kopf. Gemeinsam mit ihren beiden Freunden Annika (Merle Annika Scheunert) und Tommy (Alena Röser) besucht sie den Jahrmarkt und macht dabei nicht nur zwei Polizisten (Jakob Weiler, Charlotte Steiner) auf sich aufmerksam, sondern auch zwei Diebe (Justus Schmidt, Nico Glagau). Als diese sie in der darauffolgenden Nacht aufsuchen, werden sie jedoch von der übernatürlich starken Pippi in die Flucht geschlagen. Die Polizisten, die sich um das allein lebende Mädchen sorgen, informieren die Managerin des Waisenhauses (Fiona Webler). Diese bemüht sich, das junge Mädchen ins Heim aufzunehmen, aber Pippi hat andere Pläne und lässt sich nicht umstimmen. Immerhin gelingt es Tommy und Annika, Pippi zu einem Schulbesuch zu überreden. Was als normaler Schultag beginnt, entpuppt sich als Chaos: Die von Seeräubern erzogene Pippi kann sich nicht benehmen und so raubt sie der Lehrerin (Emilia Cochems) den letzten Nerv. Auch die Teilnahme an einem Kaffeekränzchen bei Tommy und Annika verläuft nicht besser. Pippi bricht alle Regeln und sorgt für Sprachlo-sigkeit bei den Erwachsenen. Als die Managerin des Waisenhauses Pippi zwangsweise mit Hilfe der Polizei ins Heim aufnehmen möchte, taucht plötzlich der für tot gehaltene Vater Ef-raim wieder auf. Das Angebot, ihn auf seiner Seereise zu begleiten, nimmt Pippi begeistert an. Als sie jedoch die traurigen Gesichter von Tommy und Annika erblickt, beschließt sie, bei ihnen in der Villa Kunterbunt zu bleiben.
Über das Schuljahr hinweg hatten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler unter der Leitung von Beate Falterbaum und Anke Sattler Texte gelernt, geprobt, das Bühnenbild gestaltet und Kostüme genäht. Die Mühen wurden von den begeisterten Eltern und Großeltern in dem bis auf den letzten Platz besetzten Musiksaal belohnt. Ebenfalls einen großen Teil zu der gelungenen und kurzweiligen Aufführung trugen Monika Schneider und ihr Schminkteam sowie Noah Götten, der für den reibungslosen Ablauf bei der Technik sorgte, bei.

Sonntag, 04 November 2018 10:32

Erfrischendes Konzert des KuBa-Chores

geschrieben von

Frühlingskonzert18Am letzten Samstag im Mai präsentierte der Chor des KuBa-Gymnasiums bei bereits hochsommerlichen Temperaturen sein traditionelles Frühlingskonzert in der Münstermaifelder Stadthalle.
Die zahlreichen Musikfreunde erwartete ein heiterer, entspannter Abend mit einem abwechslungsreichen Programm erfrischender Musik.
Der KuBa-Chor begann seine Darbietung mit dem französischen Mailied „Ce mois de mai“ aus der Renaissance. Nach der schwungvollen Präsentation des berühmten romantischen Chorwerks „Zigeunerleben“ von Robert Schumann folgten zwei amerikanische Evergreens: Bei „Moon River“ erfreuten die Sängerinnen und Sänger mit einem homogenen Klangbild, das klangvoll und dynamisch gestaltete „New York, New York“ bildete den effektvollen Abschluss des ersten Auftritts.
Im Folgenden bekamen Solistinnen und Solisten die Chance, ihr Können zu zeigen. Nach dem von Alina Schnorpfeil und Bryan Fuhrmann sehr einfühlsam im Duett vorgetragenen Song „Take Me Home, Country Roads“ berührte Justine Scholl mit ihrer klangvollen und sensiblen Darbietung des bekannten Lieds „The A Team“. Im letzten Solovortrag überzeugte Justine Scholl auch im Duett mit Shannon Schmitz bei der Präsentation des Popsongs „Million Reasons“.
Danach präsentierten die Sängerinnen des KuBa-Chores mit großer Sensibilität zwei Songs von Simon & Garfunkel und entließen das begeisterte Publikum dann mit dem pfiffigen „Barbershop Blues“ in die Pause.
Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete der KuBa-Chor mit den zwei Beatles-Songs „Help!“ und „Blackbird“, die ebenso souverän dargeboten wurden wie „Killing Me Softly“ und das ruhige, sensible „You’ve Got a Friend“.
Bei dem gefühlvollen Solovortrag von Alisha Scholl („Can’t Help Falling in Love“) zeigte sich der Gitarrist Michael Lohr als sensibler Klavierbegleiter. Es folgten - von Michael Lohr an der Gitarre begleitet - der Hit „Perfect“ von Ed Sheeran, perfekt vorgetragen von Shannon Schmitz, sowie „Happy“, mitreißend im Duett gesungen von Alisha Scholl und Shannon Schmitz, bevor zur Überraschung aller und vor allem der Adressatin Michael Kaufmann in seinem ersten Soloauftritt seiner Freundin mit dem Lied „Für Sarah“ eine musikalische Liebeserklärung machte.
Zum Abschluss des Konzertes entführte der KuBa-Chor seine Zuhörer mit „Beauty And The Beast“ sowie „Breaking Free“ in zwei bekannte Musicals, bevor er mit dem Lied „The Show Must Go On“ von Queen den offiziellen Teil des Programms in eindrucksvoller Weise beendete. Das begeistert applaudierende Publikum nahm den Titel jedoch wörtlich, wie die Zugabenforderungen zeigten.   
Ulrich Bauer, musikalischer Leiter des Abends als Dirigent, Arrangeur und Pianist, gab dem Chor sowie den Solistinnen und Solisten mit dem anspruchsvollen, dabei aber vielfältigen und unterhaltsamen Programm viele Gelegenheiten, individuell wie auch gemeinsam ihr stimmliches Können zu präsentieren, gekonnt unterstützt durch die Klavierbegleiter Florian Wilbert (ehemaliger Schüler des KuBa und zukünftiger Musikstudent) und Kim van Loo.

Sein 2018 homepageDie Theater AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in Münstermaifeld wählte für ihre diesjährige Aufführung die durch und durch rabenschwarze Komödie „Sein oder Nichtsein – Noch ist Polen nicht verloren!“ nach Ernst Lubitsch.
Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher fanden sich in dem kleinen polnischen Städtchen Posen im Jahr 1939 wieder. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs befindet sich die ambitionierte Schauspieltruppe des Posener Stadttheaters in den Proben ihrer antifaschistischen Komödie “Sein oder Nichtsein“, einer gewagten Nazi-Parodie. Aus Angst, das Stück könne eine allzu große politische Provokation darstellen, verbietet die polnische Regierung die Aufführung und weist die Schauspieltruppe an, ihren unverwüstlichen Klassiker „Hamlet“ wieder auf den Spielplan zu setzen.
Dies kommt dem Kopf der Schauspieltruppe, Josef Tura (dessen Narzissmus gepaart mit mäßiger Intelligenz Jan Liesenfeld überzeugend verkörperte), gerade Recht. Kann er doch wieder jeden Abend völlig selbstverliebt den Hamlet mimen und seine Monologe von der Bühne schmettern. Einziges Ärgernis ist der junge Fliegerleutnant Stanislaw Sobinski (charmant und kämpferisch gespielt von Jakob Bergmaier), der es allabendlich wagt, mitten in seiner großen Szene den Saal zu verlassen, was den Star des Theaters in seiner Eitelkeit kränkt. Dabei kann dieser nicht ahnen, dass der Leutnant nicht nur ein Verhältnis mit seiner Frau Maria Tura (deren Arroganz, aber auch Bemühungen um den Zusammenhalt in der Schauspieltruppe Louisa Schneider gelungen darstellte) hat, sondern auch ein Widerstandskämpfer im polnischen Untergrund ist.  
Mit dem Einmarsch der Deutschen ändert sich die Lage schlagartig. Sobinski gelangt in einer polnischen Schwadron der Royal Air Force nach England, wo er auf den polnischen Professor Siletzky (gewitzt und clever verkörpert von Jan Kirchgässner) trifft. Dieser gibt bekannt, dass er in geheimer Mission in das besetzte Warschau reisen werde. Als deutlich wird, dass Siletzky ein deutscher Spion sein muss, wird Sobinski gleichfalls nach Warschau geschickt.
In Warschau soll Siletzky sich mit dem SS-Gruppenführer Erhard (mit dessen Naivität und geringen Führungsqualitäten Oliver Meiner das Publikum zum Lachen brachte) treffen, um den polnischen Widerstand zu zerschlagen. Um dies zu verhindern, begibt sich das Ensemble des Theaters zusammen mit dem theateraffinen und charmanten Fliegerleutnant und Partisan Sobinski in den polnischen Untergrund. Von nun an sind die Schauspielerinnen und Schauspieler gezwungen, ihre Rollen im echten Leben zu verkörpern. Die Nazi-Uniformen des ursprünglichen Stückes werden ausgegraben, die Darsteller stiften große Verwirrung unter der deutschen Besatzung und im Nu wird das früher kleine Stadttheater zum Mittelpunkt des polnischen Widerstandes.
Ähnlich wie die polnische Schauspieltruppe in den 1930er Jahren hat die Theater AG mit der Auswahl des Stückes Mut bewiesen. So wurde während der Darstellung der Geschehnisse im Kontext des Nationalsozialismus herzlich gelacht. Doch gerade an dem, über das gelacht wurde, wurde die in der Parodie enthaltene Kritik deutlich, so dass es den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern auf beeindruckende Weise gelang, die Geschehnisse des Nationalsozialismus nicht zu banalisieren, sondern im Gegenteil zu Offenheit und Meinungsfreiheit zu ermuntern.
Die Regisseure Stefan Kliemt, Tina Miquel und Maren Unstedde schafften es wiederum mit einer besonnenen Vergabe der Rollen an die die jungen Akteurinnen und Akteure, ein ernsthaftes Thema auf humorvolle Art und Weise zu übermitteln.
Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Aufführung leisteten das Schminkteam unter der Leitung von Monika Schneider und das Technikteam (Noah Götten, Martin Lemler und Sebastian Lossen). Das Publikum honorierte die monatelange Arbeit und die daraus resultierende gelungene Aufführung mit langem Applaus.

Dienstag, 24 Juli 2018 12:51

Nichts - Was im Leben wichtig ist

geschrieben von

NichtsCollageAuch in diesem Jahr brachte die Theater AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums eine interessante und polarisierende Thematik auf die Bühne der Münstermaifelder Stadthalle. Die Aufführung beschäftigte sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens frei nach dem im Jahr 2000 erschienenen Jugendroman „Nichts - Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller.
Am Vormittag gab es eine eigene Vorstellung für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8-10, die von den jeweiligen Klassenlehrerinnen und –lehrern begleitet wurden. Im Anschluss wurde das Stück anhand von Leitfragen und mit Unterstützung der Schauspielerinnen und Schauspieler in den Klassen besprochen. Am Abend des gleichen Tages zeigte die Theater AG ihre diesjährige Produktion der interessierten und zahlreich erschienenen Öffentlichkeit.  
Die Geschichte wird als Rückblende von Jan-Johann (Jakob Bergmaier), Gerda (Samira  Christmann) und Marie-Ursula (Selina Ternes) erzählt: Als in einer dänischen Schule in der Kleinstadt Taering Pierre-Anthon (Oliver Kosub) aufsteht und seinen Mitschülern sowie seinem Lehrer Eskildsen (Dennis Lossen) verkündet, dass nichts im Leben etwas zu bedeuten hat, versucht seine Klasse ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Von nun an errichten sie im stillgelegten Sägewerk am Rande der Stadt den Berg der Bedeutung. Es beginnt mit harmlosen Habseligkeiten wie Jugendbüchern, einem Fußball und Sandalen. Als sie jedoch weiterhin die nihilistischen Kommentare von dem auf einem Pflaumenbaum sitzenden Pierre-Anthon, der sich strikt weigert, sowohl in die Schule zu gehen, als auch den Berg aus Bedeutung anzusehen, anhören müssen, arten die Forderungen der Schülerinnen und Schüler aus. Denn der Schüler, der zuletzt einen bedeutungsvollen Gegenstand abgeben musste, darf sich ein ,,neues Opfer“ aussuchen. So steigern sich die Opfer der Schülerinnen und Schüler über einen lebenden Hamster und eine Adoptionsurkunde, bis die Forderungen einen grausamen Höhepunkt damit erreichen, dass sich sechs Schüler nachts auf den Friedhof schleichen, um Elises (Johanna Rennau) größte Bedeutung auszugraben, den Sarg ihres kürzlich verstorbenen Bruders nebst Inhalt. Die Schandtaten nehmen ihren Lauf, indem Sophie (Emely Junker) zulassen muss, dass ihr auf grausame Art und Weise ihre Unschuld genommen wird und Jan-Johanns (Felix Frieb-Preis) rechter Zeigefinger abgeschnitten wird.
Die Polizei trifft unmittelbar im Sägewerk ein, nachdem Jan-Johann es ohne seinen Finger verlassen hat. Trotz der Bemühungen der Polizei, die Sache geheim zu halten, wird sie durch Sophies Anruf bei der regionalen Zeitung weltbekannt. Nach Monaten des Ansturms von Journalisten aus der ganzen Welt lässt der Trubel nach und zurück bleiben deprimierte Schüler, aus deren Sicht der Berg aus Bedeutung nach und nach seine Bedeutung verliert. Aus Frustration und Wut gehen sie schließlich sogar aufeinander los. Als Pierre-Anthon durch das verzweifelte Flehen von Agnes (Elisa Kaiser) schließlich doch noch im Sägewerk auftaucht, verhöhnt er nur den Berg, der seine Mitschülerinnen und Mitschüler so viel Mühe gekostet hat. Daraufhin richtet sich ihre Wut auf ihn und die Geschichte nimmt ihr dramatisches Ende, als die Klasse Pierre-Anthon umbringt und anschließend das Sägewerk mitsamt seiner Leiche und dem Berg der Bedeutung in Brand setzt.
Neben den talentierten Darstellerinnen und Darstellern erfüllten auch hinter den Kulissen viele Helferinnen und Helfer ihre Rolle. Sowohl das Schminkteam als auch die Beleuchter und Techniker leisteten hervorragende Arbeit. Die Regisseure Stefan Kliemt, Christina Miquel und Maren Unstedde, die der Theater AG trotz Schulwechsel stets die Treue hält, suchten mit großem Feingefühl und Geschick die zu den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern passenden Rollen aus und inszenierten die schwierige Thematik in für das Publikum zumutbarer Art und Weise. Ihre monatelange Arbeit belohnte ein sehr ergriffenes und zum Nachdenken angeregtes Publikum mit großem Applaus.

Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

  • Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld
  • +49 (0) 2605 98 01 0
  • sekretariat@kubagym.de
  • Unser Standort

designed by pixenHAHN ...frisches Webha(h)ndwerk ;-)