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Mittwoch, 03 Dezember 2014 07:53

Krimigenuss vom Feinsten – Agatha Christie at her best!

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theater2014Die Theater-AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld hatte am vergangenen Wochenende wieder zur alljährlichen Aufführung in die Stadthalle geladen. Und auch in diesem Jahr verhieß die Wahl des Stückes einen anspruchsvollen und spannenden Theaterabend in guter britischer Krimitradition: Agatha Christies Kriminalstück „Zeugin der Anklage“ wurde gegeben. Doch wer nun glaubte, verleitet duch die legendäre Verfilmung Billy Wilders mit Marlene Dietrich in der Rolle der Mrs. Vole aus dem Jahr 1957, eine Schul-Theater-Gruppe könnte diesem schwierigen Sujet nicht gerecht werden, irrte gewaltig!
Schon beim Betreten der Stadthalle wurde deutlich, dass die Zuschauer sich auf eine Zeitreise in ein britisches Gefängnis der 50er Jahre begeben würden. Doch zunächst beginnt die Handlung im Anwaltsbüro von Lady Sophia Robarts (Johanna Adams) und Georgia Mayhew (Sarah Lentes), die sich - unterstützt durch ihre Mitarbeiter Carter (Ramón Röser) und Greta (Amelie Glück) – einen Ruf als erfolgreiche Strafverteidiger erarbeitet haben. Als Klient tritt ein sympathischer, aber mittelloser junger Mann auf: Leonard Vole (Pascal Grupe), der verdächtigt wird, eine ältere Dame aus Habgier ermordet zu haben, jedoch seine Unschuld hartnäckig beteuert. Die beiden Anwältinnen sind von der Richtigkeit seiner Angaben überzeugt und übernehmen das Mandat. Schon hier zeigt sich, dass die Regisseure Christina Miquel, Maren Unstedde und Stefan Kliemt eine äußerst glückliche Wahl bei der Besetzung der Rollen getroffen haben: Johanna Adams überzeugte als kluge und wortgewandte Anwältin und Pascal Gruppe verkörperte den sympathischen Vole, der anscheinend unschuldig in die Mühlen der Justiz gerät, authentisch und mitreißend.
Mit dem Auftritt von Voles Ehefrau (hervorragend: Anne Steiner als eiskalte, undurchsichtige Lady) wird der Fall jedoch kompliziert: Sie bestätigt das Alibi – die einzige Entlastungsmöglichkeit für ihren Mann - nur widerwillig.Vor Gericht gilt es, den Richter (mit komödiantischem Talent verkörpert durch Maximilian Dahmen) sowie die Geschworenen zu überzeugen, und so muss Lady Sophia gegen den Staatsanwalt Myers (Kevin Papierok als siegessicherer Jurist) die Beweisführung für sich entscheiden. Sowohl die Aussagen der Gerichtsmedizinerin (Alina Gilles), der Laborantin (Lara Böddener) als auch die der Haushälterin des Opfers (Paula Mertes) scheinen den Mordverdacht zu erhärten. Mrs. Vole überrascht dann vor Gericht alle Anwesenden, als sie ihre Aussage wirderruft und das Alibi für ihren Mann damit zunichte macht. Der Fall scheint aussichtslos für Vole und es scheint nichts zu geben, das ihn entlasten könnte. Doch unerwartet werden Voles Verteidigerinnen Briefe zugespielt, die dem Fall eine Wendung geben: Mrs. Vole gibt darin zu, das Alibi für ihren Mann nur deshalb zu widerrufen, weil sie diesen – somit zum Mörder verurteilt – loswerden möchte. Vor Gericht damit konfrontiert, gibt Mrs. Vole zu, einen Trick angewendet zu haben, um ihre Aussage glaubwürdiger zu machen. Nachdem der kriminalistisch ständig geforderte Zuschauer nun die Theorie verfolgt, die Eheleute hätten gemeinsame Sache gemacht, wendet sich das Blatt erneut und Ruby Scott (Rebecca Schmidt), Voles Geliebte, tritt auf – Voles hübscher Beweggrund, sich mit dem Mord finanziell einen Neustart zu ermöglichen.
Doch es blieb keine Zeit zum Verschnaufen: Den fulminanten Schlusspunkt des Abends setzt Mrs. Vole durch den Mord an Leonard Vole.

Gerade in den langen Szenen der Gerichtsverhandlung wurde den jungen Schauspielern viel Textsicherheit, aber auch viel schauspielerisches Können abverlangt, denn die von Agatha Christie gelegten „falschen Fährten“ mussten charakterlich glaubhaft vermittelt werden – und das gelang auf exzellente Weise.
Man darf der Truppe und ihren Regisseuren zu einer äußerst gelungenen Aufführung gratulieren – noch verstärkt durch ein mit viel Liebe zum Detail gestaltetes Bühnenbild. Nicht zuletzt haben auch die Maske unter der bewährten Federführung von DorisZimmer und die Technik unter der Leitung von Dr. Jörg Kreutz zum Gelingen des Abends beigetragen.
Beate Falterbaum.

Dienstag, 02 Dezember 2014 16:49

Juli - Dezember 2013

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kliemt2Romantischer Liederabend im KuBa-Gymnasium Münstermaifeld

Die Liederabende des Sängers Stefan Kliemt (Tenor) und des Pianisten Eberhard Nöst gehören seit Jahren zu den festen Traditionen am Kurfürst-Balduin-Gymnasium. Trotz des warmen Spätsommerabends fand sich nun wieder ein beachtlicher Kreis von Musikfreunden im alten Musiksaal ein, gespannt, was die beiden Künstler in diesem Jahr zu bieten hatten, und sie erlebten einen wahrhaft bezaubernden Abend.

Unter dem Motto „Komm, ersehnte Nacht!“ boten die beiden Künstler in vollendeter Symbiose Lieder der Spätromantik. Immer wieder hat gerade das Erlebnis der Nacht die Fantasie der Dichter und Komponisten besonders beflügelt, und der Abdruck sämtlicher Texte bot den Zuhörern die Gelegenheit, den vielen Facetten nächtlicher Stimmungen nachzuspüren und bewusst zu erleben, wie die Komponisten die mannigfachen Seelenlandschaften der Gedichte musikalisch ausdeuten. Das Ausdrucksspektrum der Kunstlieder von Hugo Wolf, Othmar Schoeck und Richard Strauss reicht von tiefem Ernst bis zu augenzwinkerndem Humor, von Einsamkeit, Resignation und Todessehnsucht bis zum Überschwang der Lebens- und Liebeslust, von herber Kargheit bis zu sinnlicher Üppigkeit. 

All diesen Facetten wurden die beiden Künstler in jeder Hinsicht gerecht. Stefan Kliemt interpretierte mit vorbildlicher sprachlicher Diktion und mit den mannigfaltigsten klanglichen Schattierungen den Sinngehalt der Lieder, wobei die klangliche Bandbreite seiner Stimme von sonoren Basstönen über eine baritonale Mittellage bis zu strahlenden Spitzentönen der Tenorlage reicht. Der Sänger, im Hauptberuf Lehrer für Latein, Religion und Geschichte sowie Leiter der Theater-AG des KuBa-Gymnasiums, zeigte eindrucksvoll, dass er als Schüler der Sängerin Cynthia Grose auch in seinem Hobby, dem Gesang, ein absolut professionelles Niveau erreicht hat. Unendlich subtil und klanglich differenziert begleitete Eberhard Nöst den Sänger, er fungierte aber nicht nur als dienender Begleiter, sondern setzte auch eigene Akzente als Mitgestalter. Sein künstlerisches Profil stellte er auch in zwei reinen Klavierstücken unter Beweis; dabei bot er mit einer Romanze von Karl Höller und einer „Träumerei“ von Richard Strauss wieder einmal echte Raritäten, bei denen es sich lohnte, sie kennenzulernen.

Einen besonderen Akzent setzte der Pianist durch die Präsentation von Bildern einer verstorbenen Malerin, mit der er bekannt war. Der Abend wurde so auch zu einer Hommage an diese Künstlerin. Die farbigen Seelenlandschaften der Bilder erweiterten den Liederabend zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk. Und in der Pause wurden die Zuhörer im Freien auch noch mit Sekt und Käsestangen bewirtet, so dass die Veranstaltung wirklich alle Sinne ansprach.

Die beeindruckten und dankbaren Zuhörer spendeten anhaltenden Beifall für diesen rundum gelungenen Liederabend. Die Kollekte am Ausgang, die 300 € erbrachte, diente einem wohltätigen Zweck, der Unterstützung einer sozialen Einrichtung für notleidende Kinder in Uganda. (Ulrich Bauer)
bigband2013Fulminantes Jahreskonzert der KuBa-Bigband

Ganz hautnah erlebten die Zuhörer das diesjährige Konzert der KuBa-Bigband, die dieses Mal nicht auf einer großen Bühne auftrat, sondern im ganz alltäglichen Ambiente des Forums im Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld. Dementsprechend präsentierte die Bigband mit ihrem Leiter Stefan Grober ihr Konzert ganz bescheiden und unprätentiös; es wurde – ganz gegen den Trend der Zeit - keine Show inszeniert, sondern einfach „nur“ Musik gemacht, aber wie! Die Perfektion und Spielfreude der jungen Musikerinnen und Musiker war einfach mitreißend und unwiderstehlich.

Dabei war das Programm höchst abwechslungsreich und bot ein breites Spektrum vom guten alten Swing über gefühlvolle Balladen bis hin zu Funk und Rock-Jazz. Die Band war in allen Sektionen gut aufgestellt. Der Trompetensatz brillierte mit klarem Sound und zeigte auch in hohen Lagen keinerlei Unsicherheit. Ausgesprochen klangschön und sonor agierten die Posaunen. Für eine veritable Überraschung sorgte die Gruppe der Saxofone, die fast durchweg aus „frischgebackenen“ Nachwuchskräften der Mittelstufe (fast nur Mädchen!) besteht, aber schon so homogen und rhythmisch akkurat musizierte, als wären die jungen Musiker/innen schon jahrelang dabei. Wieder einmal bewährte sich also bei den Bläsern die hervorragende Betreuung des Nachwuchses durch die ehemaligen Bandleader Harald Löffler (Blechbläser-AG) und Marcus Junglas (Saxofon-AG). Erstaunlich viele Bläser hatten auch den Mut, sich mit einem Solo zu präsentieren, und sie lieferten alle ihre Beiträge perfekt ab.

Ein ganz besonderes Lob verdient aber auch die Rhythmusgruppe, die als Fundament und Motor der Band immer für den richtigen Groove sorgte. Absolut souverän wie immer agierte Florian Wilbert am Klavier. Gitarrist Sebastian Feige ist ja schon längst dafür bekannt, dass er nicht nur Begleitakkorde schlägt, sondern es mit seinen fulminanten rockigen Soli locker mit vielen berühmten Lead-Gitarristen aufnehmen kann. Imponierend auch die beiden Schlagzeuger Joshua Gilles und Stephan Naunheim mit ihrem sicheren Rhythmusgefühl und ihren gekonnten Soli.
Der Bassist Lukas Bierbrauer konnte gleich mit zwei Überraschungen aufwarten: Er spielte nicht nur wie üblich den E-Bass, sondern gab nach kurzer Vorbereitungszeit sein Debüt am Kontrabass und sorgte so bei einigen Titeln für den nötigen lockeren Swing und das richtige klangliche Idiom. Aber damit nicht genug: Lukas gab nämlich auch noch sein Debüt als Sänger und interpretierte das Lied „Swing life away“ (von der Band „Rise against“) mit hinreißendem Feeling.

Höhepunkte des Konzerts waren aber auch die solistischen Auftritte der beiden Sängerinnen Lena Fuhrmann (mit dem Song „All I could do was cry) und Hannah Liesenfeld (mit dem Swing-Standard „Lullaby of Birdland“), die dann auch im Duett („Don’t let the sun go down on me“) mit ihren schönen Stimmen, ihrer beeindruckenden Gesangstechnik und ihrem einfühlsamen Vortrag die Zuhörer begeisterten.

Für Abwechslung sorgte auch das Musizieren in verschieden großen Formationen, so dass sich einige Musiker immer wieder mal gemütlich zurücklehnen konnten. Besondere Glanzpunkte waren hier die Auftritte der fünfköpfigen Funk-AG mit Markus Blettner (Posaune), Florian Wilbert (Klavier), Sebastian Feige (Gitarre), Lukas Bierbrauer (Bassgitarre) und Joshua Gilles (Schlagzeug), die mit viel Pep und Spielfreude ihre Einlagen perfekt servierten.

Bandleader Stefan Grober agierte wie gewohnt ganz locker, aber völlig souverän. Sein Stil ist dadurch gekennzeichnet, dass er zwar so weit wie nötig die Fäden in der Hand hält, aber auch immer wieder loslässt, weil er sich auf die Eigeninitiative und Eigenverantwortung seiner Musiker verlassen kann. Er brillierte auch als sehr versierter Jazzpianist und moderierte sogar das ganze Konzert selbst in der ihm eigenen lockeren, charmanten und humorvollen Art.

Begeisterter Applaus dankte der Band und ihrem Leiter für ein kurzweiliges Konzert mit fulminanten musikalischen Leistungen. Das Gymnasium Münstermaifeld kann auf seine Big Band stolz sein.
(U. Bauer)

Dienstag, 02 Dezember 2014 16:39

Januar - Juni 2013

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KaffeehausJunge Stars begeistert gefeiert!

Seit nunmehr vier Jahren trifft man sich im alten Musiksaal im ehrwürdigen Kurfürst-Balduin-Gymnasium, um sich von jungen Talenten der Region in einer Art öffentlichen Generalprobe die Programme vortragen zu lassen, die die jungen Musiker dann eine Woche später bei Jugend musiziert einer kritischen Jury vortragen. Der Musiksaal war gut besetzt, hatte sich wohl herumgesprochen, dass in den vergangenen Jahren auch ausgezeichnete Preisträger des Bundeswettbewerbes zu hören waren. Und auch diesjährig waren wieder Hoffnungsträger dabei.
Den Konzertteil eröffnete der junge Geiger Simon König, der mit Händel, Kreisler und Bartok einen Querschnitt durch die musikalischen Epochen bot und durch sein exquisites Spiel gewiss Chancen haben wird, in den Landeswettbewerb weitergeleitet zu werden. Die zwölfjährige Jorja Jung entlockte mit Werken von Gade und Mihaud ihrer Klarinette Töne von samtiger Weichheit und zeigte, dass man ein solch schweres Instrument auch schon in jungen Jahren gut beherrschen kann.Sophie Vallendar präsentierte aus ihrem Programm Werke von Vivaldi, Dvorak und Bartok, wobei sie gerade beim Letztgenannten ihre Geige von Schwermut singen ließ. Am Schluss stand das Gesangsduett Leonie Halter und Laura-Marie Püsch, die neben J.Chr. Bach, Purcell und Viardot auch ein Stück von Mendelssohn-Bartholdy und John Rutter zu Gehör brachten. Der Zusammenklang beider Stimmen, verwoben zu einer Einheit, aber das eigene Timbre nicht aufgebend, war ein würdiger Schluss des etwa einstündigen Konzertes.
Initiiert war dieser Nachmittag auch in diesem Jahr wieder von der Sängerin Cynthia Grose, die für den Chor des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums im vergangenen Jahr einen Chorworkshop veranstaltet hatte.
Im Anschluss an den musikalischen Teil wurde nach langanhaltendem Applaus dann eine Einladung zu Kaffee und Kuchen ausgesprochen, die von den Besuchern gern angenommen wurde, um sich zu stärken und mit den Künstlern in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch kommen zu können.
Stefan Kliemt

Theater2013Wann zeigt der Mensch sein wahres Gesicht?

Die Theater-AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums hat in der Münstermaifelder Stadthalle an zwei Abenden vor ausverkauftem Haus Siegfried Lenz' Bühnenstück „Das Gesicht“ aufgeführt. Und wie der Zuschauer schnell erkennen konnte, stand genau dieses – das Gesicht – im Mittelpunkt des Theaterabends. Das Scherenschnittelement aus dem puristisch-kunstvoll gestalteten Plakat (Carina Schmitt) wiederholte sich in der aufwendigen Raumdekoration der gesamten Halle und verhieß ein nicht alltägliches Kunsterlebnis. Und dieser Erwartung wurde die gesamte Mannschaft mehr als gerecht!
In dem relativ unbekannten Werk von Lenz wird das Thema der Diktatur aufgegriffen. Alles beginnt im Friseursalon von Bruno Deutz, der von Pascal Gruppe mit herausragender Wandlungsfähigkeit und schauspielerischer Größe verkörpert wurde. Seine Ähnlichkeit mit dem Präsidenten des Landes (Felix Lentes als glaubhafter Despot) hat er sich zunutze gemacht, indem er im persönlichen Protest gegen die totalitäre Staatsführung sein eigenes Portrait im Laden hängen hat, um den gebotenen Huldigungen für das Staatsoberhaupt zu entgehen. Aber diese regimefeindliche Haltung wird er gezwungen aufzugeben, als er von der Geheimpolizei (Johanna Adams, Theresa Justen) verpflichtet wird, als Double des Präsidenten eine Parade abzunehmen und den Präsidenten selbst so vor einem geplanten Attentat zu bewahren. Dadurch kann er das Wiedersehen mit seinem alten Freund Ewald (Matthias Justen als findiger Vertreter) nur kurz genießen. Widerwillig und zunächst ein wenig überfordert kommt Deutz dem ungewöhnlichen Auftrag nach. Der Verteidigungsminister (wunderbar selbstgefällig: Maximilian Dahmen) bemerkt den Betrug nicht, obwohl der Handwerker Deutz seine Rolle dazu nutzt, Menschen seines Standes ungewöhnlich milde gegenüberzutreten.
Die somit geglückte Abwendung des Attentats bringt den echten Präsidenten auf die Idee, die Zusammenarbeit mit Deutz fortzusetzen. Er stellt ihn auf eine Probe, indem er seinen vermeintlichen Tod vor dessen Augen und im Beisein der eigenen Familie (köstlich: Christina Schulten als überfürsorgliche Präsidentenmutter) inszeniert. Sofort wird Deutz für das Staatsoberhaupt gehalten. Und sehr schnell lernt dieser, die Möglichkeiten der ungewohnten Macht zu schätzen. So erlässt der anfangs so gnädige Doppelgänger nach und nach Verordnungen, die die Gesellschaft in eine Art Lynchjustiz treiben. Die zögerlich vorgebrachten Einwände des Sekretärs Oppermann (überzeugend: Mona Waldecker) prallen von ihm ab – umso mehr, als er die Chance wittert, auch persönliche Konflikte auf diesem Weg zu lösen: Das Wiederaufkeimen der alten Liebe seiner Frau Hannah (gelungen: Hannah Liesenfeld) zu seinem alten Freund Josef (glaubhaft dargestellt von Florian Lehnen) glaubt er so verhindern zu können. Auch schreckt Deutz als Präsident nicht davor zurück, den eigenen Vater, Heribert Deutz (anrührend: Kevin Papierok), der ihn erkennt, auszuschalten. Den Konflikt mit dem echten Präsidentensohn (Ramon Röser als überzeugender Dandy-Rebell) löst er durch skrupelloses Wegsperren. Nicht auszudenken, wohin dieser Präsident sein Land geführt hätte, hätte nicht der wahre Präsident das Experiment beendet. Deutz aber soll im Ernstfall als Double sein Mitarbeiter bleiben.

Sowohl die Wahl des Stückes als auch die äußerst anspruchsvolle Inszenierung durch die Regisseure Christina Miquel, Maren Unstedde und Stefan Kliemt haben sich als Glücksgriff erwiesen: Zusammen mit der Theatertruppe, die bis in die Nebenrollen hinein mit außergewöhnlichem schauspielerischem Talent ihre Rollen präsentierte, gelang es ihnen, die Doppelgesichtigkeit einer Gesellschaft eindrucksvoll vor Augen zu führen. Jedem einzelnen in der Münstermaifelder Stadthalle wurde so ein Spiegel vorgehalten. Hierbei ist es zweifelsfrei das Verdienst der drei engagierten Lehrkräfte, dass ein relativ junges Schauspielensemble ein solch schwieriges Sujet so überzeugend darbieten kann.
Auch die gelungene Maske unter der bewährten Leitung von Doris Zimmer trug ihren Anteil zum Gelingen bei, ebenso die Unterstützung durch die Technik-AG unter der Leitung von Dr. Jörg Kreutz.
Man darf gespannt sein, was das Publikum im nächsten Jahr erwartet, nachdem sich die Theater-AG von sieben Abiturienten – allesamt langjährige und engagierte Schauspieler – verabschieden musste.
Beate Falterbaum

invoyceInVoyce im KuBaForum

Nein, die deutschen Teilnehmer am Eurovision Song Contest hatte das Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld nicht zu Gast. Stattdessen durften sich die Zuhörer im gutbesuchten Neuen Musiksaal an diesem kalten Frühjahrsabend auf eine ganz besondere Art und Weise erwärmen. Erwärmen an einer Musik aus einer besseren Welt, wo Musikalität und Einfallsreichtum zählen – und nicht etwa Show, Blendeffekte und raffinierte PR.

InVoyce, alle aus der heimischen Region, managen sich selbst, wenn man so will, über den Internet-Auftritt und die Maillisten, die Sängerin Heidi Mainzer betreut, eine der beiden Amateure des Trios. Der andere ist Thomas Schäfer, dessen Bass-Spiel unzählige Profis an diesem Instrument blass wirken lässt. Vervollständigt wird die Formation vom famosen Berufsmusiker Johannes André an der Gitarre; doch an diesem Abend in Münstermaifeld stoßen in Dirko Juchem (Querflöte und Saxophon) sowie Igor Margolin (Schlagzeug) noch zwei weitere echte Könner hinzu.

Und vom ersten Ton an wird klar, dass das Ganze viel mehr ist als die Summe seiner Teile. Dieses nicht einmal richtig aufeinander eingespielte Quintett löst gleich beim öffentlichen Debüt scheinbare Gegensätze auf in faszinierende Tonfolgen und knisternde Atmosphäre. Die Eigenkomposition „Vielleicht“ ist zutiefst chansonesk und vermeidet doch das Problem dieses Genres, die Musik oft nur die zweite bis dritte Geige spielen zu lassen. „Paul´s Blues“ als dahinrollender Shuffle zwischen Jazz und Blues geht auch den Leuten ins Blut, die sonst Beides nicht so recht mögen. Bossa-Nova-Flair wie im Klassiker „Chega De Saudade“ verdunstet bei InVoyce nicht in unverbindliches Latin-Gesäusel, sondern hat neben Melancholie auch feste Strukturen und zupackende Soli. Wem das knackige und kochende „Funky Thing“ nicht tief in die Knochen fährt, der wird niemals verstehen, was Groove bedeutet. Und der ebenso wort- wie lautspielerische Tango „Katzenlied“ (eine absolut einzigartige Eigenkomposition der Gruppe) bündelt alle Stärken des Quintetts: die überragende Stimme von Heidi Mainzer, den sagenhaften Bass von Thomas Schäfer, der sein Instrument zeitweise mehrstimmig wie eine Gitarre spielt und mit den rhythmisch gezupften Akkorden oft das Fundament legt für die wunderbar dynamisch abgestuften Soli des exzellenten Gitarristen Johannes André und die flüsternden bis bewusst überblasenen Einsprengsel von Dirko Juchem, die feinen Nuancen des sensiblen Schlagzeugs von Igor Margolin.

Das Publikum möchte die Fünf erst nach mehreren Zugaben gehen lassen. Nein, man war nicht beim Eurovision Song Contest gewesen – eine Formation wie InVoyce, die zündende Eingängigkeit mit hohem Anspruch verbindet und überragende Technik mit künstlerischer Originalität, die wird es wohl auch nie zu diesem Wettbewerb schaffen. Schade, denn sie würde ihn für Deutschland spielend und konkurrenzlos gewinnen. Und auf solche Sieger dürfte man dann nicht nur aus patriotischer Sicht stolz sein.

Chor2013 1Frühlingskonzert der Chöre

Aus der milden abendlichen Frühlingsluft kommend, wurden die zahlreichen Besucher in der ausverkauften Stadthalle Münstermaifeldauch drinnen frühlingshaft empfangen. Der Chor der Gymnasiums wanderte singend durch die Halle auf die Bühne und viele Zuhörer sangen beim Kanon „Spring“ kräftig mit. Gleich zu Beginn war allen klar, dass dies ein heiterer, entspannter Abend mit viel erfrischender Musik werden würde.
Der Chor, der aus Schülern aller Jahrgänge, Lehrern, Ehemaligen und Eltern besteht, interpretierte zunächst einige Klassiker. Klangvoll und dynamisch gestaltet war „New York, New York“, bei „Moon River“ zeigte der Chor, dass er es versteht, melodische Linien auszugestalten. Trotz der Unterschiedlichkeit der vielen Stimmen erfreuten die Sängerinnen und Sänger mit einem erstaunlich homogenen Klangbild.
Zwei Klassiker der Beatles beschlossen den ersten Auftritt des Chores, der bei „With a little help from my friends“ auch a capella überzeugte. Bei „Eight days a week“ konnte sich der Chor auf dezente Begleitung durch eine Band verlassen, die immer wieder im Verlauf des Abends zum Einsatz kam. (Florian Wilbert, Sebastian Feige, Lukas Bierbrauer, Stephan Naunheim)
Im Anschluss präsentierte sich ein Vokal-Quartett aus Mitgliedern des Chores, das selbstbewusst mit schauspielerischen Einlagen den „Duke of Earl“ sang und zeigte, welches individuelle Potential in den Stimmgruppen des Chores zu finden ist. (Tabea Adams, Johanna Adams, Annkathrin Berens, Sarah Lentes)
Beim Auftritt des Chors der fünften Klassen blickte man in strahlende Gesichter. Und zwar bei den Akteuren auf der Bühne und bei den Zuhören. Mit ihrer Singfreude und schon erstaunlicher Professionalität erweckten sie sechs Lieder zu musikalischem Leben. Johanna Rennau meisterte ihr Solo in „Somebody that I used to know“ mit Leichtigkeit. Ulrich Bauer, musikalischer Leiter des Abends als Dirigent, Arrangeur und Pianist, kann sich freuen: der Nachwuchs steht auf der Bühne bereit.
Der zweite Teil des Konzertes wurde mit Chick Coreas „Spain“ eröffnet, einem komplexen Latin-Stück, bei dem Chor und Band präzise gemeinsam musizierten. Nach der langsamen Einleitung explodiert „Spain“ in vertrackten Rhythmen, die sowohl Chor als auch Band entspannt zum Klingen brachten. Johanna Adams überraschte mit ihrer Virtuosität auf der Querflöte und spielte ein langes Solo über das Stück.

Bohemian Rhapsody von Queen, wieder mit Band und Chor, brachte das Publikum zu riesigen Beifallsstürmen, weshalb es auch später als Zugabe nochmals musiziert wurde. Die verschiedenen Abschnitte des Liedes wurden meisterhaft gesungen. Ulrich Bauer schaffte eine hohe Präzision der Absprachen und hielt diese Konzentration stets durch. Hervorzuheben ist der Gitarrist der Band, Sebastian Feige, der für sein originalgetreues Brian May Solo Zwischenapplaus erhielt. Ein Lob verdient auch Florian Wilbert, der mittlerweile der Schulpianist ist. Mit großem pianistischen Können erfüllt er bescheiden seine Aufgaben und ist dabei absolut zuverlässig.
Den Höhepunkt des Abends bildete ein Medley aus „Les Miserables“. Der Chor gestaltete hier wieder auf beeindruckende Art die musikalischen Feinheiten aus, war überaus präzise einstudiert an den für ein Medley unumgänglichen Übergängen und blieb stringent bis zum majestätischen Finale. Beindruckend und anrührend waren auch die Soli der Chormitglieder Susanne Dzienudda, Alisha Scholl, Sarah Lentes, Tabea Adams, Matthias Justen und Alexander Muckermann.
Das Publikum dankte den Musikern und ihrem Dirigenten Ullrich Bauer mit viel Beifall.
So kann der Frühling bleiben.

u theater2Tote schmieren keine Brote

Am Montag, den 10. Juni 2013 wurde der altehrwürdige Musiksaal des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in Münstermaifeld zu einem Ort des Verbrechens um Diebstahl, Entführung und einen vermuteten Mord. Die Unterstufen-Theater-AG des Maifelder Gymnasiums präsentierte die Krimi-Komödie „Tote essen keine Brote“ von Dirk Salzbrunn. Der Tatort ... der Kiosk des beflissenen Hausmeisters Franz Grützmüller (Vinzent Altmeyer gekonnt als ein etwas begriffsstutziger, aber liebenswerter Schuldiener). Das Diebesgut ... zwanzig belegte Brötchen, die er in der Pause verkaufen wollte. Das Entführungsopfer ... Alma Grützmüller, Gattin des Hausmeisters und die gute Seele der Schule. Carolin Janoschek verkörperte die resolute Frau überzeugend. Außer sich, dass seine Brötchen und seine Frau verschwunden sind, will der Hausmeister die Polizei alarmieren, sehr zum Leidwesen des Direktors Dr. Klotz, sehr selbstbewusst und als Schulleiter überzeugend dominant verkörpert von Louis Keuser. Letzterer war nämlich Drahtzieher einer illegalen Aktion. Er hatte seinem Hausmeister aufgetragen, die alte, nicht mehr funktionierende Mikrowelle unauffällig zu entsorgen. Außerdem reagierte die jungfräuliche Frau Reibeis, ihresgleichen Deutschlehrerin der Lerneinrichtung, mit einem Schwächeanfall auf die Kunde, dass die Polizei anrücken sollte. Hatte sie doch eine geheime Absprache mit Herrn Grützmüller, dass er ihr regelmäßig die Hecke während seiner Dienstzeit stutzt. Selina Ternes ließ die ältliche, einstmals sitzen gelassene Dame herrlich schnippisch, aber auch bemitleidenswert erscheinen. Und obwohl der Polizist Herr Pustemal - von Katharina Hommes fabelhaft mit ironischem Tonfall dargestellt - sehr gewissenhaft die Ermittlungen aufnimmt, entschließt sich eine aufgeweckte Schülergruppe eigene Ermittlungen anzustellen. Die charakterlich sehr unterschiedliche Clique war der Dreh- und Angelpunkt. Lea Schwall als Anne, Justine Junglas als Laura, Marc Monneke als Daniel, Hanna Seul als Maurice und Teresa Welling als Ali hatten durch ihr leichtes Spiel immer wieder die Lacher auf ihrer Seite. Sie sind es, die die Gespräche der Erwachsenen mehr oder weniger absichtlich belauschen und verdächtige Gegenstände, wie einen prall gefüllten, großen Müllsack der vom Hausmeister fortgeschleppt wird, oder ein blutiges Taschentuch, entdecken. Da zählen sie zwei und zwei zusammen und machen sich auf Spurensuche, wenn sie nicht wieder von den Lehrkörpern dabei gestört wurden, wie beispielsweise von Maria Welling, die als Sportlehrer Herr Reck in sportlichem Dress sämtliche Schüler (u.a. auch Marie Ackermann, Michelle Berressem, Sophie Gries, Katja Jischke, Lea Kittsteiner, David Landvogt, Alina Neumes, Simon Rink, Katharina Rottländer, Sophie-Maria Simon, Lea Wagner) zu sportlichen Leistungen anheizte.

 

Da ist natürlich die Überraschung groß, als Frau Grützmüller unversehrt wieder auftaucht. Sie hatte die Brötchen ihres geizigen Gatten für die Feier im Seniorenheim gespendet und war nur verschwunden, da sie sie klammheimlich dorthin lieferte. Herr Flink (Tobias Uth als waschechter Senior mit grauen Haaren und Gehstock) dankte es herzlich und ließ sich von Frau Reibeis zum Fest begleiten.
Die beiden Souffleusen Sandra Marx und Michelle Sauerborn hatten wenig zu tun, harrten aber für den Fall von Gedächtnislücken gut versteckt im Kiosk aus. Der Holzladen war eine Arbeit des Schülers Yassin Diaf. Um die Technik, nämlich Licht und Einspieler, kümmerte sich aufmerksam Marvin Heil.
Wie immer schminkte Doris Zimmer mit einem Team von Schülerinnen die Akteure. So wurden aus den Schülern die Figuren, die das Stück so einzigartig machten.
Auch diesmal bot Beate Falterbaum, die Leiterin der Unterstufen-Theater-AG, mit den Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen wieder eine tolle, darstellerische Leistung dank ihres Händchens, die Rollen typgerecht zu besetzen. Schöne Inszenierungsideen und das Bühnenbild taten ihr Übriges.
Das Publikum war begeistert und dankte der gesamten Truppe um die jungen Akteure mit langem Applaus für den unterhaltsamen Abend.

Dienstag, 02 Dezember 2014 16:35

Aktionstag 2013

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Schülerinnen und Schüler des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums engagierten sich für Bildungsprojekte in Afrika Bundesweite Kampagne „Dein Tag für Afrika“ von Aktion Tagwerk ruft zum freiwilligen Schülerengagement in ganz Deutschland für Gleichaltrige in Afrika auf

Am 18. Juni 2013 fand in ganz Deutschland der Aktionstag der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ statt. Bereits zum 11. Mal rief der Verein Aktion Tagwerk, mit Sitz des Bundesbüros in Mainz, Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme auf. Dabei werden seit 2007 bundesweit Schulen zum sozialen Engagement für Afrika aufgerufen. Die Idee: Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und Schulformen tauschen für einen Tag die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz ein oder veranstalten andere Klassenaktionen. Mit abwechslungsreichen Ideen und zahlreichen Aktionen wird an vielen Orten in Deutschland ein „Tag für Afrika“ geschaffen, um sich für Gleichaltrige in Afrika zu engagieren. Den verdienten Lohn spenden sie an Bildungsprojekte des Aktion Tagwerk-Projektpartners Human Help Network für Kinder und Jugendliche in Burundi, Ruanda und Südafrika. Seit 2003 ist es Aktion Tagwerk gelungen, bundesweit über 1,7 Millionen Schülerinnen und Schüler für diese Idee zu gewinnen.

Die Schülerinnen und Schüler des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in Münstermaifeld waren mit dabei: Am 17. Juni 2013 arbeiteten über 30 Schülerinnen und Schüler des 10. Schuljahrs in Betrieben oder Haushalten rund um Münstermaifeld. Ein besonderer Anreiz zum Engagement besteht darin, dass die Hälfte des gespendeten Arbeitslohnes unmittelbar der Partnerschule des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums, dem Institut St. Aloys in Kibungo, Ruanda zu gute kommt. Die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen besteht schon seit zwei Jahrzehnten umfasst einen regelmäßigen Austausch von Informationen über die Entwicklung der Schulen und gezielte Hilfen für den Ausbau der Schule in Afrika. Zuletzt waren von Spendengeldern aus Münstermaifeld zwei große Wassertanks und Computer für den Informatik-Unterricht angeschafft worden.
Die Kampagne „Dein Tag für Afrika" 2013 steht unter dem Motto: „Jede Bewegung beginnt im Kopf“ – hierzulande und überall auf der Welt. Damit ruft Aktion Tagwerk zu mehr Bewegung auf, um Kinder und Jugendliche in Afrika bei ihrem Recht auf Bildung zu unterstützen. Bildung ist die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben und bedeutet Zukunft und dafür setzt sich Aktion Tagwerk zusammen mit hunderttausenden Schülerinnen und Schüler hierzulande Jahr für Jahr ein.
Wer ist Aktion Tagwerk?
Aktion Tagwerk hat mit der bundesweiten Kampagne „Dein Tag für Afrika“ eine außergewöhnliche Aktionsform des ehrenamtlichen Schülerengagements geschaffen. Ziel ist, die Bildungssituation vieler Kinder und Jugendlicher in Afrika zu verbessern. Darüber hinaus leistet Aktion Tagwerk entwicklungspolitische Bildungsarbeit rund um den Kontinent Afrika für Schulen in Deutschland. In den vergangenen Jahren beteiligten sich am Aktionstag bundesweit jeweils rund 200.000 Schülerinnen und Schüler. Der Ursprung von Aktion Tagwerk liegt in Rheinland-Pfalz, dort wurde 2002 der Verein gegründet. Seit 2007 findet die Kampagne bundesweit statt.
Der bundesweite Aktionstag der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ ist am Dienstag, den 18. Juni 2013. Jede Schule hat aber auch die Möglichkeit, ihren Aktionstag an einem selbst gewählten Termin im Schuljahr durchzuführen. Anmeldung unter: www.aktion-tagwerk.de.
Mitmachen können Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und Schulformen. Sie suchen sich für den Aktionstag einen bezahlten Job in einem Unternehmen und gehen arbeiten, leisten Hilfsdienste im Freundes- oder Familienkreis, veranstalten einen Solidaritätsmarsch „Go for Africa“ oder andere Klassenaktionen, all dies gegen eine Spende. Mit dem Erlös werden Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche des Aktion Tagwerk-Projektpartners Human Help Network (www.hhn.org) in Burundi, Ruanda und Südafrika unterstützt, außerdem werden weltweit Schulpartnerschaftsprojekte gefördert.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Martin Müller ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )
Allgemeine Informationen zur bundesweiten Kampagne erhalten Sie im Bundesbüro von
Aktion Tagwerk, Telefon: 06131/ 90 88 100, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder
unter: www.aktion-tagwerk.de

Dienstag, 02 Dezember 2014 14:47

September - Dezember 2014

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5erEinschulungEinschulsfeier unserer neuen Fünftklässler

Am 20. August sind vier neue 5. Klassen am Kurfürst-Balduin-Gymnasium feierlich empfangen worden. In einem bunten Programm lernten sie ihre zukünftige Schule kennen.
Zunächst fand ein ökumenischer Eröffnungsgottesdienst zum Thema „Einen neuen Anfang wagen…“ in der Stiftskirche St. Martin und St. Severus statt.
Anschließend gestaltete das Kurfürst-Balduin-Gymnasium eine Feier in der festlich geschmückten Turnhalle. Motivierende Reden der Direktorin Frau Dazert-Balthasar und der Orientierungsstufenleiterin Frau Hoffmann stimmten die neuen 5. Klassen sowie deren Eltern auf den Schulalltag ein. Schüler der 6. Klassen sangen unter Leitung und (Gitarren-)begleitung von Herrn Junglas und Herrn Grober ein fröhliches Willkommenslied, bei dem auch die Eltern, Lehrer und Schüler kräftig mitmachen konnten. Danach begeisterten Jungen und Mädchen des Gymnasiums mit sportlichen Leistungen: Sie tanzten im Gangnam Style (Leitung Elke Stenzel) und erstaunten mit akrobatischen Leistungen auf Turnkästen (Leitung Franz Esser).
Nun kam, worauf alle gespannt gewartet haben: Die Klassenlehrer riefen ihre Schüler auf und führten sie in die jeweiligen Klassenräume. Dort lernten sie ihre Mitschüler und Klassenlehrer kennen.
Derweilen erhielten die Eltern weitere Informationen über den Schulalltag. Gegen 12 Uhr versammelten sich alle neuen Schüler und ihre Eltern wieder in der Turnhalle und gingen gemeinsam nach Hause.

auto2013Achtung Auto! - Verkehrssicherheitstraining am Gymnasium Münstermaifeld

Bremsweg, Fahrbahnbeschaffenheit, Anschnallgurt, Sitzerhöhung. Zu Beginn ihrer Schullaufbahn am Kurfürst-Balduin-Gymnasium erhalten alle Fünftklässler spannende und lehrreiche Trainingseinheit zur Sicherheit im Straßenverkehr. Spielerisch erfahren sie unter der fachkundigen Anleitung des ADAC den Unterschied zwischen Bremsweg und Anhalteweg, müssen schätzen, wo es sicher ist, die Straße zu überqueren, staunen über die Fehleinschätzungen, erfahren, wie sehr die einfache Frage des Ausbilders nach dem gestrigen Mittagessen die Reaktionszeit ihrer Mitschüler verlängert und dürfen abschließend sogar noch eine Vollbremsung bei Tempo 30 als Beifahrer miterleben.
Die 90 Minuten Verkehrssicherheitstraining vergingen schnell und die begeisterten Kinder der fünften Klassen werden sich künftig souveräner im Straßenverkehr verhalten können.

 

Lesenfranz2013

Vorlesewettbewerb Französisch

Am 25. Oktober 2013 war es wieder so weit und in der gemütlichen Unterhaltungsbibliothek hieß es zu Beginn der 2. Stunde: „Bienvenu au concours de lecture“ bei der Begrüßung durch Frau Hörter. Die zuvor ermittelten Sieger aller Französischklassen aus den Jahrgangsstufen 6 und 7 für die erste Fremdsprache und aus den Stufen 7 und 8 für die zweite Fremdsprache präsentierten zunächst einen bekannten Text, den sie im Unterricht mit ihren Französischlehrerinnen bzw. ihrem Französischlehrer eingeübt hatten. Die Aufregung der Kandidaten und Kandidatinnen war naturgemäß groß und die Kinder waren froh, dass eine Freundin bzw. ein Freund zur moralischen Unterstützung im Publikum saß. Doch schließlich meisterten alle ihre Aufgabe bravourös und beeindruckten die Jury, bestehend aus der Vorjahressiegerin Anna Schog, den Schülerinnen des Französisch-Leistungskurses Daphne Will und Leonie Görgen sowie den Französischlehrerinnen Frau Hörter und Frau Michels. 

Nach einer kurzen Pause folgte der schwierigere Teil: Ein Ausschnitt der den Schülern unbekannten Lektüre „Quinze jours pour réussir“ musste so fehlerfrei wie möglich vorgelesen und dabei durfte auch die Betonung nicht vergessen werden.

Schließlich war sich die Jury einig: Kilian Le Marec aus der Klasse 6a ist Schulsieger und wurde nicht nur mit der Dvd „La guerre des boutons“ belohnt, sondern darf das Kurfürst-Balduin-Gymnasium außerdem im Februar 2014 beim Regionalentscheid in Koblenz vertreten. Knapp dahinter folgten Lea Wagner (7c) und Pia Pütz (8b) als Zweit- und Drittplazierte.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten für ihre tolle Leistung und als kleinen Trostpreis eine französische Lektüre! Merci à toutes et à tous pour la participation et à l’année prochaine !

 

DregerWahlkampfspots der großen Parteien

Witzig, ironisch, manchmal bitterböse und voller Klichees und Stereotype sind die fünf Filmbeiträge, die als Ergebnis einer politischen Comedy-Arbeit im Sozialkundeunterricht der Jahrgangsstufe 11 entstanden sind. Vor allem inspiriert durch die „heute-show“ mit Oliver Welke, aber auch anderen Comedy- und Kabarett-Veranstaltungen, fand diese „Lernmethode“ einen Weg ins Klassenzimmer und den politischen Unterricht. 22 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses am Kuba-Gym in Münstermaifeld kreiierten in Gruppen kurze Wahlkampfspots für die CDU/CSU, die SPD, die FDP, Bündnis90/Die Grünen sowie Die Linke, die Mark Dreger, ehemaliger Schüler des Gymnasiums und nun studierter Finanzbeamter professionell aufzeichnete. In umfangreichen Vorarbeiten über „brandaktuelle“ wirtschafts-, sozial und finanzpolitische Themenfelder, aber auch Außen- und Verteidigungspolitik der „großen Parteien“, gestalteten die Schüler Rollen der Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, die sie selbst einnahmen und satirisch überzogen – mit viel Lust und Laune – vor der Kamera spielten. Zu sehen ist z.B. eine ergreifende Rede Gregor Gysi`s – gekonnt gespielt von „Rinderzüchter“ Nils Berressem, der - professionell eingespielt - vor applaudierenden Parteitagsteilnehmern der Linken spricht. Aber auch Rainer Brüderle (Sandra Pauly) oder Angela Merkel (Alexander Laux) zeigten Wahlversprechen auf, die die Bundesrepublik zu mehr Wohlstand und Stabilitiät oder auch nicht bringen werden.
Jürgen Trittin (Jonas Wissen) schüttete den Wählern einen Korb an Sozialleistungen aus, die die Grünen vor allem aus der Erhöhung der Reichensteuer finanzieren möchten. Eine „superreiche Dame“ (gespielt von Annalena Löcher) wurde praktisch entkleidet und „beraubt“ (gespielt von Franzi Ditandy und Carolin Hinzen), um die vielen Finanzlöcher des „Grünenprogramms“ zu stopfen. Peer Steinbrück, gut gespielt von Yannik Heidger, las sein sozialdemokratisches Wahlprogramm vor laufender Angabe über die minütliche Zunahme seiner Vortragseinkünfte vor. Der Auftrag, gewohnte Denkstrukturen in Frage zu stellen und den (Spitzen-)Politikern „einen Spiegel“des politisch-gesellschaftlichen Geschehens vorzuhalten, gefiel den Kursteilnehmern, trotz den anstrengenden „filmtechnischen“Vorarbeiten, u.a. dem Schreiben von „Drehbüchern“ und Herbeizaubern von Requisiten bis hin zu Schminkübungen für den Augenblick, wenn es heißt: „Spot an….“.

NahlesFrauenpolitik und mehr - Diskussion mit Andrea Nahles

Alle Leistungskurse Sozialkunde der Jahrgangsstufen 11-13 erlebten eine engagierte Rednerin, die auf Einladung des Leistungskurses 11 (Frau Langen) zum Thema: Frauenpolitik an die Schule kam. Die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote, die immer noch schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die politisch kluge Lösungen vor Ort benötigen, bis hin zu Mindestlohn- und Rentenfragen waren Diskussionsthemen mit der Generalsekretärin der SPD. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich vor allem sehr interessiert über die Ausführungen von Andrea Nahles über ihre eigenen Erfahrungen zwischen komplexen „Politikbetrieb“ in der Bundeshauptstadt bzw. deutschlandweit und ihren Rollen als Ehefrau und Mutter. Moderator R.Thielen, Schulleiterin M. Dazert-Balthasar und das gesamte Plenum verabschiedeten die Bundespolitikerin jedoch nicht eher, bevor sie noch eine Reihe an Fragen zu brandaktuellen Politik- und Wirtschaftsthemen aus Berlin beantwortete.

jusozilkJunge Union zu Gast im Kuba-Gym

Lukas Brachtendorf und Martin Reis sind beide in einer der mitgliedsstärksten ugendorganisationen von Parteien aktiv: der Jungen Union mit annähernd 600 Mitgliedern im LK Mayen-Koblenz.

Die Mitorganisation von Wahlkämpfen, Unterstützung von Kandidaten zu den verschiedenen Parlamenten, Bündelung und Weiterleitung von politischen Interessen junger Menschen zwischen 14 und 35 Jahren stehen auf dem umfangreichen Programm, ebenso wie das Bemühen, neue Mitglieder zu rekrutieren und auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene mit sogenannten politischen Anträgen „mitzumischen“. Beide Jungpolitiker verstehen die Junge Union als relativ autonome, selbständige Einheit(en) im Verbund mit der großen Schwesterpartei, der CDU. Mitglieder der Jungen Union partizipieren vor allem von der Professionalität der CDU-Abgeordneten und von deren kompetenten Fortbildungsprogrammen beispielsweise in Sachen Rhetorik oder Kommunikation. Als sehr lehrreich und dankbar schilderte Lukas sein Praktikum bei MdB Dr. M. Fuchs aus Koblenz in Berlin bzw. das von Martin bei der Bundestagsabgeordneten Frau Heil.
Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Sozialkunde 12 (Leitung Frau Langen) staunten nicht schlecht, die komplexen Strukturen der Parteiorganisation kennenzulernen.
„Hatzenport, Moselkern, Lasserg“, so betonte Lukas, auch ein ehemaliger Schüler des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums, „sind 3 Ortsgemeinden in unmittelbarer Nachbarschaft, aber eingebettet in unterschiedliche Gebietskörperschaften und Zuständigkeiten bis hin zu unterschiedlicher Angehörigkeit zu bestimmten Wahlkreisen“. Es komme vor, dass daher die Junge Union eher mit jungen Gleichgesinnten im Norden des großen Landkreises zusammenkomme und sich untereinander kennenlerne, als mit Verbänden z.B. aus dem benachbarten Landkreis Cochem-Zell. Nach einem informativen Einblick in den verfassungsrechtlichen Auftrag der innerparteilichen Demokratie, berichtete Martin Reis, JU-Vorsitzender der Stadt Mayen, von einem wahrlich bunten Strauß an Aktivitäten der Jungen Union: Von Veranstaltungen zum Kennenlernen der Heimat, wie Besichtigungen von historischen und kulturellen Denkmälern, bis hin zu geselligen Kanufahrten auf der Lahn, Besuchen von Musikevents oder Spendenaktionen für „gute Zwecke“. Besonders „gerührt“ zeigten sich die jungen Männer von der Zusammenarbeit mit der Senioren-Union. Hier sei man nicht nur über die Themen Rente und Pflegeleistungen im Gespräch, sondern auch über „lebensumspannende Themen“, die von der Jugendorganisation als sehr förderlich empfunden werden. Politikverdrossenheit ist für beide Studenten kein großes Thema, da für sie gilt: Verantwortung zu übernehmen und an der Gestaltung gesellschaftspolitischen Lebens mitzuarbeiten, was alle zuhörenden Schüler „spüren“ konnten. Nach dem Besuch von Andrea Nahles und Clemens Hoch konnten sich die Kuba-Schüler nun wieder ein Stück mehr in die komplexe „politische Welt vor Ort“ einlassen.

wwierschemHausmeister des KuBa-Gymnasiums in den Ruhestand verabschiedet

Am Dienstag, den 26. November 2013 versammelte sich die Schulgemeinschaft des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums, um ihren Hausmeister Werner Wierschem nach 33 Jahren Einsatz am und für das KuBa-Gymnasium in den Ruhestand zu verabschieden. Auch der Landrat Dr. Saftig nahm in seiner Funktion als oberster Dienstherr an der Verabschiedung teil und brachte damit auch seinerseits die Wertschätzung von Werner Wierschem zum Ausdruck. Mit ihm als Mitarbeiter der Verwaltung und ständige Ansprechpartner des Hausmeisters waren auch Herr Busch, Herr Walter und Herr Hegemann gekommen.
Seit dem 01. Januar 1981 war Werner Wierschem als Hausmeister am Kurfürst-Balduin-Gymnasium tätig. Die Hausmeistertätigkeit am Gymnasium wird durch die umfangreichen Außenanlagen geprägt, die eine intensive Betreuung erfordern. Somit war Werner Wierschem für die Pflege und Unterhaltung der Gebäude und der sächlichen Ausstattung verantwortlich, eine Aufgabe, die er stets pflichtbewusst und gewissenschaft erfüllte. Hausmeister in einer Schule bedeutet jedoch noch viel mehr. So war er auch Ansprechpartner und oft genug Nothelfer für Kolleginnen und Kollegen und insbesondere Schülerinnen und Schüler. Diese schätzen vor allem seinen Pausenverkauf, den Ausspruch „Gudn Lutsch“ wird so schnell sicher niemand vergessen. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft schätzten seine Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft.
Privat war Werner Wierschem ein erfolgreicher Motorsportler. Er feierte unter anderem im Jahr 1980 Rennerfolge als Formel III-Fahrer bei diversen Bergrennen.
Die Schulgemeinschaft dankt Werner Wierschem für seine langjährige Tätigkeit und wünscht ihm Gesundheit, Glück und Zufriedenheit für den neuen Lebensabschnitt.
Mit Werner Wierschem wurde auch Alexander Abt verabschiedet, der ihm seit mehreren Jahren als Hilfe zur Seite stand. Die Schulgemeinschaft dankt auch Alexander Abt für die Unterstützung des Hausmeisters und den Einsatz für die Schule und wünscht ihm alles Gute.

 

delf2013DELF-Diplom

Bereits im Juni war es soweit: Nach intensiver Vorbereitung auf die verschiedenen Teilbereiche der Prüfung unter der Leitung von Frau Hörter und Frau Michels haben insgesamt 16 motivierte, fleißige und französischaffine Schülerinnen und Schüler erfolgreich die DELF-Prüfung abgelegt. Einige „alte Hasen“ nahmen bereits zum zweiten Mal teil und trauten sich an die anspruchsvollste Stufe, die man in der Schule wählen kann, heran, nämlich das Niveau B2. 

Das vorläufige Ergebnis wurde zwar schon vor den Sommerferien bekannt gegeben, doch mussten sich alle bis zum Winter gedulden, um die offiziellen Diplome in den Händen zu halten.
Alle Schülerinnen und Schüler können zurecht stolz auf sich sein!
Die Vorbereitung für die nächste Prüfungsrunde ist bereits in vollem Gange und weitere Interessenten sind in der DELF-AG jederzeit herzlich willkommen.

Dienstag, 02 Dezember 2014 14:35

April-Juni 2013

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BalesGleichstellungsbeauftrage am KuBa

Auf Einladung des Leistungskurses Sozialkunde 11 kam Lea Bales, seit 6 Jahren Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, in den Unterricht am Gymnasium Münstermaifeld.
Die Schüler staunten nicht schlecht, welche vielfältigen Aufgaben Frau Bales im beruflichen Alltag zu bewältigen hat: neben der Aufstellung und Mitwirkung bei sog. Frauenförderplänen sowie von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist sie Ansprechpartnerin z.B. in Sachen „Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“, Impulsgeber für neue Projekte wie „Mehr Frauen in die Kommunalparlamente“ bzw. Konzeptgestalterin in Sachen Fort- und Weiterbildungen in Zusammenarbeit mit den verschiedensten politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Kräften der Region, wie z.B. IHK, Handwerkskammer, Unternehmen, Banken oder die Agentur für Arbeit.
Neu für die zukünftigen Abiturienten war der sog. „Equal Pay Day“, der Tag der Entgeldgleichung am 21.3.2013, an dem Frau Bales von Sonderaktionen im Raum Koblenz berichtete. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, so die Referentin,“muss ständig eingefordert werden“. Mit Engagement und mutiger Frische analysierte sie das Für und Wider einer Frauenquote, zurzeit aktuelles Thema für die Besetzung von Vorstands- und Aufsichtsratsplätzen in großen Dax-Unternehmen.
„Am meisten Freude macht mir der weitere Auf- und Ausbau eines Netzwerkes“, so die Antwort von Frau Bales auf die Frage einer Schülerin, mit dessen Hilfe sie effizient und effektiv für die Gleichberechtigung von Mann und Frau streiten kann. Es freue sie aber auch, dass im Landkreis Mayen-Koblenz parteiübergreifend an einem Strang gezogen werde. Abschließend lud sie die Schülerinnen und Schüler zu weiteren Veranstaltungen mit ihr als Gleichstellungsbeauftragte ein, so zum Thema: Facebook – Medienkompetenztraining in Zusammenarbeit mit der Universität Koblenz.

 

finanzEhemaliger Schülersprecher zurück am KuBa: Steuern und Finanzen – Kein Buch mit 7 Siegeln

Von Steuerhinterziehung über die „Reichensteuer“ bis zur Steuergerechtigkeit spannte sich der Bogen, den Fabian Krämer und Florian Becker, beide Diplom-Finanzwirte, tätig in Koblenz, den Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 vorstellten.

Fabian Krämer genoss es sichtlich, als Experte der Finanzverwaltung mit den Oberstufenschülern zu diskutieren. „Ich war Schülersprecher an dieser Schule“, erklärte er dem Plenum, „bevor ich 2008 hier mein Abitur machte“. Gerne gebe er nun sein Fachwissen an die zukünftigen Abiturienten weiter, auch als Dank an seine schöne Schulzeit am KuBa-Gymnasium. Sehr kompetent und gespickt mit einer Brise Humor nahmen sie die Schüler mit auf die fachliche Reise in die Welt der verschiedenen Steuerarten, nicht ohne die neuen Steuern, wie Luftverkehrssteuer bzw. Brennelementesteuer zu thematisieren. Auch historische Geschichten, z.B. zur Einführung der Sektsteuer 1916, überraschten das Publikum. Anhand der Steuerspirale 2011 konnten die größten Einnahmequellen des Staates, die Umsatz- und die Einkommenssteuer festgemacht werden. Schnell erkannten die Schüler die wichtigen Eckdaten beim Einkommenssteuertarif, wie Grundfreibetrag, Eingangssteuer, Progressionszonen, Proportionalzone, Spitzensteuersatz bzw. Reichensteuer – alles Daten, deren zukünftige Gestaltung im anlaufenden Bundestagswahlkampf der Parteien eine große Rolle spielen.
Steuerhinterziehung, ein aktuelles Thema, nicht nur nach dem Scheitern eines Steuerabkommens mit der Schweiz, sondern auch z.B. den Präsidenten des FC Bayern, Uli Hoeneß betreffend, sei kein Kavaliersdelikt. „Die hierdurch verursachten Finanzverluste treffen letztlich den Bürger, dem wichtige Einnahmen z.B. zum Straßenausbau bzw. für Bildungsinvestitionen fehlen“. Nicht zu vergessen den Auftrag der Abgeordneten nach dem Grundgesetz (die Schuldenbremse), die Staatsverschuldung in Bund und Ländern zu reduzieren. Sehr aufmerksam bewegten sich die Schüler auf dem noch relativ unbekannten Diskussionsparkett für mehr Steuergerechtigkeit. An drei Fallbeispielen analysierten die Schüler – bei unterschiedlichen Einkünften - als Singlehaushalt, als Familie mit einem bzw. mehreren Kindern die derzeitige Steuererhebung.
Abschließend zeigten die beiden Referenten auf, wie das Studium zum Dipl. Finanzwirt aussieht. „Studieren mit Gehalt“, so Florian Becker, „sei ein guter Anreiz mit einer Fülle an lohnenden Perspektiven“. Der große Applaus der Zuhörer gab der Idee Recht, die beiden Experten auch im nächsten Jahr wieder an das Gymnasium einzuladen!

JuniorAward"Tatort Eifel" - Junior Award

Schülerinnen des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums aus Münstermaifeld gewinnen 1. Preis
Vier Schülerinnen der Klasse 9a des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in Münstermaifeld gewannen den 1. Preis in ihrer Altersklasse des zum Krimifestival „Tatort Eifel“ ausgeschriebenen Wettbewerbs. Im SWR Funkhaus wurden am Nachmittag des 07.05.2013 alle Preisträger geehrt und erhielten ihre Urkunden von Ministerin Doris Ahnen.
Den Schülerinnen Charlene Billigmann, Paula Mertes, Eva Pinger und Michelle Weiler war es gelungen, den von Jugendbuchautor Ralf Kramp verfassten Anfang einer Kriminalgeschichte „ohne Mord und Totschlag“ auszugestalten. In seiner Laudatio lobte Ralf Kramp die parallel erzählten Perspektiven, die spannende und logische Entwicklung der Handlung sowie die herausragende Verwendung unterschiedlicher Motive. Die vier Mädchen dürfen ihren Krimi jetzt zum Drehbuch umschreiben und im Juni unter professioneller Anleitung verfilmen. [© M. Schneider, 08.05.2013]

religionPastor Müller stellt sich kritischen Fragen

"Warum sind wir getrennt?" "Was eint uns noch heute?" "Wie sieht Kirche von morgen aus?" Oberstufenschüler verschiedener Konfession gestalten gemeinsamen Religionsunterricht.

Martin Müller, evangelischer Religions- und Geschichtslehrer sowie Pastor am Kurfürst-Balduin-Gymnasium, freute sich auf die Einladung seines Religionskursus (Jahrgangsstufe 12) zum gemeinsamen Unterricht mit den katholischen Schülerinnen und Schülern, unter der Kursleitung von S. Langen. Fabian Schüller, Julia Rothenhäusler und Franziska Bieg führten die Zuhörer zunächst fachkundig in die Geschichte der Entstehung der beiden Konfessionen und deren heutigen strukturellen Aufbau in der Bundesrepublik Deutschland ein, bevor sie die zentralen Unterschiede der Glaubensrichtungen aufzeigten: im Kirchen- und Amtsverständnis oder in der Sakramentenlehre. Beide Kirchen sind heute von aktuellen Missbrauchsfällen und Kirchenaustritten gezeichnet, bei der katholischen Kirche kommen hinzu: Problemstau und Priestermangel, Zank um das Zölibat oder Forderungen nach Frauenordination. Pastor Müller bezog Stellung zu den Fragen der Schüler – hauptsächlich bezüglich Kirchenkrise bzw. die Konfession übergreifende Glaubenskrise. Er zeichnete im Ansatz eine Zukunft der Kirche, die eine starke Besinnung auf Jesus und sein Programm beinhaltet. Die jetzige Krise stellt womöglich auch eine Chance zu einem erneuten Aufbruch dar, Gläubige beider Konfessionen verantwortungsvoll zur gemeinsamen Glaubensarbeit zu rufen, eine Bilanz, der auch die „katholische Seite“ beipflichtete.

elterntag2013Dritter Elternbrückentag sucht Wege für ein gutes Miteinander von Eltern, Schülern und Lehrern

Nach 2011 und 2012 fand am vergangenen Samstag, 25. Mai 2013, der mittlerweile dritte „Elternbrückentag“ am Kurfürst-Balduin-Gymnasium statt. Der Elternbrückentag will eine Brücke bauen zwischen Schule und Elternhaus, aber auch zwischen Eltern und Lehrern bzw. Eltern und Schülern. Inhaltlich kehrte dieser Elternbrückentag mit dem Motto „Komm mit! - Geh weg! Loslassen und eigene Lebensgestaltung zulassen“ und dem Thema Pubertät zu seinen Anfängen vor zwei Jahren zurück.
Zu Beginn stellten zwei Schüler des Gymnasiums, Florian Wilbert und Niklas Wahl, ihr Können auf dem Klavier und der Flöte unter Beweis und lieferten so den feierlichen Rahmen für das Kommende. Nachdem die Schulleiterin Madeleine Dazert-Balthasar die Teilnehmer und Referenten in der Schule herzlich willkommen geheißen hatte, zeigte Frau Dr. Rösgen, die Leiterin der Lebensberatungsstelle Koblenz, mit ihrem Vortrag „Loslassen und die eigene Lebensgestaltung zulassen“ Chancen für ein gelungenes Miteinander von Eltern und Jugendlichen auf. Jugendliche brauchen ihre Eltern als kritische Begleiter auf dem Weg erwachsen zu werden. Die Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Jugendlichen sind notwendig und ein wichtiger Bestandteil der Erziehung. Die Teilnehmer gingen in vielen Nachfragen auf das Gehörte ein: „Setzt man den Kindern besser enge Grenzen, damit sie die Grenzen überschreiten können und die Eltern mit diesen Grenzüberschreitungen leben können?“ war eine Frage, oder: „Wie gehe ich mit dem Satz um: Aber der oder die andere hat das auch bzw. darf das auch?“
In den nachfolgenden Arbeitsgruppen ging es dann in Kleingruppen um Teilaspekte: „Kommunikation zwischen Eltern und Jugendlichen“, „Ich spreche mit dir – was kommt bei dir an“, „Das Leben zutrauen – Loslassen und Halt geben“, „Pubertät – Tickt das Hirn anders“ und „Jugend und Medien im digitalen Zeitalter“ waren die Workshops überschrieben. Die Dipl.- Sozialarbeiterin Ursula Beck, von der Lebensberatungsstelle Mayen, Ursel Kübler, Beraterin für Schulentwicklung des Pädagogischen Landesinstituts, Hella Ralfs-Horeis, die pädagogischen Leiterin der Ev. Schmiedelanstalten und Frank Lafleur aus dem Schulpsychologischen Beratungszentrum Mayen bildeten mit Frau Dr. Rösgen ein überaus kompetentes Team, um auf alle Anfragen eingehen zu können. Nur die Zeit setzte dem Wissensdurst der Eltern Grenzen. Wenn die Veranstaltung mit viereinhalb Stunden auch nicht gerade einen engen Zeitrahmen gesetzt hatte, so fanden doch nicht alle Teilnehmer noch Gelegenheit sich an den Ständen von Jugendrotkreuz, Pfadfindern, Selbstverteidigung „Wing-Tsun“ und Kinder-Technik-Feriencamps noch über sinnvolle Freizeitangebote für ihre Kinder zu informieren.

Möglich gemacht wurde die Veranstaltung durch finanzielle Unterstützung des Landes, des Fördervereins und der Kreissparkasse Mayen, vor allem aber durch das ehrenamtliche Engagement der Eltern aus dem Schulelternbeirat der Schule. Sie hatten in einer sechsmonatigen Vorbereitung die Veranstaltung geplant und viele Stunden in den Auf- und Abbau, das Vorbereiten von Kaffee, Brötchen und Kuchen investiert. Stellvertretend für diese engagierten Eltern begrüßte der Schulelternsprecher Andreas Lipp die Gäste. Einen kleinen Wermutstropfen stellte die, in Relation zum ersten Elternbrückentag, kleine Teilnehmerzahl von 50 Eltern dar. Hierüber, aber vor allem über die spannenden neuen Erkenntnisse wurde dann noch ausgiebig bei gutem Essen im Anschluss in der Schulcafeteria debattiert.

Dienstag, 02 Dezember 2014 08:24

Januar - März 2013

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FranzKuBa-Schülerinnen des Leistungskurses Französisch 12 als Literaturkritiker

Beim Prix des lycéens allemands handelt es sich um einen Literaturwettbewerb für die gymnasiale Oberstufe, der von der Kulturabteilung der französischen Botschaft in Berlin, in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien, der Leipziger Buchmesse und dem Klett Verlag organisiert wird.
Die Schülerinnen erhielten vor Beginn der Sommerferien 2012 ein Bücherpaket von 4 aktuellen französischen Jugendromanen in der Originalsprache ,die sie zunächst in individueller Lektüre, danach in Gruppenarbeit analysierten und bewerteten. Im Rahmen einer öffentlichen Jurysitzung am 4.Februar 2013 in Anwesenheit der Schulleiterin Frau Dazert-Balthasar und des Leisungskurses Französisch 11 von Frau Miquel präsentierten die Schülerinnen die einzelnen Werke und nominierten nach einer anschließenden Diskussion ihren Siegertitel. Die Wahl fiel auf <<Un cargo pour Berlin>> von Fred Paronuzzi. Die Protagonistin des Romans Nour –Licht auf Arabisch- ist eine herausragende Schülerin, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Um sich ihren Traum vom Gymnasium erfüllen zu können arbeitet sie neben der Schule im Hause ihrer Schulleiterin. Dort verliebt sie sich in den charmanten Idriss, der sie verführt und von dem sie schwanger wird. Um die Familienehre zu retten, arrangiert der Vater die Heirat mit einem alten Witwer. Um der Zwangsheirat zu entkommen, überredet Nour Tariq, ihren Freund aus Kindertagen, zur Flucht. Ziel der Reise ist Berlin. Der Roman vermittelt eine Vorstellung vom Einfluss der arabischen Traditionen, insbesondere von der Unterdrückung der Frau und verdeutlicht die Gründe,die junge Menschen aus dem Maghreb, hier aus dem armen Algerien, dazu bringen , die Flucht in den reichen Westen – Symbol der Freiheit und des Wohlstandes- zu wagen.

Ein spannender Roman über das aktuelle Thema der Migration ! Im Anschluss an die Wahl des Siegertitels bestimmte der Kurs eine Delegierte für die Landesjury am 19.Februar2013 in Mainz. Die Wahl fiel auf Defne Deneri, die in Begleitung ihrerLehrerin Frau Müller-Dumont das Kurfürst-Balduin-Gymnasium auf der Landesjurysitzung Rheinland-Pfalz vertreten wird. Mit anderen Schülerdelegierten wählen die Schülerinnen und Schüler nach einer öffentlichen Debatte dort ebenfalls einen Favoriten und einen Delegierten für die Bundesjury auf der Leipziger Buchmesse im März 2013. Dort wird in Anwesenheit der Autoren der Gesamtsieger gekürt, der den Prix des lycéens allemands erhält.
Weitere Informationen und die Veröffentlichung des Siegers : www.institutfrancais.de/mainz
(G. Müller-Dumont)
 
FrauenMehr Frauen in die Kommunalpolitik
Lea Balles, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mayen-Koblenz, begrüßte ...
die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Sozialkunde des Kurfürst-Balduin-Gymnasium aus Münstermaifeld im Kreishaus in Koblenz zu einer informativen Vortragsveranstaltung für Frauen und Männer: „Demokratie fängt in der Gemeinde an“.
Vor allem die jungen Schülerinnen setzten sich mit den Gedanken auseinander, wie es wäre, zukünftig im Gemeinderat mitzuarbeiten. Ulrike Nauheim-Schrobeck, Dozentin an der FH für öffentliche Verwaltung in Mayen, zeigte den Schülern, wie Kommunalpolitik funktioniert und welche kommunalen Spielregeln beachtet werden müssen. Cathrin Bacher, Dipl. Verwaltungswirtin, erklärte anhand des Sitzungsdienstprogrammes „Session“ der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz das Intranet für Ratsmitglieder mit Informationen über Sitzungstermine, Sitzungsvorlagen und Beschlüsse. Ein derart sachkundiger Informationsabend über Kommunalrecht trägt sicherlich mit dazu bei, das zukünftig mehr Frauen in die Räte gehen. Weitere  Qualifizierungsmaßnahmen finden im Rahmen des Mentoring-Projektes „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik“ statt, ein einjähriges Trainingsprogramm für Politikeinsteigerinnen im Landkreis Mayen-Koblenz

 

EUSoziKuBa-Schüler in Brüssel

Ob Griechenland-Krise, möglicher Austritt Englands aus der EU, Beitrittsverhandlungen mit der Türkei bis hin zum Eintritt Kroatiens in die Europäische Union waren Themen, die Schüler der Jahrgangsstufe 13 an den Europaabgeordneten Dr. Werner Langen stellten. Die
Leistungsgruppe Sozialkunde war auf Einladung des Abgeordneten nach Straßburg gereist, mitten in die Sitzungswoche des Europäischen Parlaments. Hier begegneten sie auch Francois Hollande, der eine Rede vor dem EU-Parlament hielt. Live verfolgten die Schüler des Kurfürst-Balduin-Gymnasium aus Münstermaifeld die Wortgefechte im EU-Parlament über den zukünftigen Haushalt 2014 bis 2020. „Das ist unbedingt ein Muss für jeden Schüler hier nach Straßburg zu kommen“, so die begeisterte Aussage von Caro Schmidt. „Die Debatte um das gleichzeitige Sparen und das Ankurbeln des Wachstums im Euo-Raum ist faszinierend“, meinte Max Löffel interessiert. Steffi Koch dankte im Namen der Schule Dr. Werner Langen und seiner ebenfalls engagierten Mitarbeiterin, Lena Rietmann, für diesen erlebnisreichen  Einblick in europäische Politik.

 
     

JugendBWJugendoffizierin informiert KuBaNer

Jugendoffizierin Kristin Hilbert informiert Schüler über Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Rolle der Frauen beim Militär.
Frau Hauptmann Hilbert nahm die Schüler der Leistungskurse mit auf eine sicherheitspolitische Weltreise, die von Krieg, Unterdrückung, Terror und vielen Not leidenden Menschen erzählte und der Rolle der Bundeswehr, die sich in Mali, im Kosovo, am Horn von Afrika oder in Afghanistan für die Schaffung von Frieden einsetzt. „Es sind jährlich abzustimmende Mandate, womit der  Bundestag Auslandseinsätze der Bundeswehr im Auftrag der Vereinten Nationen, der Nato oder der EU legitimiert“, so berichtete die junge und sehr engagierte Jugendoffizierin.
Für etwa 4 Monate gehen die Soldatinnen und Soldaten ins Ausland. Dabei geht es nicht nur um militärische Verteidigung von bestimmten Ethnien, Schutz von sog. Ozeanriesen, die Öl über die Weltmeere transportieren oder den Kampf gegen religiös motivierten Terrorismus, sondern auch um den zivilen Aufbau von Staatsstrukturen, Polizei und bestimmten Verwaltungseinheiten. Frieden ist als Prozess zu begreifen, weg vom Waffeneinsatz hin zu einem positiven Frieden, der Grund- und Menschenrechte ermöglicht, soziale, ökonomische und ökologische  Ziele verwirklichen hilft.

Dank von Paulina Sauerborn (siehe Foto), die die Kurse über das Thema „Frauen bei der Bundeswehr“ – Geschichte, Rechtslage und aktuelle Situation vorab schlau gemacht hatte – stand Frau Hilbert den vielen Fragen auch hierzu Rede und Antwort,  inwiefern die Frauen tatsächlich in dieser „ letzten Männerdomäne“ gleichberechtigt sind. Offen berichtete sie über Mängel bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Karriere bei der Bundeswehr. So stehen zum Beispiel betriebseigene Kindergärten, ausreichende Teilzeitstellen für Männer und Frauen auf der Agenda einer gendergerechten Politik.
Frau Hauptmann erhielt viel Applaus bei den jungen Menschen, die jedoch den Berufstitel nicht ganz nachvollziehen konnten.
 

 

JugendPolitik

Mehr Jugend in die Kommunalparlamente

Abiturientin informiert jüngere Schüler

Katharina interessiert sich schon seit langem für Politik auf allen Ebenen, weshalb sie in der gymnasialen Oberstufe auch Leistungskurs Sozialkunde gewählt hat und seit August 2012 am Mentoringprojekt des Landkreises Mayen-Koblenz: „Mehr Frauen in die Räte“ mitmacht. Dass ihr Politik im Blut liegt, so berichtet sie den Schülerinnen und Schülern des LK Sozialkunde 11, auf deren Einladung sie im Kurs ist, hätte sie ihrem Vater zu verdanken. Handzettel verteilen, Plakate kleben, Diskussionen und Gespräche mit Bürgern zu hören hat sie schon von klein auf fasziniert und gelernt. Um jetzt so richtig fit in Sachen Kommunalpolitik zu werden und mögliche Ängste davor zu verlieren, besucht sie seit knapp 8 Monaten Seminare und Kurse, zuletzt ein Rhetoriktraining, organisiert von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Lea Bales. Den interessierten Mitschülern erzählt sie dann auch, dass sie eine „starke Frau“ an ihrer Seite hat, die sie mit auf Ratssitzungen bzw. Sitzungen bestimmter Ausschüsse mitnimmt: die Ortsbürgermeisterin von Ochtendung, Rita Hirsch. „Nicht nur die Stimme der Frauen, generell der Jugend“, so K. Mahncke, „muss in unserer Region gestärkt werden“. Sie empfiehlt den Jugendlichen, den Ortsbürgermeister oder ein Ratsmitglied vor Ort aufzusuchen. „Fragt, wie ihr mitwirken und wie ihr zum nächsten Rat kandidieren könnt“. Die nächsten Kommunalwahlen stehen nämlich vor der Tür: 2014 werden Gemeinderäte, Verbandsgemeinderat und Kreistag wieder für die nächsten 5 Jahre gewählt.

Dienstag, 02 Dezember 2014 07:13

Juli - September

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dorfwettbewerbZehnte des KuBaGym gewinnt Schülerwettbewerb

Demographischer Wandel auf dem Maifeld aus der Perspektive von Jugendlichen betrachtet
„Mein Dorf, meine Stadt, meine Region – meine Zukunft“, so war der Wettbewerb ausgeschrieben, an dem die Klasse 10 b mit Unterstützung ihres Erdkundelehrers Michael Veit erfolgreich teilnahm. Die Initiative Region Mittelrhein hat diesen Wettbewerb zusammen mit der ADD Rheinland-Pfalz durchgeführt, damit Schülerinnen und Schüler Ideen und Projekte für die Zukunft ihres Dorfes, ihrer Stadt oder ihrer Region aus ihrer Sicht entwickeln, beschreiben und präsentieren. Die Arbeit der Zehntklässler des KuBa-Gymnasiums überzeugte die Jury aufgrund ihrer inhaltlichen und methodischen Vielseitigkeit.
In Kleingruppen hatten die Schüler die Lebensbereiche „Wohnen“ anhand verschiedener Gebiete in Münstermaifeld, die „Bildung“ anhand der Situation und Zukunft der Maifelder Schulen und im Bereich „Infrastruktur“ auch die Akzeptanz des Jugendtaxis untersucht. Überdies wurden Spielplätze in verschiedenen Maifeldorten und Vereine auf dem Maifeld genauer analysiert. Zu diesem Zweck wurden Daten des statistischen Landesamtes ausgewertet, eigene Erhebungen und Befragungen mit selbst erstellten Fragebögen durchgeführt und statistisch ausgewertet, Experten interviewt sowie eine Internetseite zu den Spielplätzen auf dem Maifeld entwickelt. Dabei stellten die Schüler fest, wie stark Ortskerne überaltert sind, wie wenig sich die vielen oft recht kleinen Spielplätze in den Orten unterscheiden, wie groß die Nachwuchssorgen von Vereinen sind und wie sehr sich Schulen in den nächsten Jahren aufgrund des demographischen Wandels um ausreichende Schülerzahlen sorgen müssen.
In jedem untersuchten Bereich wurden auch Verbesserungsvorschläge herausgearbeitet. So wurde thematisiert, dass schon heute in Baugebieten in Form von Absenkungen von Bürgersteigen oder Bänken zur Erholung investiert werden sollte, in denen die Überalterung noch nicht fortgeschritten ist, um die Bewohner möglichst lange dort halten zu können. Einkaufsmöglichkeiten sollten auch ohne Auto erreichbar sein. Schulen sollten auch zur Erwachsenenbildung oder für Vereine nutzbar sein. Das steife und von großen oft leeren Bussen dominierte Nahverkehrskonzept sollte flexibilisiert und durch kleinere Verkehrsmittel ergänzt werden, die beispielsweise bei Dorffesten eingesetzt werden könnten. Ein Spielplatzkonzept mit unterschiedlichen Angeboten sollte ortsübergreifend angegangen werden und nicht nur in Form identischer Ortsteillösungen. Damit Vereine ihre sinnvolle Arbeit auch in Zukunft fortsetzen können, haben die Schüler einen Kontrollbogen zur Qualitätssicherung ausgearbeitet, der helfen soll, Schwächen zu erkennen. Die Wettbewerbsteilnehmer sind stolz und froh, dass ihre Ideen bei der Jury und Öffentlichkeit so gut angekommen sind und wünschen sich bei zukünftigen Entscheidungen zur Ortsentwicklung mehr Mitgestaltungs- und Mitsprachemöglichkeiten. 

schulfest2014 1Sommerfest 2014

Body Percussion, Limba, Casino, „Raum der Sinne“, Karaoke-Wettbewerb und Barfußpfad – diese und viele andere Aktivitäten konnte man am vorletzten Samstag vor den Sommerferien im Kurfürst-Balduin-Gymnasium in Münstermaifeld erleben, das seine Türen zum Sommerfest geöffnet hatte. Unter dem Motto „Fit & Kreativ – KuBa-Gym“ hatten die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte ein buntes Programm zusammengestellt, das sie Eltern, Geschwistern sowie Angehörigen und Freunden präsentierten. Dabei konnten sich die zahlreich erschienenen Gäste nicht nur ein Bild von dem vielfältigen Unterrichtsgeschehen und den Klassenaktivitäten des vergangenen Schuljahres machen. Viele Schülerinnen und Schüler überraschten mit ihren persönlichen Interessen und Talenten. Für das leibliche Wohl hatten viele fleißige Helferinnen und Helfer aus der Elternschaft gesorgt. So konnten sie Schüler und Gäste mit einer reichhaltigen Kuchenauswahl sowie einem internationalen Schlemmerbuffet verwöhnen. Sehr erfolgreich verlief der erstmalig stattfindende von der SV organisierte Schulbuchbasar. Die Schulgemeinschaft des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums bedankt sich bei allen Mitwirkenden für einen abwechslungsreichen Sommernachmittag und wünscht schöne und erholsame Sommerferien!

 

 

 

verabschiedungmdkoVerabschiedung langjähriger Kollegen des KuBa-Gymnasiums in den Ruhestand

Mit dem Ende des Schuljahres endete auch die jahrzehntelange Dienstzeit von Gudrun Müller-Dumont und Dr. Bernhard Koll am Kurfürst-Balduin-Gymnasium. Mit ihnen verliert die Schulgemeinschaft zwei allseits geschätzte und freundliche Lehrkräfte, die sich durch ihr Pflichtbewusstsein und ihre Zuverlässigkeit auszeichneten und sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch Kolleginnen und Kollegen stets ansprechbar waren, wenn Not am Mann bzw. an der Frau war.

Gudrun Müller-Dumont unterrichtete nach ihrem Studium an der Universität Saarbrücken, ihrem Referendariat am Studienseminar Trier und einer kurzen Tätigkeit am Treviris-Gymnasium in Trier seit dem Schuljahr 1979/1980 die Fächer Englisch und Französisch am Kurfürst-Balduin-Gymnasium. Im Jahr 1990 wurde sie zur Oberstudienrätin befördert. Gudrun Müller-Dumont begleitete die ihr anvertrauten Kinder intensiv, indem sie im Rahmen ihrer Aufgaben als Klassenleiterin Grundschulen kontaktierte oder Elternabende initiierte. Bildungsziel ihres Sprachunterrichtes war nicht nur die Schulung der Schülerinnen und Schüler in den Räumen des Schulgebäudes, sondern vor allem auch der persönliche Kontakt mit Muttersprachlern im jeweiligen Land, so dass sie zahlreiche Austauschprogramme initiierte und begleitete. Beliebt bei den Schülerinnen und Schülern waren auch die Ausflüge zu Cinefête in Koblenz sowie ihre Klassenfahrten nach Italien mit der Jahrgangsstufe 10. Nicht zuletzt leitete sie lange Jahre ihre Fachschaft und wirkte als aktives Mitglied im Personalrat.

Dr. Bernhard Koll unterrichtete nach seinem Studium an der Universität Bonn und seinem Referendariat am Studienseminar Koblenz zunächst einige Jahre am Rhein-Gymnasium in Sinzig. In dieser Zeit legte er auch seine Promotion ab, bevor er mit dem Schuljahr 1985/1986 seine Tätigkeit am Kurfürst-Balduin-Gymnasium mit den Fächern Geschichte, Erdkunde und Sozialkunde aufnahm. Es folgte die Beförderung zum Oberstudienrat und schließlich als Mitglied der erweiterten Schulleitung zum Studiendirektor. Neben seinem Kerngebiet, der MSS-Leitung, probierte er sich gerne als Broker im Börsenspiel, begleitete Berlin-Fahrten und betätigte sich im Rahmen der Bienen AG als Imker des schuleigenen Bienenvolkes. Hinsichtlich seiner außerunterrichtlichen Tätigkeiten ist an dieser Stelle sein Engagement für Ruanda hervorzuheben. Seit über zwei Jahrzehnten existiert am KuBa-Gymnasium eine Ruanda AG, initiiert und ständig motiviert und begleitet von Dr. Bernhard Koll. Bescheiden und zurückhaltend im Auftreten, die Person immer hinter die Sache stellend, verkörpert er in herausragender Weise vorbildliches bürgerschaftliches Engagement. Bis heute hat die Ruanda AG als Ergebnis zahlreicher, kreativer Aktionen fast 30000 € an die Partnerschule überweisen können.

Die Schulgemeinschaft des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums wünscht Gudrun Müller-Dumont und Dr. Bernhard Koll Glück, Zufriedenheit und insbesondere Gesundheit für die nun schon begonnene unterrichtsfreie Lebensphase in der Hoffnung, dass beide das Kurfürst-Balduin-Gymnasium in guter Erinnerung behalten und gerne Einladungen zu einem Wiedersehen folgen werden.

 

Dienstag, 02 Dezember 2014 06:51

April - Juni

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EUSozi2014Kuba-Schüler mitten im Geschehen um die Ukraine

Auf Einladung des Europaabgeordneten Dr. Werner Langen nahmen 22 Leistungskursler Sozialkunde der Jahrgangsstufe 12 an einem Besuch im Europaparlament in Straßburg teil.
Äußerst brisant waren dort auch die zu diskutierenden Themen, die die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Cahtrine Ashton, für die EU aufstellte: wie kann die Ukraine nachhaltig für mehr Demokratie und Freiheit von der EU unterstützt werden?
Neben dieser lebendigen Diskussion im Parlament, stellte sich der Europaabgeordnete der EVP-Fraktion den vielen Fragen der Schüler über die Zukunft der EU, über die kommende Europawahl und den vermuteten rechtspopulistischen Trend, die Griechenlandkrise und vieles mehr.
Datenschutz im Netz und Ausbau der Internetkapazitäten weltweit zeigten sich als brennende Themen der jungen Leute vom Maifeld. Mehr als verblüfft reagierten Sie auf die Einschätzung von Dr. Werner Langen, der voll Engagement von seinen Reisen in den asiatischen Raum erzählte, dass Deutschland - im Vergleich zu Südkorea - nur etwa 5% derjenigen Internetkapazitäten und deren Schnelligkeiten aufzuweisen hätte als die genannte asiatische Wirtschaftsnation.
Annalena Löscher dankte Werner Langen im Namen aller Schüler für die unvergessliche Zeit im EU-Parlament, das unbedingt eine Studienreise wert ist!

 

euro2014 02Rege Beteiligung an der Juniorwahl zur Europawahl 2014

Wie bereits im vergangenen Jahr am 17. September zur Bundestagswahl fand an unserer Schule auch diesmal wieder die Juniorwahl statt.

Nach längerer Vorbereitungszeit konnte sich der Wahlvorstand mit dem gesamten Juniorwahlteam um unsere Sozialkundelehrerinnen Frau Tobies und Frau Seibert und unsere Geschichtslehrerin Frau Schult über großen Andrang motivierter Jungwähler der Jahrgangsstufen 9-12 freuen.
Vielen DANK!!!!
Das Juniorwahlteam

 

 

bienenAGToller Erfolg bei „Schromb macht Spaß“ für die Kuba-Bienen AG

Über einen guten Zulauf konnte sich die Bienen AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums am 1. Juni bei herrlichem Wetter bei „Schromb macht Spaß“ freuen. Der von den Schülern liebevoll gestaltete und betreute Stand „Rund um die Honigbiene und Imkerei“ war ein voller Erfolg. Besonders gefragt waren die Bienenwachskerzen, welche die zahlreichen Kinder unter Anleitung der Schüler/innen selbst drehen durften. Es entstanden schöne Bienenbilder, während die älteren Kinder und Erwachsenen ihr Wissen mit einem Bienenquiz testen konnten. Einen besonderen Blickfang stellte - neben den Fotobeuten - selbstverständlich der Schaukasten dar. Dieser ermöglichte spannende Einblicke in das Leben der Bienen. Ebenso standen die jungen Bienen-Experten fachkundig für die Beantwortung zahlreicher Fragen zur Verfügung. Daneben konnte natürlich der Honig der AG Bienen probiert und gekauft werden. Dies war so erfolgreich, dass bereits am frühen Nachmittag die gesamte Honigernte unserer vier schuleigenen Völker verkauft war. Bis zum Schulfest am 12. Juli hoffen wir, erneut Honig geerntet zu haben!

Ein großes Dankeschön geht an die Schüler/innen der Bienen AG und alle fleißigen Helfer der 5. und 6. Klassen, ohne dieses Engagement wäre dieser Tag nicht möglich gewesen!

 

Landtag2014Hitzige Debatte im Landtag - KuBa-Schüler mitten drin

Von der Besuchertribüne des Mainzer Landtages verfolgte der Leistungskurs Sozialkunde 12 unter der Leitung von S. Langen die emotional heftigen Debatten um das Erneuerbare Energiegesetz und den Nürburgring im sog. „politischen Nachgang“ umdas gerichtliche Verfahren gegen den ehemaligen Finanzminister Deubel.

Im Anschluss standen gleich drei Abgeordnete der Heimatregion den vielen Fragen der Schüler Rede und Antwort: Katharina Raue, Mitglied von Bündnis90/Die Grünen aus Urbar, Marc Ruland, junges SPD-Mitglied aus Andernach und Dr. Adolf Weiland, CDU aus Rhens.

Auch diese drei Abgeordneten schenkten sich gegenseitig kein Lob und äußerten sich – wie im Landtag zwischen Regierungsfraktionen und Opposition - in außergewöhnlich scharfen Tönen zu der bisher nicht erfolgten CDU-Möglichkeit, evtl. einen Untersuchungsausschuss zur Nürburgring-Affäre einzurichten (oder auch nicht), zu den Regierungsvorhaben: Nationalparkprojekt und Einrichtung einer Friedensakademie (trotz Schuldenkrise) bis hin zur Einführung eines Zentralabiturs, was die beiden Regierungsabgeordneten entschlossen ablehnten.

Gelebte Demokratie war bis in die Haarspritzen spürbar, so die wohl zutreffende Abschlussbemerkung einer Schülerin.

 

aktionbienAktion-Bien unterstützt die KuBa-Gym Bienen AG

Beinahe pünktlich mit dem Start in ein neues, Erfolg versprechendes Bienenjahr wurde die Bienen AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums durch eine großzügige Spende des Förderprojektes Aktion-Bien unterstützt. Aktion-Bien ist ein Projekt der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) und wird seit 2013 an Schulen in Rheinland-Pfalz durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, einen ökologischen Umgang mit Wild- und Honigbienen zu fördern und ein Umdenken in der Bienenhaltung und der Landwirtschaft zu bewirken. Dazu fördert die LZU die Anschaffung der notwendigen Mittel zur Haltung von Bienen an Schulen wie Bienenbeute und Imkereiausrüstung. Durch die großzügige Unterstützung wurde die dringend notwendig gewordene Anschaffung einer neuen Honigschleuder für unsere Schulbienen ermöglicht. Ebenso konnten wir die Grundausstattung aufstocken, so dass einer Erweiterung der Bienenhaltung nichts mehr im Wege steht – wir freuen uns auf die vielfältigen Erfahrungen im Umgang mit den faszinierenden Insekten und natürlich auf den köstlichen Honig unserer KuBa-Bienen!

Infos zu den KuBa-Bienen auch im Internet unter http://www.kubabienen.cms4people.de/1.html

Dienstag, 02 Dezember 2014 06:36

Januar - März

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Freiheit ist ein hohes Gut….aber sie will jeden Tag neu erkämpft werden

„Freiheit ist ein hohes Gut, aber sie will jeden Tag neu erkämpft werden“, so begann die ehemalige Moderatorin beim Fernsehen der DDR, Edda Schönherz, ihren Vortrag, in dem sie Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen schilderte, wie sie als junge Frau langsam in Konflikt mit dem „Überwachungsstaat“ geriet, wie sie im August 1974 die bundesrepublikanische Botschaft in Budapest aufsuchte und infolgedessen noch in Budapest von der Staatssicherheit verhört wurde.
Kurze Zeit später, wieder in der DDR, wurde sie zunächst im Gefängnis der Staatssicherheit Hohenschönhausen, später im Frauenzuchthaus Hoheneck im Erzgebirge inhaftiert. Sie berichtete von den Schikanen in der Haft, die dazu dienten, „den Häftling zu zerbrechen und ihn seiner Würde zu berauben“. 
Im Jahr 1977 wurde  sie schließlich aus der Haft entlassen. Die Schikanen der Stasi gingen jedoch weiter und hörten auch nicht auf, als sie 1979 ausgebürgert und in die Bundesrepublik abgeschoben wurde. Edda Schönherz arbeitete beim Bayerischen Fernsehen in München und ging schließlich im Jahr 2002 nach Berlin zurück. 
Nicht zuletzt berichtete sie von späteren Gesprächen mit Politikern aus der DDR-Vergangenheit, „die heute die DDR verharmlosen“. Und somit schloss sie ihren Bericht mit dem Appell an die jungen Leute, sich für die Freiheit und die Menschenrechte einzusetzen, damit das, was sie erlebt hat, nicht wiederkommt. „Vergessen ist menschlich, aber politisch sehr gefährlich“, schreibt sie in ihrem Buch „Die Solistin“. Und deshalb ist sie heute Zeitzeugenreferentin in der Gedenkstätte Hohenschönhausen.
Den Kontakt hergestellt hatte Daniel Schnack von der JU Maifeld aus Ochtendung.

 
 

sportwoche14

Sportwoche am KuBaGym
Ist ein Blutdruck von 145 zu 100 zu hoch? Wie wehre ich einen von hinten kommenden Angreifer ab? Womit lösche ich beim Sporttreiben am besten den Durst? Kann ich mit Knieproblemen Pilates machen? Was heißt eigentlich „Gesunde Ernährung“? Diese und viele andere Fragen aus den Bereichen Gesundheit und Sport wurden während der alljährlichen Fitness- und Gesundheitswoche, an der etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 teilnahm, erörtert. Doch es blieb nicht bei der Theorie, vor allem die Praxis stand eine Woche lang täglich auf dem Stundenplan. Nach Einblicken in die Trainingslehre, die Physiologie und Ernährungslehre, durften sich die Schülerinnen und Schüler mit sportlichen Aktivitäten auseinandersetzen, die nicht ständig auf dem Plan stehen. Yoga, Pilates, Judo, Badminton, Krafttraining, Rudern auf dem Ergometer und Aerobic gehörten dazu. Mittags wurde gemeinsam ein vom Kantinenteam der Schule frisch zubereitetes Mittagessen genossen. Den Abschluss bildete dann eine anspruchsvolle Wanderung in den Talhängen der Mosel.
Die andere Hälfte der Jahrgangsstufe 11 beschäftigte sich bei größtenteils traumhaften Schneeverhältnissen im Rahmen der Skiwoche in Ruhpolding in Theorie und Praxis mit den Merkmalen des guten Skifahrens. Nachdem die Schülerinnen und Schüler tagsüber vom Schneepflug zum parallelen Kurvenfahren geführt wurden, erhielten sie in abendlichen Theorieeinheiten Informationen zu Pistenregeln, erster Hilfe, Lawinen sowie Belastungen am Berg. Besonders spannend war der Empfang beim Tourismusdirektor im Rathaus von Ruhpolding, bei dem die ehemalige Kollegin des KuBaGym, Barbara Böhlandt, für ihr 30-jähriges Engagement im Rahmen der Skiwoche geehrt wurde. Erwartungsgemäß gestaltete sich auch der Abschluss sportlich in Form eines Kegelabends.   

 

 

 

Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

  • Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld
  • +49 (0) 2605 98 01 0
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