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Nichts - Was im Leben wichtig ist

NichtsCollageAuch in diesem Jahr brachte die Theater AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums eine interessante und polarisierende Thematik auf die Bühne der Münstermaifelder Stadthalle. Die Aufführung beschäftigte sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens frei nach dem im Jahr 2000 erschienenen Jugendroman „Nichts - Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller.

Am Vormittag gab es eine eigene Vorstellung für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8-10, die von den jeweiligen Klassenlehrerinnen und –lehrern begleitet wurden. Im Anschluss wurde das Stück anhand von Leitfragen und mit Unterstützung der Schauspielerinnen und Schauspieler in den Klassen besprochen. Am Abend des gleichen Tages zeigte die Theater AG ihre diesjährige Produktion der interessierten und zahlreich erschienenen Öffentlichkeit.  
Die Geschichte wird als Rückblende von Jan-Johann (Jakob Bergmaier), Gerda (Samira  Christmann) und Marie-Ursula (Selina Ternes) erzählt: Als in einer dänischen Schule in der Kleinstadt Taering Pierre-Anthon (Oliver Kosub) aufsteht und seinen Mitschülern sowie seinem Lehrer Eskildsen (Dennis Lossen) verkündet, dass nichts im Leben etwas zu bedeuten hat, versucht seine Klasse ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Von nun an errichten sie im stillgelegten Sägewerk am Rande der Stadt den Berg der Bedeutung. Es beginnt mit harmlosen Habseligkeiten wie Jugendbüchern, einem Fußball und Sandalen. Als sie jedoch weiterhin die nihilistischen Kommentare von dem auf einem Pflaumenbaum sitzenden Pierre-Anthon, der sich strikt weigert, sowohl in die Schule zu gehen, als auch den Berg aus Bedeutung anzusehen, anhören müssen, arten die Forderungen der Schülerinnen und Schüler aus. Denn der Schüler, der zuletzt einen bedeutungsvollen Gegenstand abgeben musste, darf sich ein ,,neues Opfer“ aussuchen. So steigern sich die Opfer der Schülerinnen und Schüler über einen lebenden Hamster und eine Adoptionsurkunde, bis die Forderungen einen grausamen Höhepunkt damit erreichen, dass sich sechs Schüler nachts auf den Friedhof schleichen, um Elises (Johanna Rennau) größte Bedeutung auszugraben, den Sarg ihres kürzlich verstorbenen Bruders nebst Inhalt. Die Schandtaten nehmen ihren Lauf, indem Sophie (Emely Junker) zulassen muss, dass ihr auf grausame Art und Weise ihre Unschuld genommen wird und Jan-Johanns (Felix Frieb-Preis) rechter Zeigefinger abgeschnitten wird.
Die Polizei trifft unmittelbar im Sägewerk ein, nachdem Jan-Johann es ohne seinen Finger verlassen hat. Trotz der Bemühungen der Polizei, die Sache geheim zu halten, wird sie durch Sophies Anruf bei der regionalen Zeitung weltbekannt. Nach Monaten des Ansturms von Journalisten aus der ganzen Welt lässt der Trubel nach und zurück bleiben deprimierte Schüler, aus deren Sicht der Berg aus Bedeutung nach und nach seine Bedeutung verliert. Aus Frustration und Wut gehen sie schließlich sogar aufeinander los. Als Pierre-Anthon durch das verzweifelte Flehen von Agnes (Elisa Kaiser) schließlich doch noch im Sägewerk auftaucht, verhöhnt er nur den Berg, der seine Mitschülerinnen und Mitschüler so viel Mühe gekostet hat. Daraufhin richtet sich ihre Wut auf ihn und die Geschichte nimmt ihr dramatisches Ende, als die Klasse Pierre-Anthon umbringt und anschließend das Sägewerk mitsamt seiner Leiche und dem Berg der Bedeutung in Brand setzt.
Neben den talentierten Darstellerinnen und Darstellern erfüllten auch hinter den Kulissen viele Helferinnen und Helfer ihre Rolle. Sowohl das Schminkteam als auch die Beleuchter und Techniker leisteten hervorragende Arbeit. Die Regisseure Stefan Kliemt, Christina Miquel und Maren Unstedde, die der Theater AG trotz Schulwechsel stets die Treue hält, suchten mit großem Feingefühl und Geschick die zu den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern passenden Rollen aus und inszenierten die schwierige Thematik in für das Publikum zumutbarer Art und Weise. Ihre monatelange Arbeit belohnte ein sehr ergriffenes und zum Nachdenken angeregtes Publikum mit großem Applaus.

Das Kurfürst-Balduin-Gymnasium ist eine vierzügige Schule im Herzen des Maifeldes, zwischen Mayen und Koblenz gelegen, in der Nähe der Burg Eltz. Die Trägerschaft hat der Landkreis Mayen-Koblenz.

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